P2P Portfolio 2021 – Meine Rendite, Cashflow und Anlagestrategie

Es wird Zeit euch endlich wieder einen detaillierten Einblick in die Zusammensetzung meines P2P Portfolios zu geben. Bevor wir uns die 30 Plattformen einzeln anschauen möchte ich euch einen Einblick in meine P2P Rendite der letzten vier Jahre geben. Und euch auch meine konkrete P2P Kredite Anlagestrategie vorstellen.

Meiner Anlagestrategie bin ich die meiste Zeit über relativ treu geblieben. Was sich, wie man an der Rendite als auch am Cashflow sieht, ausgezahlt hat. Von daher starten wir einfach mit dieser und in die konkreten Plattformen schauen wir im nächsten Teil der mehrteiligen Serie dann rein.

Welche Rolle spielen P2P Kredite bei meinem Vermögensaufbau?

Ich werde ja nicht müde immer wieder darauf hinzuweisen, dass ich P2P Investments, nur als ein Baustein meines Vermögensaufbaus sehe. So haben P2P Kredite weiterhin nur einen Anteil von 10% am Gesamtvermögen, wobei dies natürlich schwanken kann. Wie viele habe ich freies Kapital in der Corona-Crash-Zeit für Börseninvestments, aber auch für P2P Zweitmarkt Schnäppchen genutzt.

Mit einem Anteil von bis zu 15% würde ich mich auch noch wohlfühlen, deutlich mehr möchte ich allerdings nicht im Portfolio haben. Mir sind dann unternehmerische Beteiligungen wie Aktien oder auch Startup Crowdfundings lieber als Schuldentitel.

Mein P2P Portfolio sieht als Kuchendiagramm aktuell wie folgt aus:

P2P Kredite Anlage Strategie

P2P Kredite mein Portfolio

Immerhin sind das mittlerweile 30 Plattformen – allerdings nicht mehr alle spielen noch eine Rolle, dazu kommen wir dann im letzten Teil der Serie!

Meine ganzen Investments verwalte ich übrigens ganz einfach mit dem genialen und kostenlosen Tool Portfolio Performance.

Bevor ich auf jede dieser einzeln eingehe erst noch ein paar Worte zu meiner P2P Anlagestrategie und der Gesamtrendite.

Meine P2P Kredite Anlagestrategie

Wer mir öfters zugehört hat weiß, dass ich ein großer Freund der Diversifikation bin. Das natürlich nicht nur bei meinen P2P Krediten und Plattformen. Allerdings auf keinen Fall gleich gewichtet, sondern „risikoadjustiert„. Was meine ich damit?

Wie gewichte ich meine P2P Investitionen?

Plattformen, denen ich viel Vertrauen zugestehe, die ich für solide und seriös halte werden deutlich höher gewichtet als neue unbekannte unregulierte nicht auditierte Plattformen.  Gerade bei dem Thema auditierte Geschäftsberichte und Regulierung hat sich in den letzten Monaten sehr viel getan. Gleich drei Plattformen (Mintos, Twino und Debitum Network) haben nunmehr eine staatliche Lizenz von Lettlands Financial and Capital Market Commission (FCMC). Dies ist auch für mich deutlich relevanter als ein zwei Prozent mehr Renditeversprechen, was dann eventuell schnell im Totalverlust mündet.

P2P Kredite Anlagestrategie Portfolio StrategieWie setzte ich die Strategie nun konkret um?

Ich habe für mich die Plattformen grob in drei Klassen eingeteilt L, M und S die klassischen T-Shirt-Größen.
In L habe ich das meiste Vertrauen und in S eher weniger.  L.M und S findet ihr auch in meinem XIRR/IZF rating wieder.

Jede Plattform ordne ich diesbezüglich dann in die Klassen ein. Also bin ich bereit viel Geld der Plattform anzuvertrauen oder eben nicht. Dabei gewichte ich diese dann mit ca. 10:4:1.

Also 5000 € in eine L Plattform, 2000 in eine M und 500 in eine S. Ihr findet so etwa dann Estateguru in L und Lendermarket in M und die ganz neue Income in S.

Natürlich ist das nicht in Stein gemeißelt aber für mich eine gute Richtlinie und bisher auch ein guter Risikotoleranzschlüssel. Ob ich dann auch genau diesen Betrag dann in eine Plattform investiere oder nicht oder doch ein wenig mehr ist dann eine andere Sache. So kann ich mich jederzeit selbst hinterfragen, ob ich mich im Rahmen meiner Strategie bewege oder eben nicht. Die berühmten Leitplanken für mein P2P Investment.

Ihr werdet das dann bei Mintos und vor allem Bondora sehen, die Plattformen würden was definitiv beide in die Kategorie L für mich fallen, allerdings sind beide nicht mehr in der Top 3! Wieso das so ist, könnt ihr im nächsten Teil erfahren.

Wie viel Rendite bringt meine P2P Kredite Strategie?

Für mich greift die Strategie, so komme ich trotz der vielen Ausfälle, die auch mich mehrfach getroffen haben, auf knapp 8% p.a. in den letzten vier Jahren.

Schau ich mir nur das zurückliegende Jahr  an, liege ich fast bei 9,5%.  Und das bei moderater Schwankung. Ich schreibe auch bereits die fast toten Plattformen wie Viventor und Lenndy seit nunmehr zwei Monaten bis Ende des Jahres ab).

P2P Strategie

Mein P2P Rendite der letzten 4 Jahre

Wie diversifiziere ich die verschiedenen P2P Kreditarten?

Zu meiner P2P Portfolio Strategie gehört es auch die einzelnen P2P Klassen ebenso zu diversifizieren. Ich möchte eben nicht nur Buyback Kredite im Portfolio haben, im Gegenteil. Ich möchte davon eher weniger als „echte“ Einzel ausfallende P2P Kredite. Noch viel lieber sind mir z.B. mit Immobilien besicherte Kredite statt unbesicherte Konsumentenkredite.

Die Risiken von P2P Krediten und auch welches zusätzliche Buyback mitbringt, habe ich bereits ausführlich dargelegt. Daher nur kurz bei Buyback Kredite erhöhe ich das komplette Ausfallrisiko der Plattform oder des Anbahners. Bei Einzelkrediten kann sich die Rendite negativ entwickeln, ein Totalausfall ist trotzdem eher unwahrscheinlich. Bei Buyback P2P Kredit Plattformen dagegen gab es in jüngster Zeit, mehr als eine Insolvenz mit oft Totalausfällen.

P2P Kredite Anlagestrategie

P2P Kredite Strategie – Verteilung der Kreditarten

Mit der aktuellen Aufteilung 1/3 Buyback und 1/3 Immobilien besicherte Kredite und 1/3 „echte“ P2P Kredite fühle ich mich gut aufgestellt. Daran werde ich mich auch zukünftig orientieren.

P2P Kredit Rendite und der Cashflow

Mir generieren die P2P Kredite mittlerweile einen netten kleinen Cashflow, den ich aktuell meist direkt reinvestiere.
Auf dem folgenden Diagramm könnt ihr auch gut sehen wie sich die Abschreibungen von Grupeer & Co. bitter bemerkbar gemacht haben und das diese trotzdem schnell wieder „ausgebügelt“ wurden. Wie ich schon erwähnte sieht man auch im Jahr 2021 die neuerlichen Abschreibungen von Viventor & Lenndy gut, aber auch die wird bald Geschichte sein.

Trotz allem wird es somit erneut wieder ein positives Jahresergebnis geben.
Das ist mit das Schöne an P2P Investments, meist hat man Kurven von links unten nach rechts oben ohne große Einbrüche und Schwankungen – dafür aber eben „nur“ moderate Rendite.

P2P Kredite Strategie cashflow

Der Zins Cashflow der letzten 4 Jahre

In den letzten Jahren kam damit fast immer eine positive Ausschüttung bei mir an, trotz der erwähnten Abschreibungen. Hier noch die Jahre und Plattformen im Detail:

P2P Kredite Anlage Portfolio Strategie

P2P Kredite Monats und Jahresperformance

Daher bleibe ich bei meiner Strategie der unterschiedlichen Gewichtung einzelner P2P Plattformen und der Diversifikation der Kredittypen.

Mit einer Rendite von 7-8% nach Abschreibungen bin ich absolut zufrieden, selbst bei einer Inflationsrate von 3-4% lohnt sich damit ein Investment für mich weiterhin.

Vor allem aber habe ich nach über 4 Jahren investieren in P2P „gelernt“ die Anlageklasse ernst zu nehmen. Man kann in P2P Kredite erfolgreich investieren und dabei einen relativ verlässlichen Cashflow als auch attraktive Rendite  erzielen. Trotz aller bekannten Risiken und das über Jahre. Daher bleiben P2P Kredite auch zukünftig ein Baustein bei meiner Geldanlage.

Meine P2P Portfolio Investment Strategie Anpassung 2021

Tatsächlich bin ich am überlegen, ob ich nicht sogar meine 10% P2P Investment Grenze ein wenig strapaziere und bis auf besagte 15% aufstocke. Noch sehen wir einen extremen Bullenmarkt der mit frischem Zentralbank Geld gefüttert wird. Ich habe keine Sorge vor einem großen System Crash, wenn die Geldpolitik sich ändert. Allerdings kann es auch wieder Jahre geben, in denen die Börse länger seitwärts läuft oder auch nachgibt. Und ja, den ein oder anderen kleinen vielleicht auch großen Markt Einbruch (Crash) wird es sicher geben.

Dann ist es immer gut auf Cash zugreifen zu können und das dies mit P2P relativ gut funktioniert haben wir im Corona-Crash schön gesehen. Hört euch dazu ruhig die P2P Cafe Folge mit Bernhard an, der erzählte wie er es gemacht hat.

Natürlich bin ich als Blogger zusätzlich in einer Sonderrolle. So schau ich mir gerne immer wieder neue oder für mich neue Plattformen an. Wäre das nicht der Fall würde ich mich mit weit weniger Plattformen beschäftigen. Wobei mehr als eine Handvoll wären es in meinem Fall dann doch – ich mag Vielfalt.

Meine P2P Portfolio Strategie behielt trotzdem ihre Gültigkeit, das lässt sich auch mit 3-10 Plattformen gut umsetzen.

Ausblick auf die P2P Plattformen

Im nächsten Teil starten wir dann mit meinen Top sechs Plattformen im Portfolio. Diese machen zusammen bereits 60% meines gesamten P2P Investments aus und sind daher die „stabile“ Basis für meine Rendite und Cashflow. Ihr könnt gespannt sein! Ihr werdet neben alten Bekannten auch die ein oder andere Überraschung wiederfinden! Ideen gerne in die Kommentare.

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Disclaimer
Investitionen in P2P-Kredite, ETFs, Aktien, Start-ups und Kryptos unterliegen einem hohen Risiko!
Beachte bitte meinen Haftungsausschluss. Ich betreibe keinerlei Anlageberatung und spreche keine Empfehlungen aus. Auf fast allen P2P, Crowdfunding und Kryptolending Plattformen, über die ich berichte, bin ich selbst investiert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Entwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Entwicklungen! Links zu den Plattformen sind in der Regel Affiliate-Links, bei denen oft du Vorteile hast und ich eine kleine Provision erhalte.

2 Gedanken zu „P2P Portfolio 2021 – Meine Rendite, Cashflow und Anlagestrategie

  1. Lars Wrobbel

    Ich mag das klare Konzept der S,M und L Plattformen. Sowas habe ich ja nicht, sondern ich regle es über den Cashflow. Also, wieviel Cash traue ich der Plattform zu, dass sie mir erwirtschaftet. Daraus ergibt sich dann der Maximalbetrag.

    1. p2pAdmin Beitragsautor

      Danke Lars
      Du machst das über den Cashflow ja ähnlich wenn auch wesentlich flexibler, ich denke irdend eine Einstufung sollte jeder vornehmen…

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