Modena Erfahrungen (14.000 € Test): Bondora-Alternative mit bis zu 11 % & monatlicher Auszahlung
Modena ist eine P2P‑Plattform aus Estland, auf der du in Forderungen des estnischen Kreditgebers Modena Estonia OÜ investierst. Reguliert ist nur das Kreditgeschäft selbst: Modena Estonia hält eine Kreditgeberlizenz der Estonian Financial Supervision Authority (Nr. 4.1-1/100), die Anlegerplattform ist dagegen nicht lizenziert und eine Einlagensicherung gibt es nicht. Du investierst über ein Vault‑Modell in einen Pool aus überwiegend estnischen Verbraucherkrediten, Kreditlinien, BNPL-Forderungen, Refinanzierungen und Geschäftskrediten. Seit dem Start im November 2024 tritt Modena als schlanke, stark automatisierte Lösung auf, laut Plattform mit bis zu 8,5 % p. a. im flexiblen Dynamic Vault und bis zu 11 % p. a. im Growth Vault mit zwölf Monaten Bindung, für eher passive Anleger. Ist Modena also die Bondora Alternative mit dem besseren Monefit Vault Konzept und reiht sich damit in die Gruppe der oft fälschlich genannten P2P-„Tagesgeld“-Alternativen mit ein?
Bevor wir die Fragen vertiefen und ich auf meine persönlichen Modena Erfahrungen nach einem Jahr, meine Rendite‑Eindrücke und mein weiteres Vorgehen eingehe, schauen wir uns die Plattform und die wichtigsten Fragen zu Modena an.
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Zuletzt aktualisiert am: 30. September 2026
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Die Modena Anleitung und Übersicht
Zum Abspielen wird YouTube geladen – inkl. Datenübertragung an Google.
Die wichtigsten Modena Daten im Steckbrief

Bevor es in die Tiefe geht, gibt es zuerst einmal einen Überblick über die wichtigsten und relevanten Daten der P2P Kredite Plattform Modena (Stand Ende September 2026).
| Gegründet | Plattform: November 2024 Kreditgeber Modena Estonia OÜ: gegründet 2019, operativ seit 2020 |
| Vorstandsvorsitzender | Oliver Matt |
| Reguliert | Plattform: nein, Kreditgeber: ja (Lizenz 4.1-1/100) Estonian Financial Supervision Authority |
| Investoren | rund 6.900 registrierte Nutzer (September 2026) |
| Firmensitz | Tallinn, Estland (Modena Estonia OÜ und Schwestergesellschaft Modena Payments OÜ) |
| Sicherheiten | keine (Secure+ Vault mit Immobilienbesicherung angekündigt, noch nicht gestartet) |
| Rendite | bis 11% im Growth Vault, bis 8,5 % im Dynamic Vault (Ø aller Vaults 9,22 %, September 2026) |
| Rückkaufgarantie | nein, Rückkauf nach 35 bis 90 Tagen Verzug laut Plattform, im Ermessen von Modena |
| Zweitmarkt | nein |
| Kreditarten | Konsumkredite, Kreditlinien, BNPL/Factoring, KMU-Kredite (Estland) |
| Finanziertes Kreditvolumen | 40,7 Millionen Euro kumuliert investiert, 8,3 Mio. € ausstehend (September 2026) |
| Mindestanlage | 50€ (max. 20.000 € im Dynamic Vault laut Portal) |
| Invest Strategien | Vaults (Dynamic, Growth; Secure+ angekündigt) |
| Rating | 51/100 (Platz 20 von 40) BaFin-Check: 81/100 (Rang 1 von 16) |
| Treueprogramm | nein |
| Geschäftsbericht | alle seit 2019 (zuletzt 2025, geprüft) |
| Neukunden Bonus | 1% Cashback auf die Investments der ersten 120 Tage (max. 1.000 €) +25 Euro nach 90 Tagen (ab 200 € investiert) |
Die beiden letzten Modena Neuigkeiten
Modena informiert uns Investoren vorbildlich auch über ihr eigenes Blog. Hier die beiden wichtigsten Modena Neuigkeiten für dich:
Modena beantragt MiFID-II-Lizenz bei der estnischen Finanzaufsicht
Die P2P-Plattform Modena hat angekündigt, eine MiFID-II-Lizenz als Wertpapierfirma zu beantragen. Den vollständigen Antrag will das Unternehmen in etwa 2,5 Monaten bei der estnischen Finanzaufsicht (FSA) einreichen, danach ist eine Prüfung von üblicherweise 6 Monaten vorgesehen. (Quelle)
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Modena veröffentlicht geprüfte Jahresergebnisse 2025 mit Gewinn von 231.943 EUR
Die P2P-Kredit-Plattform Modena hat ihre geprüften Finanzergebnisse für 2025 veröffentlicht. Laut Mitteilung stieg der Umsatz auf 1.633 Tsd. EUR (2024: 1.383 Tsd. EUR), der Gewinn lag bei 231.943 EUR. Der vollständige Jahresbericht ist nur auf Estnisch verfügbar. (Quelle)
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Schauen wir uns die P2P-Kredite-Plattform für Konsumentenkredite und wer dahintersteckt, ein wenig genauer an, bevor ich von meinen eigenen Modena Erfahrungen berichte.
Was ist Modena?
Modena ist eine estnische P2P-Plattform der Modena-Gruppe, die im November 2024 mit einem recht einfachen, auf Vaults basierenden Konzept gestartet ist. Du investierst hier nicht in einzelne Kredite, sondern legst dein Geld in einen „Vault“ (Tresor), der wiederum Anteile an einem breiten Kreditportfolio kauft. Plattform, Kreditgeber und Servicer sind dabei ein und dieselbe Gesellschaft, die Modena Estonia OÜ. Reguliert ist nicht die Plattform selbst, sondern das Kreditgeschäft der Modena Estonia OÜ als Kreditgeber durch die estnische Finanzaufsicht.
Im Hintergrund steht ein Mix aus verschiedenen Kreditprodukten: Kreditlinien („Modena Flex“, eine Art virtuelle Kreditkarte), klassische Konsumkredite, Refinanzierungsdarlehen, BNPL-Forderungen aus dem Onlinehandel sowie Geschäftskredite, aktuell ausschließlich in Estland. Wie genau die Allokation innerhalb des Pools aussieht, legt Modena nicht im Detail offen, du kaufst also eher das Gesamtpaket des Portfolios als einzelne Darlehen.

Eine Rückkaufgarantie gibt es nicht, stattdessen einen Rückkauf auf Portfolioebene: Laut Plattform werden Forderungen nach 35 bis 90 Tagen Verzug zurückgekauft, je nach zugrundeliegendem Vertrag. CEO Oliver Matt nennt konkret 35 Tage bei BNPL-Verträgen und 85 Tage bei Kreditverträgen, diese Fristen ergeben sich laut Modena aus den gesetzlichen Kündigungsfristen. Das Kreditrisiko liegt damit weiterhin beim Investor, wird aber durch die breite Streuung im Vault und den Rückkauf durch Modena teilweise abgefedert, solange Modena zahlen kann.
Wichtig zu wissen: Modena darf als Nicht-Bank den Rückkauf nicht vertraglich garantieren. Nach EU-Recht würde eine feste Rückkaufzusage mit garantierter Rendite als Einlagengeschäft gelten, wofür eine Banklizenz erforderlich wäre. Auf der Homepage steht daher, dass Forderungen zurückgekauft werden können, der CEO spricht von einem Rückkauf im Ermessen von Modena. Ganz einheitlich sind die Texte allerdings nicht: Im Portal heißt es, Modena sei zum Rückkauf verpflichtet, und die frühere Formulierung einer „buyback guarantee“ ist von der Homepage inzwischen verschwunden. Den Anlegervertrag („vault contract“) gibt es nur im Login. In der Praxis wird Modena den Rückkauf anbieten, solange das Unternehmen wirtschaftlich gesund ist, ein Aussetzen würde das Vertrauen der Investoren sofort zerstören, wie CEO Oliver Matt im Interview bestätigt.
Die Plattform ist bewusst schlank gehalten: Du kannst ab 50 Euro investieren, hast mit dem Dynamic und dem Growth Vault nur wenige, dafür einfache Produkte zur Auswahl und brauchst keinen Auto-Invest, weil alles automatisch in den Pool fließt. Für Anleger bietet Modena damit eine unkomplizierte, aber noch sehr junge Möglichkeit, in estnische Kreditportfolios der Modena-Gruppe zu investieren, laut Plattform mit bis zu 8,5 % p. a. im Dynamic Vault und bis zu 11 % p. a. im Growth Vault und der Besonderheit, dass du dir die Erträge monatlich auf dein Girokonto auszahlen lassen kannst.
Modena Zahlen & Fakten Stand 2026
Bis Ende September 2026 haben Anleger über Modena kumuliert rund 40,7 Millionen Euro investiert (inklusive Reinvestitionen). Die durchschnittliche annualisierte Rendite aller Vaults der letzten drei Monate lag am 25.09.2026 bei 9,22 %, im April 2026 waren es noch 11,26 %. Ausgezahlt wurden bislang rund 400.900 Euro an Erträgen an die Anleger. Das aktuell ausstehende Investitionsvolumen beträgt rund 8,3 Millionen Euro, die durchschnittliche Rückkaufquote der letzten 12 Monate liegt bei niedrigen 1,78 %. Ein Zeichen dafür, dass der Großteil der Forderungen planmäßig bedient wird, wobei der Rückkauf erst nach 35 bis 90 Tagen greift und die jüngsten Monate deshalb noch wenig aussagen.

Rund 6.900 Nutzer zählt die Statistikseite von Modena (Stand 25.09.2026). Im April 2026 waren es noch rund 1.900, was genau als „User“ gezählt wird, legt Modena allerdings nicht offen.
Statistiken und Kreditgeber-Reports werden regelmäßig veröffentlicht, was für Transparenz sorgt. Die Statistiken sind sogar tagesaktuell und zeigen neben Volumen und Rendite auch die Rückkauf- und Ausfallquoten.
Wer leitet Modena?
Modena wird von CEO Oliver Matt geführt, der seit 2021 im Vorstand ist und den Aufbau der P2P-Plattform innerhalb der Modena-Gruppe vorangetrieben hat. Unter seiner Leitung erhielt die Modena Estonia OÜ 2021 ihre Kreditgeberlizenz der estnischen Finanzaufsicht, bevor im November 2024 der Start der Anlegerplattform mit Vault-Modell erfolgte.
Organisatorisch tritt Modena Capital als eigene Marke innerhalb der Gruppe auf, bleibt aber eng an das bestehende Zahlungs- und Finanzierungsgeschäft gekoppelt. Die Gruppe ist seit 2020 im Kreditgeschäft aktiv, zählt mehr als 100.000 Kunden und veröffentlicht geprüfte Jahresabschlüsse, zuletzt für 2025 (uneingeschränkter Prüfungsvermerk vom Juni 2026).
Hypothekenbesicherte Kredite für Geschäftskunden vergibt Modena bereits seit 2025. Eine Versicherungsvermittlung ist auf der Website angekündigt, ein Leasing-Produkt habe ich dort bisher nicht gefunden, laut CEO ist es für 2026 geplant. Die Hypothekenkredite dürften auch den angekündigten Secure+ Vault speisen, der ausschließlich mit immobilienbesicherten Krediten arbeiten soll.
Oliver Matt ist CEO von Modena in Tallinn und führt das Unternehmen seit 2021 von einem 3‑Personen-Startup zu einem regulierten Kredit- und Payment-Anbieter mit Lizenzen und eigener Lending-IT. Die Schwestergesellschaft Modena Payments hat zudem eine grenzüberschreitende Erlaubnis für Lettland und Litauen, allerdings nur für Zahlungsauslösedienste. Kredite vergibt Modena bisher ausschließlich in Estland.
Zuvor war er bei ESTO AS als Chief Product Officer für die Produktstrategie im Consumer Lending und Open-Banking-Lösungen verantwortlich sowie mehrere Jahre bei IPF Digital in leitenden Rollen rund um Credit-, Risk- und Kernlending-Systeme in Europa, Mexiko und Australien tätig.

Er ist natürlich nicht alleine für die Plattform zuständig, sondern ein ganzes Team, das die Plattform weiterentwickelt und am Laufen hält:

Darüber hinaus sind in der Modena-Gruppe noch weitere Personen mit dem eigentlichen Kreditgeschäft beschäftigt. Laut Jahresabschluss 2025 arbeiten bei Modena Estonia 14 Beschäftigte (in Vollzeit gerechnet), einen Teil davon findest du auch auf LinkedIn.
Die Modena Anmeldung und der Startbonus
Die Anmeldung bei Modena ist einfach und ähnlich strukturiert wie bei anderen bekannten P2P-Plattformen. Die Plattform führt dich Schritt für Schritt durch den Anmeldeprozess, der derzeit auch in deutscher Sprache verfügbar ist:
- Registrierung starten
Klicke auf „Konto erstellen“ auf der Startseite von Modena. - Persönliche Daten angeben
Gib deine E-Mail-Adresse ein und lege ein sicheres Passwort fest. Oder nutze Single Sign-On mit Facebook und Google - E-Mail-Bestätigung
Überprüfe dein Postfach und bestätige die Verifizierungsmail von Modena, um fortzufahren. - Identifizierungsprozess abschließen
Führe die finale Identifizierung durch, indem du einen gültigen Personalausweis oder Reisepass hochlädst, um dein Konto vollständig zu aktivieren. - KYC und AML
Eventuell sind zusätzliche spezifische Daten (Know Your Customer) anzugeben, um den regulatorischen Auflagen zu genügen. Wie ein Produkteignungstest.
Zudem musst du möglicherweise die Herkunft der eingezahlten Gelder nachweisen (Geldwäsche AML).

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Um bei Modena zu investieren, solltest du einige Voraussetzungen erfüllen. Zunächst musst du mindestens 18 Jahre alt sein, um dich registrieren zu können. Laut den Nutzungsbedingungen brauchst du außerdem die Staatsbürgerschaft eines EWR-Staats oder ein Aufenthaltsrecht im EWR. Registrieren können sich nur natürliche Personen, und zwar mit einem Konto pro Person.
Nachdem du dich erfolgreich angemeldet und eine Einzahlung getätigt hast, kannst du in die Vaults auf der Plattform investieren. Geld einzuzahlen ist unkompliziert – im Account-Dashboard findest du eine Schaltfläche namens „Geld hinzufügen“ und erhältst dort alle notwendigen SEPA-Daten und kannst dann einfach überweisen.
Die erste Einzahlung muss von einem persönlichen Bankkonto auf deinen Namen kommen, da dieses für Auszahlungen über den Zahlungsdienstleister verifiziert wird. Kartenzahlungen sind derzeit nicht möglich, auch wenn die Homepage etwas anderes andeutet. Gutschriften dauern erfahrungsgemäß wenige Stunden bei Echtzeitüberweisungen, bei normalen Überweisungen bis zu zwei Bankarbeitstage.
Wichtig ist, dass die Einzahlung von einem EU-Konto kommt, das auf deinen Namen läuft, und dass du den Verwendungszweck (Beschreibung) einträgst, damit deine Einzahlung zugeordnet werden kann.
Ein zusätzlicher Bonus für neue Anleger
Bei deiner Erstanmeldung über meinen Blog erhältst du einen Willkommensbonus in Form von 1% Cashback auf deine Investments der ersten 120 Tage (maximal 1.000 € Cashback), wenn du meinen Modena Bonus Link nutzt. Das Cashback wird anteilig auf Basis deines durchschnittlich investierten Betrags gezahlt. Zudem gibt es noch 25 Euro Willkommensbonus, den Modena nach 90 Tagen auszahlt, sofern du mindestens 200 Euro investiert hast. Alle aktuellen Aktionen der Plattformen findest du auf meiner Bonus-Seite.
Investieren bei Modena
Wie investierst du bei Modena in P2P-Kredite, was gibt es zu beachten und welche Optionen hast du? Du investierst bei Modena nicht direkt in einzelne Endkundendarlehen, sondern in eine sogenannte Vault (gerne auch Tresor genannt), die Anteile an vielen Hundert, wenn nicht sogar Tausend verschiedenen Forderungen enthält.
Ich selbst bin aktuell fünfstellig auf Modena investiert.

Anlegen in den Vaults (Tresor) bei Modena
Da du nur in die Vaults investieren kannst und nicht in einzelne Kredite, gibt es auch keinen Autoinvest.
Bei Modena gibt es aktuell zwei unterschiedliche Vaults:
- Die dynamische Vault (Dynamic Vault)
Hier können die Gelder jederzeit ein- und ausgezahlt werden, regulär mit 30 Tagen Frist laut Plattform (laut CEO maximal 31 Tage) oder sofort gegen Verzicht auf die aufgelaufenen Erträge. Laut Portal liegt das Maximum bei 20.000 € je Anleger, die Rendite laut Plattform bei bis zu 8,5 % p. a. - Growth Vault (bis Ende 2025 „Fixed Term Vault“)
Dein Geld ist 12 Monate gebunden und wird reinvestiert, so lange fleißig weiter. Laut Plattform gibt es dafür 9,5 bis 11 % p. a., also rund 25 % mehr als im Dynamic Vault. Du kannst mehrere Growth Vaults anlegen, laut Portal vorübergehend bis zu 5.000 €.
Bei der dynamischen Vault werden die Erträge, wenn du das wünscht, monatlich ausgezahlt und das sogar direkt auf dein Bankkonto. Beim Growth Vault wird alles bis zur Fälligkeit reinvestiert, danach kannst du den Betrag optional automatisch neu anlegen lassen.
Die Renditen können dabei leicht schwanken: Bei BNPL-Verträgen (30 Tage Laufzeit) wird die gesamte Vergütung am ersten Tag gutgeschrieben, bei Kreditverträgen dagegen täglich gleichmäßig. Schnellere oder langsamere Kundentilgungen wirken sich ebenfalls aus. Laut Modena gibt es jedoch einen Kompensationsmechanismus (im Portal als „Vault revenue compensation“ gebucht), der laut CEO sicherstellen soll, dass die kommunizierte Mindestrendite eingehalten wird, auch bei Cash Drag oder anderen unvorhergesehenen Ereignissen. Die genauen Regeln dafür sind nicht öffentlich.
Abheben kannst du bei der Dynamischen Vault jederzeit. Der reguläre Modus („Gradual“) casht dein Investment laut Plattform innerhalb von 30 Tagen aus (laut CEO maximal 31 Tage), mit allen Zinsen und ohne Kosten. In meinem Versuch waren schon nach einem Tag die gewünschten 400 Euro verfügbar!
Beim Instant-Modus kauft Modena deine Forderungen zur Tagesmitte zurück, laut Portal dauert das ein bis zwei Stunden, das Guthaben steht meist am Folgetag bereit. Dafür musst du auf alle bislang aufgelaufenen und noch nicht ausgezahlten Erträge verzichten.
Im Prinzip ist das Ganze durchaus vergleichbar mit Bondora oder dem Monefit Smartsaver bei dem man auch bei beiden in einen riesigen Kreditpool investiert.
Eine dritte Vault ist angekündigt:
Secure+ Vault (angekündigt)
Neu und besonders spannend ist der Secure+ Vault, den Modena am 30.12.2025 angekündigt hat, der Launch war für Januar 2026 geplant. Bis Ende September 2026 ist Secure+ allerdings noch nicht gestartet, im Portal kann ich ihn bisher nicht auswählen.
Secure+ soll sich an Anleger richten, bei denen Kapitalschutz oberste Priorität hat, zum Beispiel für langfristige Rücklagen oder Pensionsziele.
Was Secure+ laut Ankündigung von den anderen Vaults unterscheidet:
- 130 % Immobilienbesicherung:
Jeder Kredit soll durch Immobilien abgesichert sein, deren Wert deutlich über dem Kreditvolumen liegt. - Klare rechtliche Trennung:
Die Secure+‑Assets sollen laut Modena vollständig vom operativen Geschäft von Modena Capital abgegrenzt sein. - Unabhängiger Security Agent:
Im Worst Case soll ein externer Sicherheitstreuhänder die Kontrolle übernehmen und die Immobilien verwerten, um Investoren zurückzuzahlen. - Starkes juristisches Setup:
Laut Modena entwickelt mit einer führenden Kanzlei, um die Investorenposition auch in Krisenszenarien abzusichern.
Secure+ verzichtet bewusst auf maximale Rendite zugunsten eines möglichst stabilen und planbaren Risiko‑Profils. Wer der Security Agent ist, welche Kanzlei beteiligt ist und zu welchen Konditionen Secure+ startet, hat Modena bisher nicht veröffentlicht.
Das automatische Auszahlen der Zinsen bei Modena
Die Option, sich die angesammelten Erträge automatisch monatlich auf sein Konto auszahlen zu lassen, war lange ein Alleinstellungsmerkmal von Modena. Seit Januar 2026 bietet auch Monefit mit dem Passive Income Mode etwas Ähnliches an.
Bei Modena wählst du einen Prozentsatz: Dieser Anteil der im Vormonat gezahlten Erträge geht am ersten Bankarbeitstag des Monats auf dein Girokonto, der Rest wird reinvestiert. Und das Ganze einfach, variabel (prozentual) und ohne weitere Kosten für dich.

Die Modena Gebühren
Für Investoren fallen grundsätzlich keine Gebühren an, weder für die Kontoführung noch für Ein- und Auszahlungen oder den regulären Cash-out (30 Tage im Dynamic Vault). Beim „Instant Payout“ weist Modena keine Gebühr aus, du verzichtest aber auf die aufgelaufenen, noch nicht ausgezahlten Erträge. Bei rund 8,5 % p. a. und bis zu einem Monat aufgelaufenem Ertrag sind das bis zu etwa 0,7 % des Betrags.
Das Steuer-Thema bei Modena
Modena behält keine Quellensteuer auf die Zinserträge ein (0 %), du musst dich also selbst darum kümmern, die Zinsen in Deutschland zu versteuern. Eine schriftliche Bestätigung der Plattform zur Quellensteuer gibt es allerdings nicht.
Die Unterlagen fürs Finanzamt findest du unter Financial Statements. Neben dem Income Statement gibt es dort inzwischen einen eigenen Tax report: Du wählst das Steuerjahr und exportierst es als PDF oder Excel.
Das Modena Kreditportfolio – In was investierst du eigentlich?
Schauen wir uns an, welche Kredite Modena anbietet und was diese auszeichnet.
Modena bietet dir ja nicht die Option, direkt in einzelne Endkundenkredite zu investieren.
Stattdessen investierst du eben in ihren großen Kreditpool und viele Kredite. Das kannst du dir auch selbst anschauen, wenn du in deine Vault schaust. Allerdings ist es umso wichtiger, zu verstehen, wer hinter Modena arbeitet und ob sie profitabel wirtschaften.

In dem Pool könntest du die verschiedensten Kredittypen die Modena ihren Kreditnehmern anbietet, finden.
- Kreditlinien („Modena Flex“, eine virtuelle Kreditkarte bis 5.000 €)
- klassische Konsumkredite (Kleinkredite bis 15.000 €)
- Refinanzierungsdarlehen
- BNPL und Ratenkauf (Factoring: Modena kauft die Forderung vom Händler)
- Geschäftskredite (KMU-Kredite bis 50.000 €, seit 2025 auch Hypothekenkredite für Geschäftskunden)
Interessanterweise verdienen wir keine Zinsen über die Zeit sondern kaufen die Forderung mit einem Abschlag und erhalten am Ende der Laufzeit bzw. bei jeder Tilgung anteilig, dann eben idealerweise den vollen ausstehenden Betrag. Oder eben der Kredit wird von Modena nach einer Frist komplett zurückgekauft.
Die Kreditzinsen, die Modena den Kreditnehmern berechnet, liegen laut Jahresabschluss 2025 bei 8,9 bis 38,5 % p.a. (CEO Oliver Matt nannte risikobasiert 12 bis 38 %). Dazu kommen Händlergebühren im BNPL-Geschäft. Davon werden die operativen Kosten abgezogen und der Rest als Rendite an die Investoren weitergegeben. Bei den Laufzeiten gibt es zwei Kategorien: BNPL-Verträge laufen bis zu 90 Tage, Kreditverträge zwischen 6 und 60 Monaten, nur in seltenen Fällen (1 bis 2 % des Portfolios) darüber hinaus.
Tatsächlich ist das jedoch nicht ganz ersichtlich, in was genau und in wen du investierst. Du siehst zwar den Kredittyp, bei mir CREDIT und FACTORING (daneben kennt das Portal noch MANUAL und DEBT_COLLECTION), auch eine Vertragsnummer, sowie Kreditnehmer Kürzel und Kreditsumme – mehr Details gibt es dann allerdings nicht.
Da zeigen andere Plattformen wie Finbee dir deutlich mehr.

Ob das für dich wichtig ist, sei ohnehin dahingestellt, schließlich kauft Modena laut Plattform Forderungen nach 35 bis 90 Tagen Verzug zurück, je nach Kredittyp. Eine Garantie ist dieser Rückkauf allerdings nicht (siehe oben).
Das bedeutet, der einzelne Kredit spielt für dich eine geringere Rolle, entscheidend ist das Unternehmen an sich: Wie wirtschaftet Modena?

Die Modena Estonia OÜ, die für die Konsumentenkredite zuständig und zugleich Betreiberin der Plattform ist, veröffentlicht ihre Jahresabschlüsse, die du alle online einsehen kannst. Nach Verlusten in den Aufbaujahren war sie 2024 zum ersten Mal profitabel (253.097 € nach rückwirkender Anpassung im Abschluss 2025, ursprünglich 368.085 €) und 2025 erneut (231.943 €), jeweils mit uneingeschränktem Prüfungsvermerk.
Auch die Schwester Modena Payments veröffentlicht ihre Geschäftsberichte, vergibt aber keine Kredite: Sie ist ein Zahlungsinstitut für Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienste und lag 2025 mit −3.410 € knapp im Minus.
Das Renditeniveau liegt laut Plattform bei bis zu 8,5 % im Dynamic Vault und 9,5 bis 11 % im Growth Vault, der Durchschnitt aller Vaults lag zuletzt bei 9,22 %.
Wobei zumindest im ersten Jahr durch Neukundenbonus und Cashback das noch ein guter Schluck mehr sein sollte.
Welche Vor- und Nachteile hat Modena?
Die Pro & Cons von Modena auf einen Blick
Vorteile von Modena
- Geprüfte Jahresabschlüsse (2023 bis 2025 uneingeschränkt testiert)
- Automatische Zinsauszahlung mit frei wählbarem Anteil
- Rendite laut Plattform von 8,5 bis 11 % bei relativ hoher Liquidität
- Profitabler Kreditgeber (2024 und 2025)
- echtes passives Investment
- Tagesaktuelle Statistik mit Rückkauf- und Ausfallquoten
- Bester Wert in meinem BaFin-Check (81 von 100 Punkten)
Nachteile von Modena
- Junge Plattform (Start November 2024) mit kurzem Track Record
- Kreditpool ist nur wenig transparent, Anlegervertrag nur im Login
- Fokus stark auf Estland (Länderrisiko)
- Nur der Kreditgeber ist reguliert, keine Einlagensicherung
- Klumpenrisiko: Plattform, Kreditgeber und Servicer sind dieselbe Gesellschaft
- Rückkauf ohne Garantie
- Wie jede Investition sind auch P2P-Investitionen riskant
Die Modena Risiko FAQ
Trotz hoher Liquidität und attraktiver Zinsen solltest du die Risiken bei Modena im Blick behalten. Die wichtigsten P2P-Plattform-Risiken zu Modena habe ich dir vorab als kurze FAQ zusammengefasst, bevor es zu meinen Modena Erfahrungen und Fazit geht.
Wie verdient Modena Geld?
Modena erzielt seine Umsätze in erster Linie über Entgelte, die Kreditnehmern und Händlern berechnet werden. Dazu gehören die Zinsen auf die vergebenen Kredite (laut Jahresabschluss 2025 zwischen 8,9 und 38,5 % p. a.), Gebühren der Händler im BNPL-Geschäft (zum Beispiel 2,9 % plus 0,20 € je Kauf beim Ratenmodell „Maksa 3 osas“, bei dem der Kunde selbst 0 % zahlt) sowie Verzugsentgelte. An uns Anleger verkauft Modena die Forderungen mit Abschlag und behält die Spanne zwischen den Zinsen der Kreditnehmer und der Rendite der Investoren.
Arbeitet Modena profitabel?
Ja, der Kreditgeber und Plattformbetreiber Modena Estonia OÜ arbeitet profitabel: 2024 mit 253.097 € Gewinn (im Abschluss 2025 rückwirkend angepasst, ursprünglich 368.085 €) und 2025 mit 231.943 €, jeweils mit uneingeschränktem Prüfungsvermerk. Davor gab es mehrere Verlustjahre. Die Schwester Modena Payments vergibt keine Kredite, sondern ist ein Zahlungsinstitut für Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienste. Sie lag 2023 und 2024 knapp im Plus und 2025 mit −3.410 € knapp im Minus. Alle Abschlüsse sind im estnischen Handelsregister online einsehbar.
Ist Modena seriös?
Davon gehe ich aus. Die Kreditvergabe bei Modena ist reguliert und wird staatlich überwacht: Modena Estonia hält seit 2021 die Kreditgeberlizenz 4.1-1/100 der estnischen Finanzaufsicht, die Jahresabschlüsse 2023 bis 2025 sind uneingeschränkt testiert und im BaFin-Check liegt Modena mit 81 von 100 Punkten vorn. Die Anlegerplattform selbst ist allerdings nicht lizenziert, und den Anlegervertrag gibt es nur im Login. Ob die Firma erfolgreich wirtschaftet und wir mit ihnen auch in Zukunft Geld verdienen können, ist damit natürlich nicht garantiert.
Gibt es bei Modena Kredit-Ausfälle?
Ja, auf Ebene der Kreditnehmer gibt es Ausfälle: Modena selbst nennt für Kreditverträge eine Ausfallrate über die Laufzeit von bis zu 9 % bei rund 75 % Rückgewinnung, für BNPL rund 0,7 %. Für uns Anleger kauft Modena laut Plattform Forderungen nach 35 bis 90 Tagen Verzug zurück, die Rückkaufquote der letzten 12 Monate lag bei 1,78 %. Das funktioniert so lange, wie Modena das Portfolio insgesamt erfolgreich bewirtschaftet und zahlen kann. Eine Garantie ist der Rückkauf nicht, und das Portal weist je Vault auch eine Zeile „Loss from defaults“ aus. Das Kreditrisiko verlagert sich also weitgehend auf Modena selbst.
Welche Auswirkung hätte eine Insolvenz von Modena?
Laut Modena CEO Oliver Matt erwerben Investoren die Forderungen (Debt Claims) der zugrundeliegenden Kredite. Nach dem Verkauf gehören diese Forderungen nicht mehr Modena. Im Insolvenzfall könnte ein Insolvenzverwalter diese Forderungen daher nicht zur Bedienung anderer Schulden heranziehen – die Kreditforderungen und die daraus entstehenden Zahlungsströme bleiben Eigentum der Investoren. Rückkäufe würden allerdings eingestellt.
Dazu kommen drei Punkte: Noch nicht investiertes Guthaben im Vault steht in Modenas Bilanz als Verbindlichkeit (Ende 2025 rund 338.000 €) und wäre im Insolvenzfall eine ungesicherte Forderung. Die Kundenforderungen von Modena sind laut Jahresabschluss 2025 als Sicherheit für Darlehen eines Kreditgebers verpfändet, ob an Anleger verkaufte Anteile davon betroffen sind, ist offen. Und einen Backup-Servicer, der die Kredite im Ernstfall weiter einzieht, hat Modena nicht benannt.
Dennoch bleibt ein Konkurs von Modena ein massives Risiko: Ob und wie schnell ein Insolvenzverwalter die Auszahlung an Investoren tatsächlich organisiert, ist offen. Wer hier investiert, sollte nur Geld einsetzen, dessen kompletter Ausfall im Zweifel finanziell und nervlich zu verkraften ist. Eine Einlagensicherung gibt es nicht, das Verfahren kann langwierig werden.
Was passiert bei einem Bank-Run auf Modena?
CEO Oliver Matt räumt offen ein, dass ein gleichzeitiger Massenabzug aller Investoren auch für Modena problematisch wäre. Zur Absicherung hält Modena laut CEO alternative Finanzierungsquellen bereit: aktive Kreditlinien, Shareholder-Darlehen sowie rund 1 Million Euro Eigenkapitalreserven. Laut Jahresabschluss lagen Ende 2025 das Eigenkapital bei 1,08 Mio. €, die Kasse bei rund 120.000 € und die Gesellschafterdarlehen bei 112.000 €, dem stehen rund 8,3 Mio. € ausstehendes Anlegergeld gegenüber (September 2026). Bis 2025 wurde Modena ausschließlich über persönliche und Unternehmenskredite finanziert, sodass eine Investorenbasis existiert, die nicht an die modena.capital-Plattform gebunden ist. Zudem soll die Growth Vault mit 12-Monats-Bindung für planbarere Cashflows sorgen. Trotzdem: Eine vertragliche Garantie auf sofortige Auszahlung in Krisenzeiten gibt es nicht – und darf es als Nicht-Bank auch nicht geben.
Gibt es eine Einlagensicherung bei Modena?
Nein, es gibt keine Einlagensicherung. Dein Geld ist in einem Zinsprodukt mit hohem Risiko angelegt. Modena ist keine Bank und es greifen keine Sicherheitsfonds im Falle einer Schieflage des Unternehmens. Im Portal steht ausdrücklich, dass die eingezahlten Gelder keine Einlagen sind und nicht unter das estnische Einlagensicherungsgesetz fallen. Es gibt auch keine Gruppengarantie.
Ein Investment in P2P-Kredite unterliegt immer einem hohen Risiko.
Modena im BaFin-Check: die sechs Fragen und Modenas Antworten
Nach dem Vorgehen der BaFin gegen Ventus Energy galt es, fünf dringende Fragen zu klären: das Einlagengeschäft nach § 1 KWG, die rechtliche Absicherung, die Trennung der Gelder, die Abhängigkeit von Banken und die Konsequenzen aus dem Fall Ventus. Dazu kommt eine sechste Frage nach einer Botschaft an die Anleger. Modena hat über Oliver Matt auf alle sechs Fragen geantwortet. Die folgenden Antworten sind Eigenaussagen der Plattform, von mir nicht unabhängig geprüft. Meine Einordnung ist KI-gestützt und weder eine rechtliche noch eine gerichtsfeste Bewertung.
Meine Einordnung: 81 von 100 Punkten für Modena
Für mich ist Modena hier die am besten belegte Antwort im Feld. Der Kern liegt bei § 1 KWG: Mein Geld fließt nicht als unbedingt rückzahlbares Darlehen an die Plattform, sondern kauft Forderungen, und der Buyback ist ausdrücklich Kulanz, keine Garantie, was der Konstruktion, an der Ventus gescheitert ist, den Hebel nimmt. Rechtlich stützt Modena das nicht nur mit einem „wir prüfen laufend“, sondern mit einem benannten Rechtsmemorandum der Kanzlei Widen und einem Regulator, der zweimal draufgeschaut hat, und beim Fahrplan kommt zur bestehenden estnischen Lizenz ein terminierter MiFID-Antrag (Ende Sommer). Stand Ende September 2026 ist im Register der estnischen Finanzaufsicht allerdings noch keine Modena-Gesellschaft als Wertpapierfirma eingetragen.
Der offen benannte Bank-Worst-Case und die klare Abgrenzung zu Ventus runden das Bild ab. Bei der Geldtrennung habe ich genauer hingeschaut: Modena Payments hat nur eine Lizenz für Zahlungsauslöse- und Kontoinformationsdienste und führt keine Kundengeldkonten, und das noch nicht investierte Anlegergeld (Ende 2025 rund 338.000 €) steht als Verbindlichkeit in der Bilanz von Modena Estonia. Getrennt sind damit laut Modena und laut Bilanz die gekauften Forderungen, nicht aber das Guthaben, das noch auf seine Investition wartet. Der Gesamt-Score von 81 von 100 Punkten ist der höchste im Feld, ich behalte aber im Kopf, dass Aufsicht und Gutachten estnisch sind, das deutsche § 1 KWG nicht eins zu eins abdecken, die MiFID-Lizenz bislang ein angekündigter Antrag ist und all das auf Modenas eigener Darstellung beruht.
Wie Modena im Vergleich zu allen anderen abschneidet und wie sich der Regulierungs-Score berechnet, steht in der Gesamtauswertung: Der große BaFin-Check im Überblick.
Ist Modena eine Bondora oder Monefit SmartSaver Alternative?
Modena, Monefit SmartSaver (inklusive Vaults) und Bondora Go & Grow spielen alle in der gleichen Liga: einfache, halbwegs „passive“ Produkte, die sich an Anleger richten, die keine Lust auf manuelle Kredit-Auswahl haben, aber trotzdem deutlich mehr als Tagesgeld wollen. Bei allen dreien ist nur der Kreditgeber beaufsichtigt, nicht das Anlegerprodukt. Schaut man sich die Details an, werden die Unterschiede aber klarer.
Modena bietet mit „bis zu 11 % p.a.“ im Growth Vault nominell die höchste Rendite im Vergleichsfeld (Dynamic Vault bis 8,5 %) und kann dir die Erträge monatlich direkt aufs Girokonto auszahlen.
Das war lange ein wichtiger Unterschied zu anderen Lösungen, bei denen die Zinsen nur im Produkt selbst gutgeschrieben werden, seit Januar 2026 bietet Monefit mit dem Passive Income Mode etwas Ähnliches. Die Verfügbarkeit ist mit 30 Tagen (laut CEO maximal 31) ordentlich flexibel, aber eben nicht „täglich“, sofern man nicht auf aufgelaufene Erträge verzichten mag und den Instant-Cash-out nutzt.
Klassische Einlagensicherung gibt es – wie bei allen P2P-nahen Produkten in diesem Vergleich – nicht. Die Mindestanlage liegt bei 50 Euro, nach oben begrenzt das Portal den Dynamic Vault auf 20.000 € und den Growth Vault vorübergehend auf 5.000 €. Der große Nachteil: Modena ist neu. Die Plattform ist erst seit November 2024 am Markt, der Track Record ist also sehr kurz und damit aus Risiko-Sicht schwerer einzuschätzen.
Monefit SmartSaver ist das eher „konservative“ Zwischenstück. Mit 7,5 % p.a. liegt die Rendite unter Modena und unter den SmartSaver Vaults, dafür gibt es tägliche Zinsgutschrift. Bis 1.000 € im Monat sind sofort verfügbar, darüber dauert es bis zu 10 Werktage. Für Anleger, die auf eine Art P2P-„Tagesgeld“ mit P2P-Risiko setzen, ist das relativ attraktiv. Mindestanlage: 10 Euro. Maximal können 500.000 Euro investiert werden, was für Privatanleger praktisch kein echtes Limit darstellt. Produktstart war November 2022, damit gibt es zumindest ein paar Jahre Historie, aber eben noch keine komplette Zinszyklus-Historie über viele Jahre.
Die Monefit SmartSaver Vaults sind wiederum die „Rendite-stärkere“ Variante im Monefit-Universum: 9,42–10,52 % p.a., also nicht weit weg vom Modena Growth Vault. Dafür gibt es eine feste Laufzeit, also keine echte Flexibilität: Wer sich hier bindet, verzichtet auf tägliche Verfügbarkeit. Die Zinsen fallen nach Ablauf der jeweiligen Laufzeit an. Die Mindestanlage ist etwas höher (100 Euro), das Maximalvolumen pro Anleger liegt ebenfalls bei 500.000 Euro. Auch hier fehlt jede klassische Einlagensicherung.
Bondora Go & Grow ist dagegen der alte Hase im Feld. Rendite: klar am niedrigsten mit bis zu 6 % p.a., dafür aber extrem einfach aufgebaut und täglich verfügbar: Auszahlungen gehen sofort gegen 1 € Gebühr, in der Stressphase 2020 gab es allerdings nur Teilauszahlungen. Die Zinsen werden täglich gutgeschrieben, die Mindestanlage liegt bei nur 1 Euro, ein Maximalbetrag existiert nicht. Der vielleicht wichtigste Punkt: Go & Grow hat seit 2018 einen Track Record und ist damit deutlich länger am Markt als die drei anderen Varianten. Bondora an sich sowieso, seit April 2026 läuft Go & Grow allerdings über die ausgegliederte Go&Grow OÜ.
Aus Sicht vieler Anleger wiegt dieser längere Erfahrungswert einen Teil des Renditenachteils auf.
Unterm Strich bleibt: Bondora Go & Grow ist weiterhin das rundeste „One-Click“-Produkt, wenn man das Gesamtpaket aus Einfachheit, Historie, täglicher Liquidität und Handhabung betrachtet – auch wenn die Rendite mit bis zu 6 % p.a. klar hinter Modena und den Monefit SmartSaver -Produkten zurückbleibt. Wer stärker auf Rendite und etwas mehr Komplexität bzw. Bindung setzt, kann mit Modena und den Monefit SmartSaver Vaults deutlich höher kommen, zahlt dafür aber mit weniger Flexibilität und kürzerer Produkt-Historie.
Am Ende entscheidest du als Anleger wie immer selbst, welche Kriterien schwerer wiegen: maximale Einfachheit, lange Historie und tägliche Verfügbarkeit (Bondora), höhere Rendite bei moderater Verzögerung der Verfügbarkeit (Modena Dynamic Vault und Monefit SmartSaver) oder maximale Rendite mit fester Laufzeitbindung (Modena Growth Vault und SmartSaver Vaults).
Meine Modena Erfahrungen und mein Modena Fazit
Bei Modena bin ich nicht gleich zum Start eingestiegen, sondern erst Ende September 2025, gut, das war immer noch recht früh..
Eigentlich ist das Zinsniveau von um die 10% ja nicht mein Beuteschema, wobei sich das Zinsszenario generell geändert hat und 10% wieder attraktiver werden als noch im letzten Jahr.
Darüber hinaus fand ich die Geschichte mit den automatischen Zinsauszahlungen spannend und wollte mir das anschauen.
Und das hat prima geklappt. Die Zinsen kamen am Monatsanfang auf mein Konto und ich musste mich um nichts mehr kümmern. Nach einer Pause habe ich die automatische Auszahlung Ende August 2026 wieder eingeschaltet, im September kamen die ersten 15 Euro, ab Oktober wird es mehr.
Wer meinen Beitrag zu dem Thema Liquidität mit P2P Krediten kennt, weiß, dass ich durchaus auch eine P2P Plattform mit hoher Liquidität zu schätzen weiß. Und die ist dort gegeben.
In einem Test Ende November 2025 konnte ich innerhalb von 24 Stunden einen Betrag mir auszahlen lassen und musste nicht warten. Gut, das waren jetzt nur 400 Euro von der 6000 Euro dynamischen Vault. Aber mit der Instant-Payout-Option könnte man dies ja noch mal durchaus beschleunigen, finde ich gut.
Dazu kam noch das durchaus attraktive Neukundenangebot, damals mit 1% Cashback auf die ersten 90 Tage und 25 Euro fix nach 90 Tagen (heute gilt das Cashback sogar für 120 Tage). Damit war schnell klar: So komme ich dann wohl auch auf mindestens 10% im ersten Jahr und kann mir die Plattform in Ruhe anschauen, ob sie tatsächlich eine Liquiditätsalternative zu Bondora oder Monefit für mich ist.
Und dank des Cashbacks hat die Plattform im ersten Jahr schon mal richtig gut performt.
Modena Erfahrungen – mein Account
So habe ich gleich anfangs deutlich spürbar bei Modena investiert und nach zwei Aufstockungen im Sommer 2026 liegen dort jetzt rund 14.200 Euro. Rund 10.000 Euro davon liegen in der dynamischen Vault, der Rest verteilt sich auf aktuell zehn 12-Monats-Vaults (Growth).

Die Dynamische dient als Liquiditätspuffer und die 12 Monats Vaults durften zunächst mal drei Monate arbeiten, um zu sehen, inwieweit sich die Rendite von der Dynamischen unterscheidet.
Der Unterschied ist deutlich spürbar, daher habe ich mich entschieden, eine Zinstreppe aufzubauen. Also monatlich einige hundert Euro in eine feste Vault zu schieben und dies dann rollierend fortzuführen.
Diese Zinstreppe habe ich gerade pausiert, vielleicht starte ich sie mit dem nächsten Monat wieder. Auf der Basis will ich mal ein Jahr Zinsen einfahren, bevor ich entscheide, wie es mit der Zinstreppe dann dauerhaft weitergeht.
Meine Modena Rendite 2026
In meinem Portfolio ist Modena ja seit Ende September 2025 präsent, seit Oktober 2025 mit einem fünfstelligen Betrag, und liefert seitdem zuverlässig Zinsen ab.
Rund 890 Euro sind seitdem bereits (inklusive Cashback) zusammengekommen.
| Jahr | Zinsen | Rendite (XIRR p. a.) |
|---|---|---|
| 2025 | 340 € | 23,0 % (nur Oktober bis Dezember inkl. Cashback, hochgerechnet) |
| 2026 | 550 € | 7,5 % (bis 30.09.2026) |
| gesamt | 890 € | 10,2 % |
So habe ich eine Gesamtrendite von 10,2 % (IZF/XIRR), die tendenziell natürlich weiter fallen wird, da die Cashbackphase jetzt schon länger bei mir vorbei ist: 2026 liege ich bisher bei 7,5 % p. a. Die Plattform nennt bis zu 8,5 % für den Dynamic Vault und bis zu 11 % für den Growth Vault.
Mein Ziel ist es, das Portfolio als Puffer für sich bietende Gelegenheiten zu nutzen. Alternativ ist es auch einer der Töpfe, die für eventuelle Steuernachzahlungen reserviert sind.
Liquidität kann man ja des Öfteren durchaus brauchen, und mit 30 Tagen Wartezeit (laut CEO maximal 31) komme ich gut zurecht, insbesondere wenn, wie meine Versuche es zeigten, die gar nicht voll ausgeschöpft werden.
Und wenn es mal richtig schnell gehen soll, gibt es ja noch die Option mit dem sofortigen Cashout.
Mein Zwischenfazit nach einem Jahr Modena: Die Plattform liefert zuverlässig, zahlt aus und hat in meinem BaFin-Check die am besten belegten Antworten gegeben. Die Risiken liegen woanders: ein einziger Kreditgeber in einem einzigen Land, ein Rückkauf ohne Garantie, ein Anlegervertrag nur im Login und rund 1,1 Mio. € Eigenkapital gegenüber gut 8 Mio. € Anlegergeld. Für mich bleibt Modena deshalb ein Liquiditätspuffer mit P2P-Risiko und kein Ersatz für echtes Tagesgeld. Ob es eher als Bondora Go & Grow Alternative oder als Gegenstück zum Monefit SmartSaver taugt, hängt davon ab, wie viel Bindung und wie viel Einzelkreditgeber-Risiko man tragen möchte.
Zuletzt aktualisiert am: 30. September 2026
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Hallo Thomas, hab mich ja über Deinen link bei Modena angemeldet.
Habe 1000.-€ in den Dynamic Volt investiert.
Nun wird mir ein „Sign up Bonus“ von 0,16€ angezeigt. 1% – ?
Und: Cashdrag scheint es auch auf Modena zu geben… nicht zu knapp.
„Active Investments: 273,63€“
„Uninvested amount in Vault: 726,55€“
Deckt sich das mit Deinen Erfahrungen? Wann wird das eingezahlte Geld komplett investiert?
Oder mißverstehe ich da was ?
Danke, freundliche Grüße Peter R.
Hallo Peter
Zunächst mal Danke das du meinen link genutzt hast.
Zu deinen Fragen. du wirst jetzt jeden Tag den.Bonus bekommen “ Berechnet auf Basis des durchschnittlichen Investitionsbetrags während der ersten 90 Tage. Der Cashback wird schrittweise über den gesamten Zeitraum ausgezahlt.“
Auf den cashdrag habe ich tatsächlich nicht geachtet – nur auf die Zinsen und die Rendite die war bisher auch gut. ich hab mal in meine dynamische vault gerade geschaut da liegen auch über 10% uninvestiert, mal sehen wie sich die Rendite langfristig entwickelt, bisher noch keine Auswirkung.
Ich schau ja regelmäßig rein und erfasse die Zinsen, wenn Modena da weiter abliefert ist alles gut wenn nicht muss ich halt weiter ziehen, jetzt auch noch Cashdrag zu notieren, mach ich nicht.
Viele Grüße
Thomas
Danke für die schnelle und ausführliche Antwort. Gut, das mit dem Cashback-Bonus ist mir dann nun klar.
10% uninvestiert scheint mir ok. Das wird sich dann wohl bei mir nach einiger Zeit auch einpendeln.
Ansonsten: Modena erscheint mir als eine sympathische , interessante und spannende Plattform.
Vielen lieben Dank für den ausführlichen Erfahrungsbericht!
Freundliche Grüße
Peter
Hallo Thomas,
Danke für Deinen Beitrag.
Was ich mich frage, der P2P Markt ist so umkämpf, wie schafft es da eine so junge Platform solche doch sehr guten Angebote zu machen? Liegt es an der Fintech Group?
Ich habe sie jedenfalls auf dem Zettel und wenn, dann über Deine.n Link. Muss ja nicht alles an Lars gehen 😉
Grüße
Frank
Hallo Frank,
Danke für dein Kommentar. Ist vermutlich wie bei den meisten Plattformen so dass sie gerade zum Start das attraktive Angebot für uns anbieten, und sobald sie bekannter und etablierter sind wird es dann nach und nach weniger (siehe Peerberry oder Robocash). Daher schaue ich ja mittlerweile, dass ich bei neuen Plattformen früh einsteige lohnt sich oft.
Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
wird bei einer „klassischen“ Auszahlung (nicht instant-payout) mit einer Wartedauer von bis zu 31 Tagen das gekündigte Kapital weiter verzinst, oder stoppt die Verzinsung ab dem Tag der Auszahlungsbeauftragung.
Vielen Dank im Voraus.
Viele Grüße
Steffen
Das kann ich dir gar nicht genau sagen, Soweit ich das Prinzip verstanden habe ist ohnehin immer ein Teil deines Geldes in der dynamischen vault nicht investiert, was dann so schnell wie möglich abgeschöpft wird. Bisher hat es bei mir immer so gepasst, dass am nächsten Tag mein gewünschter Betrag (kleiner 10% des vault inhalts) da war.
Würde davon ausgehen, sobald was verfügbar ist, wird es dir gutgeschrieben und dann logischerweise auch nicht mehr verzinst.