P2P Cafe [#15] Mai 2020 – Mit Thorsten P2P Investor und Softwareentwickler geht das gut?

P2P Cafe 15 mit Thorsten

In  der Folge 15 des P2P Cafés unterhalten wir uns mit Thorsten aus Berlin über sein Vertrauen in P2P, das böse Rendite Rating, Aktien, Optionshandel, Crowdfunding, irreführende XIRR Berechnungsgrundlagen, seine selbst entwickelte Software und vieles mehr. Natürlich auch aktuelle News und zu guter Letzt gibt es sogar noch ein paar User Fragen aus dem Livestream zu besprechen.

Dies war nämlich unserer experimentellen Folge bei der wir das Cafe live gestreamt haben und die ersten User aus der Telegram & FB Gruppe mit dabei sein konnten!
Leider habe ich nicht aufgepasst und Thorstens Tonspur unsauber aufgenommen verzeiht meinen Fauxpas und ignoriert das Knistern und Knacken, es wird gegen Ende, ein wenig besser….

Shownotes

Die P2P News von Thomas

Bei Mintos haben sich die Nachrichten gehäuft , was Anbahner die Schwierigkeiten haben angeht – man kam fast nicht mehr hinterher und musste sich anstrengen nicht den Überblick zu verlieren. Immerhin informiert Mintos sehr schnell und ist transparent was passiert. Trotzdem nicht schön mitzubekommen, dass doch einige Investitionen dadurch gefährdet sind. Noch rechne ich mit einem positiven Ergebnis

Dann gab es noch die erste Ergebnispräsentation der großen P2P Umfrage von 2019/20 aus der ich auch die Schätzfragen gezogen habe die sich um die durchschnittliche Maximalanlage auf einer P2P Plattform mit und ohne Fremdkapitaleinsatz gedreht haben.

Und wie fast immer darf ein Seitenhieb auf unseren Liebling Fast Invest nicht fehlen – der zuletzt mit einer abhebe Gebühr glänzte…

Die P2P News von Lars

Lars hat mehr Zeit als sonst und sich mit Einzel Investments auseinandergesetzt und sich wohl von der Luis Pazos P2P Cafe Folge inspirieren gelassen und in einen CEF den BBN BlackRock Taxable Municipal Bond der monatlich ausschütte investiert (den habe ich mir auch ins Depot gelegt günstig (2$ mein ich) handelbar bei Captrader).
Ansonsten hat er sich den Grupeer Fall zur Brust genommen und alles bekannte in einem Artikel verarbeitet – schauen wir mal, ob wir in zwei Jahren unser Geld wieder bekommen :/

Unser Gast Thorsten aus Berlin

Seine Software sein Baby

Thorstens Software XIRR Berechnung Bondora

Anschließend stellt uns Thorsten sein Meisterwerk vor eine selbst entwickelte Software (weit mehr als ein Tool) mit der er all seine Finanzgeschäfte und Entscheidungen regelt. Nicht nur die P2P Plattformen hat er angebunden, sondern auch all seine Bankkonten, Depots, Wertpapiere. Kreditkarten und auch so Spezialitäten  wie Paypal.
Und für den Researchteil sammelt Thorsten auch diverse Signale und Indikatoren aus  den weiten des Internets ein um mit seinem Tool auch Kaufentscheidungen fällen zu können (Also ähnlich wie es z.B. auch der Dividendenalarm (dieser link gibt extra Gratismonate) bietet).
Ein netter Nebeneffekt ist das er mit seiner Software auch gleich noch die Verfügbarkeit der einzelnen Plattformen überwacht und auch die Statistik Werkzeuge, die er eingebaut hat müssen, sich nicht vor meinem Tooling verstecken und sind dem auch durchaus an der ein oder anderen Stelle überlegen!

Thorstens Software Kreditverzug >60 Tage

Spannend auch wie Thorsten sich die Bondora Kredite rauspickt und nach welchen Kriterien er vorgeht und natürlich nebenbei auch den ganzen Zweitmarkthandel komplett automatisiert hat.
Sein Tool verrät auch nebenbei  die Änderungen, die uns Corona beschert haben, schön als Grafiken und gruselig bei Bondster zu sehen aber faktisch auch bei vielen anderen Plattformen. Aber zeigt wohl auch das z.B. bei Peerberry die Renditen hochgingen einen der überraschenden unaufgeregten Gewinner der Corona P2P Krise – bis jetzt!

Viel P2P Themen und  Immobilienplattformen gesucht – aber auch Optionen!

Thorstens Software Kreditverzug >60 Tage Bondster

Aber natürlich reden wir auch darüber wieso Thorsten in P2P Krediten überhaupt anlegt, erfahren das Lars ganz gegen seine Grundsätze aktuell aktiv in P2P Kredite auch auf dem Zweitmarkt investiert und bekommen mit wo die beiden auch aufstocken!

Abseits von P2P berichtet uns Thorsten von seiner jüngsten Entdeckung dem Optionshandel der nichts mit den gemeinhin, als Zockerpapieren verschrienen Optionsscheinen zu tun hat. Seine ersten Schritte hat er nach der Lektüre von Jens Raabes Buch “Optionsstrategien für die Praxis: So sichern Sie sich an der Börse ein regelmäßiges Einkommen” gemacht und ich muss zugeben seine ersten Erfolge machen neugierig 😉

Aber wir wollen ja nicht zu sehr abschweifen und Thorsten hätte auch gerne ein paar Ideen wie er sein P2P Immobilienassetklasse weiter ausbauen kann. Mit Estateguru ist er zufrieden und investiert weiter, aber er hätte gerne noch weitere Ideen. Mit Bulkestate wird er nicht richtig warm und die Bestandsprojekte von Exporo schütten ihm zu wenig aus. Und bei Bergfürst gibt es ja auch gerade kein Grund zur Freude was bleibt dann noch. Livestream Hörer haben Dagobert Invest aus Österreich empfohlen und Lars natürlich Evoestate hier verweisen wir auf die letzte Cafe Folge mit Karsten und was bei Evoestate zu bedenken ist hört die euch ruhig an die ist, durchaus noch aktuell.

Crowdinvesting und P2P Plattfrom funding

Estateguru Funding bei Seedrs

Und wir referenzieren noch weitere Folgen neben der Karsten und Luis auch, die mit Simon der massiv in Crowdinvesting investiert hat auch da könnt ihr reinhören. Schließlich sammelt gerade Estateguru auf Seedrs Geld ein und ich bin dabei. Lars nicht er will sich da nicht verzetteln ist nicht dabei dafür bei crowdcube andererseits nicht bei seedmatch – wer soll da noch durchblicken.
Apropos nicht dabei – Ich bedaure es sehr das Lars sich nicht dazu durchringen konnte die 5000 € bei Crowdestor einzusetzen und dort auch als Aktionär einzusteigen. Ich hätte sehr gerne sein Motivationsschreiben gelesen…  Immerhin kündigt Crowdestor an die ersten Zinsen und Kredite wieder in den Regelbetrieb zu überführen und neue Projekte gibt es auch regelmäßig. Wir sind gespannt wie das weiter geht – Miteigentümer werden wir aber alle drei nicht.

Finanzamt und die Steuer

Ach und die Themen Finanzamt hatten wir auch noch, nicht nur im Kontext wieso Thorsten kein Blogger mehr ist, sondern auch was er von alternativer Besteuerung hält! Das Thema wird ja aktuell wieder vermehrt diskutiert gerade, wenn man sich ´die klassischen scams anschaut wie Kuetzal & Envestio aber auch das was bei Grupeer passiert!

Böse Blogger und ihre Fallen

Auch das Thema Rendite Ranking, das die unbedarften Blog Leser in die “Affiliate Renditeerwartung Falle” lockt  (vor allem ein aktiver Zweitmarkthandel vor allem bei Bondora sorgt für extreme Renditeverschiebungen) und mich zu unflätigen Gossen ausdrücken verleitet (Liveuser hatten keinen Piep 😉 ) ist Thema und ich erkläre den beiden wieso ich meine XIRR Werte auf Jahresbasis berechne und nicht auf Lebenszeit des Investments und meiner Meinung nach beide ihre Berechtigung haben.

Userfragen

Und dank des Livestreams gabs auch prompt User Fragen zwei greifen wir auf einmal ging es um die Viventor Anbahner zum anderen ein Vergleich von Weltsparen und Zinspilot.

Damit ist auch die gute Stunde schon vorüber und wir verabschieden uns zum nächsten P2P Cafe und Thorsten darf Stolz auf mich sein so viele böse Affiliate Links hab ich noch nie in einem Cafe untergebracht 😉
Auch beim nächsten Mal vermutlich wieder mit Livestream und hoffentlich besserer Audioqualität unseres Gastes.

Ansonsten wie immer freuen wir uns über euer Feedback und  gerne bei uns melden, wenn ihr auch unser Gast sein möchtet und nehmt bitte an der Mini Themen Umfrage teil. Und scheut euch nicht eure Fragen zu stellen.
Lust auf mehr – alle älteren P2P Cafe Folgen?

Die P2P 2019/20 Umfrage Auswertung 📊 (1v3) Teilnehmer, Investitionshöhe und Fremdkapital

Einführung

Gut 350 Teilnehmer hatten bei meiner “großen” P2P Umfrage 2019/20 Ende letzten Jahres mitgemacht das sind 150 mehr als im Jahr zuvor!

Deshalb noch einmal ein recht herzliches Dankeschön von mir an alle Teilnehmer – ihr seid großartig! Die scam Pleite Welle Anfang des Jahres und dann Corona hat meinen Zeitplan durcheinander gebracht und ich bin erst jetzt dazu gekommen mit dem Auswerten anzufangen also im Hinterkopf behalten das die jüngsten Ereignisse nicht “eingepreist” sind!

Auch dieses Jahr sind einige Punkte sehr klar und wenig spektakulär, doch an der ein oder anderen Stelle gabs dann wieder Überraschungen.

Altersverteilung

Schauen wir uns als aller erstes das Alter der Teilnehmer an. Weiterlesen

Cafe [#14] April 2020 – Der Immobilieninvestor Karsten im Krisenmodus

P2P Cafe 14 mit Karsten

P2P Cafe 14 mit Karsten

In  Folge 14 des P2P Cafés wollen wir mit Karsten aus Mainz herausfinden, ob unsere These, dass Immobilienkredite die “sichere” P2P Anlage Klasse im Kredituniversum in der aktuellen Corona Krisenzeit sind auch trägt. Karsten als Immobilienbesitzer, Anleger und dazu noch Mitarbeiter einer Großbank im Kreditgeschäft kann da sicher den ein oder anderen Denkanstoß dazu liefern.
Natürlich beleuchten wir in der Cafestunde auch die aktuellen P2P Themen wie die Grupeer Pleite und natürlich was Corona sonst mit den Märkten so macht.

Shownotes

Die P2P News von Thomas

Aber erst einmal zu den Neuigkeiten bei mir im Blog ist auch ein bisschen was passiert. Eine neue Podcastfolge: “P2P Deep Dive” in der wir die Schattenseiten von P2P Investments näher beleuchten, ist zu den zwei scam Plattformen Kuetzal und Envestio und den beiden neuen Kandidaten Monethera und Grupeer, live gegangen.

Crowdestor finanziert sich selbst

Dann gab es noch einen weiteren Podcast zusammen mit Lars in dem wir Mihkel Roosme dem “head of business development” bei Estateguru interviewen vor allem zu dem Thema wie sich Estateguru für die Coronakrise aufstellt.

Und ganz brandaktuell ist ja Crowdestor dabei sich Investoren für die Plattform selbst ins Boot zu holen und Lars wäre gerne dabei – mich schrecken die 1000€ Mindestanlage mit 50€ hätte ich bei einer 26% Renditeerwartung schon auch mitgemacht.

Spannend und gewagt zugleich in der aktuellen Krise.

Lars News aus der P2P Ecke

Mittlerweile ist es ja der Klassiker Corona als Vorwand so auch bei Grupeer das hat ihn viel Zeit gekostet und auch persönlich überrascht da muss echt einiges schiefgelaufen sein und immer noch schieflaufen – das bleibt spannend und wird leider für uns alle verlustreich sein.

Sein letzter Artikel handelte um das Thema nachhaltig investieren mit P2P da gibt es sogar Plattformen, die rein gemeinnützig unterwegs sind und sich statt einer Spende anbieten.

Der Immobilien Themenblock mit Karsten

Karsten ist nicht nur auf Immobilienplattformen unterwegs, sondern arbeitet auch noch im Kreditgewerbe und hat einige eigene Mietobjekte – für mich also ein Experte, auch wenn er das sicher weit von sich weisen würde.

Wir wollen erst einmal wissen in welche Plattformen er investiert ist und neben den beiden großen P2P Plattformen Mintos und Bondora natürlich überwiegend in Immobilienplattformen.

Im Baltikum hauptsächlich in Estateguru da investiert er auch rein auf Basis der nackten Zahlen. Ganz anders bei den deutschen Plattformen wie Bergfürst oder Exporo, dort hat er durchaus einiges mehr an Aufwand getrieben um zu entscheiden, ob ein Projekt für ihn infrage kommt oder eben nicht (Stichwort Eigenkapital – skin in the game).
Er verrät uns seine Strategie und gibt auch einen Einblick wie er dabei bislang vorgegangen ist und wie er weiter investiert.

Lars schwärmt uns dann noch von Evoestate vor die als Plattform Hub eine eigene Bewertung der Projekte vornehmen und zumindest Anfangs jetzt nicht mehr mit eigenem Geld in die Projekte investiert haben. Karsten zeigt die Schwachstellen des Konzeptes auf (Stichwort Interessenkonflikt) und ich bin weiterhin unschlüssig, ob ich mir sie jetzt doch anschauen soll immerhin gäbe es da auch einen Zweitmarkt für die Reinvest24 Projekte.

Apropos Reinvest24 Karsten findet die Bestandsprojekte dort von der Idee her gut, bislang kamen dort jedoch nicht die passenden für ihn,  bei Exporo dagegen wurde er schon fündig.

Wir streifen dann noch das Thema wieso physikalische Immobilien für Lars und mich nichts sind und das aus Karstens Perspektive Crowdinvestment Immobilienanlage selbst mit dem Aufwand, den er treibt, immer noch passives anlegen, im Gegensatz zur Bewirtschaftung einer echten Immobilie, darstellt. Dafür sind aber die Investments dann selbst anschließend halt auch nicht mehr so steuerbar wie bei einer eigenen Immobilie bei diesen kann man durchaus noch einmal nachjustieren (Mieterwahl etc.) ein crowdinvestment faktisch nur auf dem Zweitmarkt verkaufen!
Dazu gibts noch ein Einblick was den >=100% Immobilienfinanzierern nun blühen könnte!

Die Kreditanbahner Anleihen

Die Mogo Anleihe

Ich hatte das ja schon länger angemerkt statt Einzelkredite mit Buyback könnte man einfach auch die Anleihe der Anbahner kaufen,

Bei drei geht das auch problemlos und Karsten hat das getan. Zwar zu früh (aktuell gäbe es eine Rendite von >30% bei Mogo) aber mit bislang positivem Ergebnis.

Leider kann man die beiden Anleihen nicht für 1€ bei Traderepublic handeln bei der Comdirect werden für eine 1000 € Order 18,80 fällig durchaus für mutige eine Überlegung…

Anlegen in Zeiten von Corona

Dann gab es natürlich noch das Thema wie legt Karsten in der Krise jetzt grundsätzlich sein Geld an was macht er, wenn er P2P nicht mehr ganz so sehr vertraut? In Aktien oder ETFs, nicht nur das er ist auch noch ein Fond Investor und erklärt uns wieso. Und er hat recht auch bei der Comdirect würde ich bei einigen Fonds keinen Aufgabeaufschlag mehr bezahlen.

Termine und Finale

Also durchaus einige spannende Themen die wir durchgegangen sind.

Abschließend gibt es noch den Hinweis auf die Telegram Gruppe (Zugang zu der Chatgruppe gibt es  nur auf Anfrage bei Lars oder mir)  eine der wichtigen Infoquellen für Karsten und natürlich generell bleibt gesund ist doch “nur” Geld….

Ansonsten wie immer freuen wir uns über euer Feedback und  gerne bei uns melden, wenn ihr auch unser Gast sein möchtet und nehmt bitte an der Mini Themen Umfrage teil. Und scheut euch nicht eure Fragen zu stellen.
Lust auf mehr – ältere P2P Cafe Folgen?

 

Podcast P2P deep dive 2 – Grupeer fail / Monethera Abgesang garniert mit Corona P2P Panik

Im Rahmen dieses Podcasts möchte ich mit Dirk & Philipp einzelne Themen und vor allem die Schattenseiten eines P2P Investments deutlich mehr vertiefen als ich das sonst im P2P Cafe mit Lars tu.

Dirk und Philipp sind ja, wie wir aus der ersten Folge wissen beide von Kuetzal und Envestio betroffen und haben es sich schon letztes Jahr zur Aufgabe gemacht tiefer bei einigen Plattformen und Projekte zu bohren, um Ungereimtheiten aufzudecken. Auch bei Monethera und Grupeer sind beide investiert, ich übrigens auch. Monethera haben wir schon länger unter Beobachtung und waren jetzt nicht überrascht ganz im Gegensatz zu Grupeer die sich in den letzten Jahren eigentlich gut entwickelt haben! Im Nachgang schauen wir noch mal auf die ganze P2P Branche und wie wir persönlich mit der Ausnahmesituation P2P in der Coronavirus und Scam Krise umgehen.

Die Shownotes

Die  Neuzugänge bei den SCAM & Inslovenzkandidaten

Zu den Scam Plattformen Kuetzal und Envestio aus der letzten Folge gesellen sich nun leider die nächsten Kandidaten: Monethera und Grupeer.

Letztere ist für viele eine Überraschung. Aber die Lage ist, wie so oft am Anfang, unübersichtlich.

News zu Kuetzal und Envestio

Doch was gibt es eigentlich neues bei Kuetzal und Envestio? Philipp wurde nach seiner Anzeige von der Kripo “eingeladen”.

Bei Envestio war das Highlight dann der Hausbesuch beim ominösen Eigentümer Arkadi Ganzin in der schönen Pfalz. Doch wer hätte es gedacht, keine Spur vom Vokuhila Träger an der angegebenen Adresse.

In Niedersachsen läuft das ganze weniger dramatisch ab, die Polizei ist vermutlich einfach so überlastet, dass sie sich bis jetzt einfach nicht dazu gemeldet hat.

Im Baltikum geht es dagegen tatsächlich voran, die Insolvenzverfahren laufen bereits. Bei Kuetzal wurde Villu Tragon als “Liquidator” eingesetzt und zum 7. April soll es wohl Neuigkeiten geben.

Envestio landete auch bereits vor Gericht. Bis Ende März hatte die Plattform Zeit zu reagieren, was anscheinend nicht getan wurde. Der nächste Schritt ist nun auch hier die Bestimmung eines Insolvenzverwalters.

Eine der angesprochenen Quellen: p2pinvesting.it

Situation bei Monethera

Der nächste gefallene Stern ist Monethera . Nachdem die Plattform die Kommunikation zunächst intensiviert hatte, kam dann Ende März ein letzter Newsletter, der das “temporäre” Ende verkündete. Natürlich wegen COVID-19. Auch hier gibt es wieder eine Telegram-Gruppe und die Vorbereitung einer Klage ist in Arbeit. Die erste Runde wurde hier bereits abgeschlossen.

Die “Gebühr” zur Teilnahme beträgt bei der Monethera-Klage 1,8% des Investments. Dirk und Philipp sind dabei. Thomas nicht.

Quelle/Links: Telegram-Gruppe bzw. Action Form

Die Situation bei Grupeer

Mit Grupeer ist dann überraschend gleich die vierte Plattform auf dem absteigenden Ast bzw. bereits auf dem Boden der Tatsachen angelangt (je nachdem wen man fragt). Dirk hat recherchiert, dass der Zweitmarkt bereits im März kommen sollte. 2017 selbstverständlich!

Angeblich wurden bereits alle Leute entlassen. Alles Menschen, die zuvor für Grupeer geschwärmt haben. Es scheint eine Art P2P Trueman Show gewesen zu sein. Marketingtechnisch war Grupeer in den letzten Monaten sehr aktiv.

Den Stein ins gebracht hat neben den ersten Entlassungen wohl auch Bernhard Hummel mit seinem Besuch bei Grupeer und seinen Interviews mit der ganzen Crew. Wobei die kritischen Fragen meist ausweichend oder gar nicht beantwortet wurden. Die Ente (@RPeerduck) sprang daraufhin drauf an. Und es kamen Fragen zu Tage wie: Wem gehört Grupeer eigentlich? Ist es Alla Kisika? Oder doch ihr Bruder? No one knows.

Einige Darlehensanbahner (Monetria, Epic Cash,Lion Lender) scheinen Fake-Konstrukte zu sein. Wovon nach unbestätigten Quellen auch der Ex-COO Vladislavs Filimonovs gewusst hat, obwohl er anderes behauptet.

Weiterhin sind auch die Immobilienprojekte nicht so ganz koscher. Das norwegische Projekt existiert, die Projektentwickler haben es aber nicht über Grupeer finanziert. Dort war das Projekt dennoch gelistet. Mit dem weißrussischen Promenadaprojekt scheint sich Grupeer bereits früh verhoben zu haben.

Nun fragt man sich, wo das ganze Geld nun ist? Vielleicht in Panama?

Welche Lehren ziehen wir nun? Auto-Invest wurde nach den Interviews gestoppt (Philipp), mehr kann man aktuell nicht machen. Muss man nun jedes Immobilienprojekt auf seine Existenz überprüfen, sondern auch, ob es wirklich über die Plattform finanziert wird/wurde? Dies scheint unverhältnismäßig viel Aufwand zu sein.  Offizielle Verlautbarungen von Grupper gibt es noch im Blog.

Andere Plattformen/Situation für P2P/Auswirkunge der Krise

Die aufgrund ihrer dreimonatigen Zahlungspause kritisierte P2B-Plattform Crowdestor möchte nun doch über Alternativen nachdenken. Dazu gibt es eine Umfrage mit fünf Vorschlägen.

Marktführer Mintos glänzt auch nicht gerade und verkündet mehr negative als positive Nachrichten. Die meisten Investoren ziehen wohl ihr Geld ab, statt neues zu investieren. Dies ist wohl das größte Problem. Der Hunger nach Liquidität ist auf fast jeder Plattform sichtbar.

Um den massiven Kapitalfluss zu reduzieren und sicher auch, um an der Situation mitzuverdienen, verlangt Mintos ab dem 13.4 für das Verkaufen von Krediten auf dem Zweitmarkt 0,85% Gebühren. Für Thomas ist das nicht allzu schlimm, da viele andere Plattformen für den Zweitmarkt Gebühren verlangen.

Was machen wir nun konkret?

Thomas und Philipp nutzen die starken Rabatte auf dem Mintos Zweitmarkt und haben sogar nachgelegt.

Thomas lässt NeoFinance auslaufen, freut sich aber die Beteiligung des litauischen Staatsfonds an FinBee Geschäftskrediten.
An den Immobilienplattformen halten Thomas und Philipp fest. Sowohl Estateguru als auch bei Philipp noch zusätzlich Bulkestate und Evoestate werden weiter zum Teil sogar aufgestockt.

Linked Finance wurde dagegen gestoppt, weil durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie die irischen SMEs wahrscheinlich stark leiden werden. Dirk jedoch ist weiterhin ein Freund der grünen Insel, hier allerdings nur von Flender, der zweiten P2B Plattform dort. Insgesamt muss man aber sagen, der P2P-Anteil im Gesamtportfolio ist, auch bedingt durch den kriselnden Aktienmarkt, zu hoch.

Philipp konnte sogar ein Exporo-Projekt mit Aufschlag verkaufen, auch wenn Thomas und Dirk das nicht glauben wollen. Der Cashflow wird auf den Aktienmarkt umgeleitet, ohne P2P weiter zu reduzieren.

Und damit ist auch schon mehr als 50 Minuten vorbei und wir vertagen uns auf Folge drei – so wie es schaut, wird es auch in ein paar Monaten wieder viel aus der dunklen Ecke der P2P Investments (leider) zu erzählen geben!

Anregungen und Meinungen gerne in die Kommentare!

Mein Investment Testament – P2P auflösen + Depots konsolidieren = ein ETF fertig

Mein Investment Vermächtnis

Ein überfälliger Beitrag auch wenn keiner gerne darüber nachdenkt oder schreibt.
Was soll mit meinem Sammelsurium an Depots, Wertpapieren, P2P Konten passieren, wenn ich nicht mehr in der Lage bin das selbst zu verwalten. Dabei rede ich nicht von einem temporären Ausfall meinerseits, meine Anlagen sind alle so ausgelegt das es keine Termingeschäfte sind ich spekuliere nirgends auf einen Verfallstag hin, daher geht es nur um den langfristigen Fall und natürlich um den definitiv irgendwann eintretenden Todesfall.

Das so etwas schneller als gedacht gehen kann hat mir die “normale” Schweine Grippe vor zwei Jahren mit Krankenhausaufenthalt und “Komplikationen” gezeigt da musste nicht erst Corona, um die Ecke kommen, um mir das vor Augen zu führen. Daher habe ich mir jetzt endlich die Zeit genommen dies alles mal zu verschriftlichen.

Im Gegensatz zu deutschen Banken ist bei meinen Investitionen im Ausland nicht davon auszugehen das diese ein Ableben mitbekommen und proaktiv werden. Sprich da muss sich schon ein Erbe rühren damit etwas passiert und Geld fließt.

Neben dem Punkt wie man an die eigentlichen Anlagen kommt, möchte ich auch festhalten wie es damit idealerweise weiter gehen soll. Schließlich soll das Thema Geld anlegen nicht auch noch zu einer eventuell weiteren Belastung für meine Erben werden. Ich weiß auch das dies so pflegeleicht wie nur möglich sein muss damit z.B. meine Frau das überhaupt umsetzen möchte (auch wenn es meine Leser vielleicht verwundert es gibt durchaus Menschen, denen das Thema Geld das Gegenteil von wichtig ist. 😉 )

Grundsätzliches Administratives

Steigen wir in die konkreten Punkte ein und gehen mal alles, was ich für relevant erachte durch – nutzt  gerne die Kommentare, wenn ich wichtiges übersehen habe dann ergänze ich dies.

Depots, Konten & Mobiltelefon

Die Depots

Am einfachsten wird es sein, wenn das Referenzkonto und das Depot bei mir der Comdirect Bank noch eine geraume Zeit lang Bestand hat oder am besten auch übernommen wird. Das spielt nicht nur bei den diversen Depots eine Rolle, sondern auch bei den P2P Plattformen. Dann braucht kein Kontowechsel für die Abhebungen, der bei jeder Plattform und Bank natürlich unterschiedlich geregelt ist, durchgeführt zu werden.
Da auch einige Banken und Plattformen eine eigene APP, SMS oder E-Mail PIN wollen empfiehlt es sich das Mobilfunkgerät oder wenigstens die Handynummer und auch das E-Mail-Konto weiter zu “vererben” und nicht sofort aufzulösen.

Papier Vollmacht

Eine sogenannte Todesfallvollmacht vereinfacht im Todesfall den Zugriff aufs Konto auch bei Ehepartnern, bei nicht verheirateten müsst ihr euch mal schlaumachen wie sich dies regeln lässt. Nicht alle Banken bieten diese eingeschränkte Vollmacht an durchaus aber alle natürlich  eine ganz allgemeine Vollmacht, die dem Bevollmächtigten den kompletten Zugriff jederzeit gewährt das liegt, an euch inwieweit ihr hier wem vertraut.

Tooling Zugangsdaten & Portfolio Übersicht

Keepass Zugangsdaten

Die ganzen Accounts müssen verwaltet werden viele nutzen dazu ja Online Passwort Manager wie Lastpass ich bin dagegen ein wenig paranoider und verwende ein Passwortmanager mit einer lokalen Datei die ich dann immer wieder verteile.
In diesem kostenlosen Passwortmanager Keepass habe ich nicht nur zu allen Konten/Depots und sonstigen Webseiten / Elster/ Shops die Zugänge abgelegt inklusive URLs und natürlich jeweils mit eigenem Passwort, sondern auch das Notfalldokument das ihr hier liest – hoffentlich immer auf dem aktuellen Stand.
Dazu kommt noch eine Kopie meines Portfolio Performance Depots, anhand dessen man einfach alle Konten sieht und natürlich auch alle (Wert-) Papiere so, das dadurch immerhin nichts übersehen werden dürfte und man aufgrund der Kontostände gut abschätzen kann in welches man wie viel Energie steckt.
Wer jetzt noch paranoid ist, der druckt sich die Keepass Daten aus und steckt diesen in ein Schließfach!

Zielbild Investment

Das, was ich mir so aufgebaut habe, ist natürlich durch mein Interesse und Neugier getrieben und macht definitiv keinen Sinn für jemanden der sich um das Thema Finanzen nicht oder nur minimal kümmern will. Ob das mit Interesse sinnvoller erscheint, was ich da tue, steht auf einem anderen Blatt.

Der eine ETF der völlig reicht

Und ich weiß das in meinem Fall dies so sein wird, dass kein Interesse daran besteht und das finde ich auch völlig in Ordnung.
Faktisch gilt es darum eine Variante zu finden in die sich ohne großen Aufwand alles Kapital übertragen lässt. Dieses zu einem überwiegenden Teil trotzdem im Aktienmarkt investiert ist und auch nur minimale Pflege braucht und dabei kaum Kosten verursacht aber auch einen langfristigen Benefit abwirft.
Gerne nehme ich da auch noch Vorschläge auf, mehr als 3 Produkte dürfen es nicht werden ich würde ausschütten bevorzugen dann kann mit dem Geld rebalancing betrieben werden oder eben ggf. dann direkt Geld verzerrt werden ohne aktiv etwas verkaufen zu müssen, was wiederum ein Hemmschuh darstellen würde.

Die Quote Risiko Portfolio vs. risikoarmes Portfolio darf dann gerne 70:30 sein.

Für den risikoarmen Anteil halte ich ein Tagesgeld oder “Sparkonto” für ausreichend da geht es nicht um Zinsen, wichtig ist das es nur nie mehr als 100.000 € pro Bank sein darf (Einlagensicherung) – aber das Risiko sehe ich so schnell eher nicht 😉
Einmal im Jahr kann geprüft werden, ob der risikoarme Anteil zu groß wird (Dividenden) dann entsprechend ETFs nachkaufen.
Ganz konkret, wenn das Depot 210.000 € an Wertpapieren umfasst sollten auf den Tagesgeld/ Sparkonten damit 90.000 € liegen.

Also einmal im Jahr prüfen und ggf. Ausschüttungen abheben (verzehren) oder diese aufs Sparkonto packen oder wenn die Wertpapierrate <70% ist ETF kaufen (wobei min. 2000€ zusammengekommen sein sollten sonst eben im darauf folgenden Jahr)

Die einfachste Variante:
Die Welt in einem Index dazu noch ausschüttend

Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing (VGWL)
ISIN: IE00B3RBWM25 WKN: A1JX52

Der Vanguard bietet für kleine Gebühren alles, was eine solide Basisanlage ausmacht und durch die Ausschüttung ermöglicht er eben auch einen Verzehr ohne der Notwendigkeit etwas verkaufen zu müssen ein perfektes one size fits it all Vehikel

Weitere Varianten liefere ich eventuell später, nach die hier reicht in Kombination zu dem was eh schon da ist gut.

Depots zusammenführen

Es macht ebenso keinen Sinn für jemanden, der sich nicht interessiert bei mehreren Banken ein Depot zu haben. Daher klar alles in ein Depot konsolidieren. Aktuell wäre meine Wahl für das  Zieldepot das Comdirect Bank Depot – sofern sich die Konditionen nicht massiv verändert haben wäre das auch im Kontext des Referenzkontos meine Empfehlung.
Eine Wertpapierübertragung ist bis auf Fremdspesen (clearingstelle) kostenlos und lässt sich per Formular einfach bewerkstelligen. Selbst bei meinem ausländischen Broker verursacht dies keine Kosten.

Bei mir handelt es sich um folgende Depots die bewegt werden wollen:

Comdirect Bank

Mein Hauptkonto und mein Basisdepot sind bei der Comdirect Bank und wie schon angesprochen würde ich dieses nicht auflösen, sondern zum Konsolidieren verwenden. Für alle deutschen Depots bieten sie auch einen guten Umzugsservice zum Depotübertrag an. Einfach machen. Bei den ausländischen Depots einfach auf ihren guten Support zugehen mir konnte bei allen Fragen immer geholfen werden.

Captrader

Das unschlagbar günstige Trader Paradies bei dem ich für ab 1$  Gebühren US Aktien  gekauft habe vor allem Exoten wie preferrd shares oder REITs aber auch ein paar ETFs und gewöhnliche Aktien – hilft nichts die müssen nach Deutschland übertragen werden so fern das geht dabei kann auch ein Lagerstellenwechsel notwendig werden (mit Kosten) ansonsten eben einfach verkauft werden ebenso wie die Bargeldbestände die auch noch in Euro getauscht werden müssen. Der Support ist großartig und kann im Fall der Fälle sicher gut unterstützen da habe ich keine Bedenken – wenn nicht das etwas aufwendigere Steuerthema wäre, würde ich klar sagen Captrader behalten!

Consorsbank

Auch hier liegen einige ETFs und Aktien faktisch kaum ein Unterschied zu Comdirect Bank die mir einfach “besser” gefällt – Geschmacksache die Konditionen sind ja fast identisch. Depot einfach umziehen und Konto&Depot auflösen die Bruchstücke der ETFs werden dann einfach verkauft.

Trade Republic

Mein Handy Depot bei der ich mir  Dank der 1 € Ordergebühr meinen Dividendenadel Deutschland  Top 16 ETF & Friends mit kleinem Einsatz einfach selbst gebastelt habe. Umziehen zur Comdirect und liegen lassen vielleicht ist ja ein Tenbagger dabei oder aber mein Sohn ist alt & reif genug und hat Lust auf sein erstes Aktiendepot bei Trade Republic gehört er sowieso auch zu der perfekten Handy Zielgruppe….

Finvesto

Hier wird ein MSCI ALL World ETF als vermögenswirksame Leistung (VWL) bespart –  die sieben Jahre Haltefrist wird nicht mit vererbt somit kann der ETF auch sofort auf das Comdirect Konto transferiert werden und dabei auch gleich das Depot kündigen. Das sollte auch zeitnah passieren weil Finvesto für ein VWL Depot eine kleine Gebühr erhebt (für VWL trotzdem Top da kaum jemand ETFs zu fairen Konditionen anbietet).

Steuerthematik Depots

Auch das Steuerthema ist durch ein Zusammenlegen zur Comdirect Bank  anschließend total einfach, wenn natürlich auch nicht Rendite optimal (Stichwort Quellensteuer) gibt ja neben den geringen Ordergebühren noch weitere Gründe die für Captrader sprechen. Aber das ist alles zu ignorieren – einfach konsolidieren. Sich nicht von einem Bankberater (sollte sich tatsächlich so jemand melden= reinreden lassen wegen den Positionen oder der Größe von diesen  alles einfach so lassen.
Alles Geld, was durch den vermutlich notwendigen Verkauf frei wird und was durch die P2P Rückflüsse entsteht in den schon erwähnten ETF investieren und dabei auf die 70/30 Risikoquote achten.
Kommen wir nun zum eigentlichen P2P Thema

P2P Investments auflösen

Wie vorgehen?

Die ganzen einzelnen Konten

Grundsätzlich bietet es sich nicht an weiter in P2P zu investieren, wenn überhaupt kein Interesse an dem Thema besteht. Ein komplett passives laufen lassen ist im Gegensatz zu einer einfachen ETF Strategie einfach nicht möglich.

Sollte doch  ein bisschen Interesse vorhanden sein  würde ich empfehlen Estateguru weiter laufen zu lassen eventuell noch Linked Finance. Bondora, wenn überhaupt auf dem Niveau nur Go&Grow aber warum den Aufwand treiben und nicht das Geld im ETF liegen lassen?
Und wenn P2P doch interessant wird, bietet es sich an sich die Plattformen anzuschauen in die ich am meisten investiert habe, da ein entsparen eine ganze Zeit dauert, kann man es sich ja auch anschauen, ob und wo man investieren will und wo nicht.
Schauen wir uns an wie die Exit-Strategien für die einzelnen P2P Plattformen aussieht, aber zu erst das allgemeine vorgehen.

Eine P2P Plattform auflösen – Die Blaupause für alle

  1. Einlogen auf der Plattform über Keepass banking-> p2p-> investiert -> Plattform
  2. Nach dem Autoinvest / Anlagemanager oder ähnlichem suchen und deaktivieren
  3. Muss es schnell gehen kann bei manchen Plattformen auf dem Zweitmarkt (Secondary market) vorzeitig Kredite verkauft werden. Ansonsten weiter bei 5)
  4. Kredite einstellen ohne Abschlag
    1.  Ist nach 2-7 Tagen nichts verkauft Abschlag anpassen (siehe je nach Plattform) in kleinen Schritten
  5. Schauen ob freies Kapital (verfügbares Guthaben) vorhanden ist
  6. Abheben (withdraw) – Manche Plattfomen schicken dazu eine SMS oder eine email mit PIN oder wollen erneut ein Passwort…
  7. Nach 3-6 Monaten bei Schritt 5) wieder starten

Die einzelnen Plattformen

Ihr könnt die Liste ja als Vorlage für Euer Vermächtnis nehmen und anpassen – alte P2P Hasen ist das kommende natürlich klar und redundant – Hinterbliebene werden dafür hoffentlich dankbar sein (okay dafür das es so viele sind wohl eher nicht).

Bondora

Ein eher komplizierter Fall.
Es existieren bei Bondora zwei Accounts, rechts oben kann man zwischen ihnen wechseln. Hinter dem Zweiten “Virtual – Account – Mein Name” versteckt sich ein Go & Grow Konto.
Da vermutlich keine Großen Summen bis auf eine noch kommende wichtige Ausnahme (Das G&G Konto) da liegen werden, einfach auslaufen lassen und zyklisch prüfen ob sich Geld angesammelt hat.
Zu G&G dazu auf den virtuellen Account wechseln und beim Geld abheben das Go & Grow Konto auswählen und leer räumen (die 1€ Gebühren sind egal)

Eigentlich könnte man die abgeschriebenen Kredite steuerlich verwerten – aber wir reden über ein paar hundert Euro lohnt nicht.

Der Bondora Klassik Account & Bondora Zocker Account werden noch beide einige Jahre laufen bis nur noch komplett abzuschreibende Kredite übrig bleiben.
Das Bondora G&G ost dagegen fix leer.
Zum abheben ist eine SMS PIN notwendig!

Bulkestate

Hier gibt es keinen Zweitmarkt – Standard Vorgehen und einfach zyklisch Geld abheben.
So lange kein Kredit ausfällt sollte nach 2 Jahren nichts mehr zu tun sein.
Zum abheben ist bei Bulkestate eine Email PIN notwendig.

Crowdestor

Auch kein Zweitmarkt daher auslaufen lassen und mal mindestens zwei Jahre rechnen bis die Plattform ausgelaufen ist. Bei Crowdestor kann vermutlich anfangs öfters Geld abgehoben werden später reicht einmal im Jahr. Eine durchaus relevante Summe bei Crowdestor also bitte nicht ignorieren.

Envestio

ist Pleite bzw. SCAM daher leider nichts mehr zu tun

Estateguru

Die einzige Plattform, die am laufen bleiben könnte
Aufwand lohnt sich, hier ist signifikant Geld angelegt, also bitte nicht ignorieren.
Ansonsten wäre hier alles nach Standard Prozedere auflösbar
Wartezeit bis alles zurück ist, werden vermutlich 2-4 Jahre sein. Verkauf auf dem Zweitmarkt kann den Ausstieg bei Estateguru beschleunigen muss aber auch nicht sein!

Exporo

Keine klassische P2P Plattform zumindest nicht die Variante, in die ich investiert, habe das ist eher vergleichbar mit Reinvest24.

Ich bin da in die sogenannten Bestandsprojekte investiert. Die laufen mehrere Jahre und lassen sich vorzeitig über den Zweitmarkt verkaufen. Das Geschäftsmodell finde ich weiterhin gut das kann meiner Meinung nach einfach weiterlaufen die Rendite kommt auch direkt auf das Comdirect Konto da muss also gar nichts getan werden so fern man nicht aussteigen mag ansonsten über den Zweitmarkt verkaufen – allerdings nimmt Exporo eine Gebühr dafür.

Der Support ist sehr gut und da die Plattform in Deutschland ist, sollte ein Vererben auch einfach sein.

FastInvest

Es gibt die Möglichkeit Kredite zurückzugeben (und dabei auf die Zinsen zu verzichten) da hier nur wenig angelegt ist, würde ich das “abwarten” empfehlen und das Prozedere ohne Verkauf durchlaufen. Nach einem guten Jahr dürfte genug zusammenkommen, um den Rest dann zu ignorieren…
Zum Abheben ist eine SMS PIN bei Fast Invest notwendig ansonsten ist die Plattform zu ignorieren und nicht zu aktivieren!

Finbee

Auch hier liegt genug Geld damit der Aufwand sich lohnt.
Zweitmarkt könnte ein Exit beschleunigen
Wenn gewünscht starten mit 1% Abschlag dann wöchentlich um 1% absenken bis alles verkauft ist.
Ohne Zweitmarkt kann es auch ein paar Jahre (3-4) dauern bis nur noch abzuschreibende Kredite im Portfolio liegen. Würde trotzdem die Variante ohne Zweitmarkt empfehlen und Finbee gemütlich auslaufen lassen.

Flender

Da es kein Zweitmarkt gibt gilt das normale abhebe Prozedere. Eigentlich sollte der Autoinvest aus sein zur Sicherheit noch mal nachprüfen. Abheben ist bei Flender nur einmal im Monat möglich und auch nur ab Minimum 50€ also entsprechend einplanen.

Grupeer

Vermutlich haben sie immer noch keinen Zweitmarkt somit alle Autoninvests sofern einer aktiv ist stoppen und auslaufen lassen wie bekannt. Auch da lohnt sich der Aufwand. Das meiste sollte nach einem Jahr da sein aber ein paar länger laufende Kredite gibt es schon, also Grupeer mal mindestens zwei Jahre beobachten und nicht weiter investieren.

Lenndy

Auch eine Plattform ohne vorzeitige Exitmöglichkeit per Zweitmarkt. Aufwand lohnt. Ich habe da Anfangs sehr großzügig bei der Laufzeit ausgewählt somit ist mit mindestens 6 Jahren zu rechnen – keine gute Idee bei Plattformen wie Lenndy ohne Zweitmarkt!

Autoinvest ist aktiv also ausschalten nicht vergessen. Und einmal im Jahr abheben auch nicht vergessen.

Linked Finance

Unbedingt zu behandeln. Auch hier kein Zweitmarkt und es wird einige Jahre dauern zwar nicht bei den regulär laufenden Krediten jedoch bei den ausgefallen, bei denen durchaus noch mal was zurückkommen könnte. Mit 4 Jahren ist zu rechnen. Autoinvest ist vermutlich eingeschaltet auf bis zu einem Jahr laufende Kredite ist daher auszuschalten!

Geld kann nur 4 mal im Jahr kostenlos abgehoben werden bei Linked Finance also entsprechend einplanen, wenn die Rezension durch Corona überwunden ist, wäre das auch ein guter Kandidat, um weiter zu investieren….

Mintos

Aktuell ein wenig tricky wegen dem Fremdwährungsexperiment in Kazachisch Teng
Aber eins nach dem anderen
Definitiv auch eine abzuwickelnde Plattform mit nennenswert Geld.
Starten wir mit dem EURO Konto nur da gibt es Autoinvests die einfach alle ausschalten.
Bei Mintos kommt sehr schnell Geld zurück und die wenigsten Kredite laufen überhaupt bis zum Ende. Um den Account zeitnah leer räumen zu können wird man aber um einen Verkauf auf dem Zweitmarkt nicht rum kommen. Ein minimaler Abschlag wird aber wohl reichen d.h. man könnte mit -0,1% anfangen und diesen dann wöchentlich verdoppeln…

Oder aber einfach Mintos auslaufen lassen und schauen was nach einem Jahr überhaupt noch verkauft werden muss.

Beim KZT Konto gibt es keinen Autoinvest!
Um hier auszusteigen, empfiehlt es sich auch die Kredite auf den Zweitmarkt einzustellen mit identischem vorgehen. Die verfügbaren KZT müssen dann noch über “FX / exchange” in Euros getauscht werden die man dann normal abheben kann.
Die Laufzeit sind ohne Verkauf vermutlich wenige Jahre (über 90% sind nach 4 Jahren zurück) aber auch hier kann ein Exit über den Zweitmarkt beschleunigt werden.

Monethera

Auch eine Plattform ohne Autoinvest und Zweitmarkt. Die sogenannte Rückkaufgarantie wurde ausgesetzt also kein vorzeitiger Exit. Sollte Geld darauf sein einfach abheben und schauen. Nach spätestens zwei Jahren sollte Schluß sein. Aufwand minimal halten wenig investiert und einfach einmal im Jahr bei Monethera vorbei schauen.

Neo Finance

Ähnlich wie Finbee. Kontrollieren ob der Autoinvest (sollte aus sein)  an ist ansonsten Geld abziehen. Und Kredite auf dem Zweitmarkt, wenn es schnell gehen soll mit 0% dann -1% usw. einstellen.
Ansonsten mit 5 Jahren rechnen, ich habe zwar nicht vor Kredite mit einer Laufzeit von mehr als 4 Jahren einzusammeln aber beim recovery ist ja auch nochmal mit 1-2 Jahren obendrauf zu rechnen. Auch bei Neo Finance lohnt der Aufwand einmal im Jahr vorbei zu schauen und Geld abzuheben.

Peerberry

Auch hier den Autoinvest ausschalten und da es keinen Zweitmarkt gibt Geduld mitbringen. Die meisten Kredite sind Kurzläufer also nach einem halben Jahr dürfte ein Großteil des Portfolios als Geld verfügbar sein. Allerdings gibt es bei Peerberry auch Leasing und Entwicklungskredite mit mehreren Jahren Laufzeit also zyklisch schauen.

Reinvest24

Auch eins der Zweitmarkt Trauerspiele, wenn der nicht existiert wird das Konto faktisch nie leer werden! Da hier kein Kredit existiert, sondern eine Immobilienbeteiligung mit theoretisch endloser Laufzeit und einer quartalsweise Dividendenausschüttung. Ein Autoinvest gibt es nicht also alle halbes Jahr bei Reinvest24 ein logen schauen ob es endlich den Zweitmarkt gibt ansonsten alles verfügbare Geld abziehen und davon ein großes Eis essen gehen das Geschäftsmodell an sich ist interessant daher kann das weiter laufen...

RoboCash

Kein Zweitmarkt dafür ein aktiver Autoinvest (ausschalten!) immerhin alles nur Kredite mit einer kurzen Laufzeit (bei meinen Einstellungen es gibt durchaus auch länger laufende Kredite) nach einem Jahr dürfte das Geld verfügbar sein und kann abgehoben werden.
Aber aufpassen es müssen mindestens 50 € abgehoben werden also schauen das beim letzten abheben nicht doch noch was investiert ist was <50€ ist – Schließlich will man ja RoboCash nicht am Schluss Geld schenken ;)!

Swaper

Auch hier durchaus ein paar Euros die angelegt sind also doch ein wenig Aufwand wert. Wie gehabt Autoinvest ausschalten Geld abheben. Die Laufzeit ist maximal 3 Jahre, sollte es eilig sein kann man die Kredite vorzeitig verkaufen kostete nur einen klick. Abheben kann man ab 10 €. Ich empfehle wie immer auslaufen lassen und Swaper einmal im Jahr aufsuchen und einsammeln was da ist und erst am Schluss verkaufen.

Viventor

Bietet immerhin einen Zweitmarkt zum verkaufen und eine Autoinvest an. Letzteren natürlich erstmal ausschalten und alles Geld abheben. Beim Verkaufen wie gehabt vorgehen am besten in 0,5% schritten also +0,5% dann 0% dann -0,5%, -1%, -2%, -4% usw. und nicht wundern, wenn es auf -20% und mehr runtergeht sollten da noch Aforti oder was auch immer für Leichen Kredite schlummern…
Auch hier Aufwand reinstecken bei Viventor sollte mehr rum kommen als ein paar Kugeln Eis.

Wisefund

Nahezu identisch zu Monethera – abziehen was geht und kaum Aufwand reinstecken da auch kaum Kapital hier gebunden ist. Die Laufzeit bei Wisefund liegt auch bei maximal zwei Jahren dementsprechend schnell sollte das erledigt sein.

Fazit

Wie man sieht, ist das doch ein ganz schönes Stück Arbeit, was ich da hinterlasse und erledigt werden muss. Einen Gefallen tu ich damit niemand. Daher kann ich als Fazit nur ziehen, das jemand der seinen Hinterbliebenen nicht so ein Sammelsurium hinterlassen möchte sich besser an das Motto – weniger ist mehr, hält. Kaum P2P eine einfache Strategie wie sie Kommer vorschlägt mit einer handvoll Produkte oder noch reduzierter wie beim Finanzwesir mit einem ETF. Keine Exoten und kein Steuerstress und die Nachkommen werden es euch danken. Mal sehen ob ich über die nächsten Jahre doch noch das ein oder andere konsolidiere. Bei den P2P Plattformen kann das ja aktuell auch von ganz von alleine gehen…

Ansonsten macht euch auch die Mühe und schreibt genau auf was ihr da alles habt und was damit passieren soll, eine Blaupause hab ich jetzt ja geliefert – sonst da könnt ihr euch sicher sein findet sich ein findiger Bank- oder Versicherungsberater der dann euren Nachkommen hilft – was sein Schaden nicht sein wird 😉

Sollte ich noch was übersehen haben oder ihr an der ein oder andern Stelle eine andere Idee habt wie man das einfacher/besser oder schöner machen kann dann hinterlasst mir einfach ein Kommentar!

P2P Cafe [#13] März 2020 – mit dem Corana Virus kommt der P2P shutdown?

P2P Cafe 13 mit dem Corona Virus

Heute nach langer Zeit, ein P2P Cafe ohne einen weiteren Gast! Lars und mir reicht heute der Coronavirus als ständiger Begleiter und wir unterhalten uns darüber was dieser für Auswirkungen bereits hatte und haben wird.
Und was dieser mit unsere Investments anstellt und vor allem natürlich die Auswirkungen dabei auf unsere P2P Anlagen.

Am Dienstag, dem 17.3. aufgenommen und heute schon live daher die ein wenig kürzere Shownotes. Eine gute Stunde haben wir uns angeregt unterhalten  – Viel Spaß damit.

Shownotes

Unser P2P News

Ich habe vor kurzem einen interessanten und durchaus auch launige Estateguru Premium Investor Talk mit moderiert, mit einem “alten Hasen” der durchaus bereit ist mit mehr als Spielgeld zu investieren. Auch den Einstieg von Estateguru in Deutschland thematisieren wir in diesem Rahmen.

Dann arbeite ich aktuell auch an meinem finanziellen Testamente oder nennen wir es Vermächtnis vor längerer Zeit, ursprünglich inspiriert von Lars Artikel jetzt noch mal mehr motiviert mit Corona und meinen Erfahrungen mit einer echten Grippe inklusive Krankenhaus und Co.. Dieser geht weiter als Lars mit einem deutlich konkreteren Schwerpunkt was mein ganzes Anlagesammelsurium betrifft.

Reinvest24 trotz Corona

Ganz grob vorweggenommen, mein Fazit für meine Nachkommen ist, P2P muss (fast komplett) weg, ein Konto und ein Depot reichen und zum Wiederanlegen auch ein ETF und Handy und E-Mail bloß nicht kündigen – Details kommen dann demnächst hier im Blog …
Wir diskutieren dann in dem Zusammenhang noch die Steuerthematik und was wir da für eine Bürde vermutlich hinterlassen werden!

Lars Berichtet von seiner Flucht aus Tallinn mit dem letzten Flieger ging es zurück nach Deutschland ein Tag später und er hätte laufen müssen
Immerhin konnte er dort noch mit Reinvest24 und Estateguru sich unterhalten die beide sehr entspannt sind wegen Corona und ihr Geschäftsmodell da sehr gut aufgestellt sehen …
Das Bondora Interview wird dann virtuell stattfinden müssen.

Die Telegram Gruppen

Dann gabs da noch die neue Möglichkeit sich auszutauschen eine Telegram Gruppe oder besser zwei
Telegram Gruppen den News Kanal, mit ca. 300 Mitglieder und den Chat Kanal, ca. 100 Mitglieder nur auf Anfrage bei Lars

Dann kommen wir schon zum Hauptteil. Auch wenn das all unseren Zuhörern immer klein sein sollte sagen wir es heute noch mal extra dazu -> All das ist unsere Meinung!
Und so schnell und volatil wie sich gerade ändert kann das heute schon alles Mumpitz sein.

Hauptthema Corona aus p2p Investorensicht

Wir diskutieren die Interessante interne Info von mittlerweile 3 Plattformen: “Investoren mit großen Beträgen bleiben investiert und Investoren mit kleinen Beträgen ziehen Leine”. Ist das der Erfahrungsvorsprung von “Großinvestoren”?
Warum ziehen Investoren ihr Geld ab und suchen die Gründe. Davon gibts ja mehrere, neben der Angst vor platzenden Krediten auch der Wunsch jetzt schnell in die Börse bei Kaufkursen einzusteigen.
Wir versuchen P2P Kredite im Allgemeinen noch mal einzuordnen und da es durchaus auf die Art und den Typ des P2P Kredites bzgl. seines Risikos ankommt gehen wir die auch alle einmal komplett durch auch die Pfandhauskredite von Christian.
Dabei versuchen wir durchaus auch zu differenzieren und stellen aber an vielen Stellen doch fest, dass es sehr schwer ist, hier wirklich eine tragfähige Prognose treffen zu können ob jetzt Immobilienkredite (vermutlich manche schon) sicherer als Geschäftskredite sind.
Auch mein Lieblingsthema das Risiko, das uns jetzt durch die Buyback Anbahner blüht und was für Gedanken wir uns da gemacht haben, muss natürlich auch angesprochen werden. Lars bleibt Optimist und belässt es bei der Schrottflinten Strategie, in der Hoffnung das weniger ausfällt als Rendite dabei rum kommt bzw. kam….

Unsere Corona Krise Anlagestrategie

Natürlich geben wir auch einen Einblick in unsere aktuelle Anlage Strategie und wenig überraschend Lars zieht kein Geld ab und ich hab sogar bei Mintos nachgelegt der Zweitmarkt ist einfach zu attraktiv im Moment. Lars reichen auch die Kredite auf den erst Markt mit aktuell 20% Rendite für Kurzläufer unglaublich vor Monaten gabs mal nur 11%…
Aber auch die eventuell kommenden Maßnahmen mit denen man bei Bondora G&G rechnen muss diskutieren wir durch. Ebenso das Thema Fremdwährung und das Risiko das sich nun bei allen die mit Fremdkapital investiert, sind manifestiert – möge es gut gehen.

Wir geben auch einen Einblick wie wir ansonsten investieren und wie wir die allgemeine Lage am Markt einschätzen.

Viele viele Fragen und wir versuchen eine Antwort zu geben

Um dann die Fragen aus der Community zu beantworten.
Nicht alle drehen sich um Corona aber natürlich die meisten davon kein Wunder bei der aktuellen Lage.
Uns treibt dabei noch die Frage um, ob wir uns von Crowdestor verabschieden müssen, wir beide hoffen nicht und würden das sehr bedauern, nicht nur wegen, den durchweg sympathischen Gründern, sondern auch wegen den ganzen vielfältigen interessanten Projekten, die sie finanziert haben. Mit einigen Projekten die scheitern müssen wir nun rechnen und der Fund wird nur ein kleines Trostpflasterchen sein.

Estateguru startet in Deutschland trotz Corona

Aber auch der Blick nach vorne muss sein, klar wenn P2P nicht komplett den Bach runtergeht, was wir nicht glauben, dann geht die Branche und die Plattformen die übrig geblieben sind klar als Gewinner daraus hervor. Und neben den drei genannten Bondora, Mintos und Estateguru sieht Lars auch Viainvest als Kandidaten, der gut durch die Krise kommen wird, mit der wirklich niemand gerechnet hat ein echter schwarzer Schwan eben.

Und dann gab es da noch einen Kommentar auf Facebook von Thorsten den Lars sehr gefreut hat und den ich euch hier mal im kompletten Wortlaut  einfüge.

Thorstens starkes Statement zu dem P2P Anleger verhalten

Guten Morgen Allerseits, viele von Euch kennen mich ja als den “durchgeknallten, der sich sogar eine eigene Homebanking-Software programmiert hat, um seine 20-25 P2P-Plattformen zu verwalten”.
Ich würde mich durchaus als alten Hasen im P2P-Bereich bezeichnen. Lässt mich mal meine Meinung zur aktuellen Situation allgemein, aber auch hier in der Gruppe los werden.

Es gibt KEINEN Grund jetzt sein ganzes Geld auf Mintos, Bondora oder sonstigen Plattformen abzuziehen. Wozu? Genauso gibt es keinen Grund, im Supermarkt Hamsterkäufe zu machen und sich 10 Packungen Klopapier oder Nudeln daheim hinzulegen.

Nehmen wir den Supermarkt, was passiert denn. 10 Leute kaufen je 10 Packungen Klopapier. Diejenigen die danach kommen und nur 1-2 Packungen kaufen wollen, die sie dringender benötigen, stehen vor leeren Regalen. Gemeinsames Miteinander geht anders!! Wenn jeder nur 1-2 Packungen mitnimmt, dann bricht die Versorgung nicht zusammen. Aber nein, einige müssen ja wie “hirnlose Lemmlinge” Hamsterkäufe machen und kein bisschen an die anderen denken.

Im P2P-Umfeld das selbe. Nehmen wir das Beispiel mit dem “Bankrun” bei Monethera und Wisefund vor 2 Monaten, als Kuetzal/Envestio verschwunden sind. Ja, ich hab auch 1200 Euro bei Kuetzal verloren, scheiß drauf und weiter gehts. Hätte Monethera und Wisefund nicht die Notbremse gezogen und den Rückkauf von heute auf morgen ausgesetzt, wären sie vom Bankrun der Lemminge, die alle ihre Projekte zurückkaufen wollten, in den Bankrott getrieben worden. Weil auch hier, jeder nur an sich denkt, aber keiner an das große Ganze. Wie soll eine kleine Firma wie Monethera den Rückkauf finanzieren? Realistisch betrachtet, gar nicht.

Und auch jetzt, was soll ein panisch-artiger Bankrun bei Mintos, Bondora oder Estateguru bringen? Zum einen sind diese Plattformen kein Tagesgeldkonto, wo man heute auf morgen das Geld abheben kann, das haben einige wohl noch nicht so verstanden und sollten sich hier wohl mal genauer mit der Assetklasse beschäftigen, in die sie da investieren.

Manch einer mag sagen, “ich will jetzt in Aktien investieren”. Dazu folgendes: führende Wirtschaftsanalysten sind sich einig, dass die Börsen in den kommenden Wochen noch um einiges runter gehen werden. Sprich, wenn ihr jetzt eure P2P-Kredite mit 10-20 % Rabatt verkauft, macht ihr hier erstmal Verlust. Dann kauft ihr Aktien und macht da in den kommenden Wochen nochmal 10-20 % Verlust. Ergo, ihr macht 20-40 % Verlust. Logische Konsequenz: Geld in P2P liegen lassen und Füsse still halten.

Aber kommen wir nochmal zum “Bankrun”. Nehmen wir Bondora G&G. Ja es wird mit sofortiger Liquidität geworben. Aber fragt Euch mal, was ihr da für ein Produkt habt. Hinter eurem G&G Account steht “versteckt” ein ganz normales Bondora-Portfolio mit Krediten die eine lange Laufzeit haben. Wenn ihr nun euer Geld abhebt, die Kredite laufen weiter. Wo kommt das Geld her? Von Bondora selbst offenbar. Ich verweise jetzt nochmal auf Monethera/Wisefund. Hier musste die Notbremse gezogen werden. Irgendwann ist vermutlich auch die Liquidität von Bondora erschöpft und es werden Konsequenzen gezogen. Und was dann? Packen diejenigen dann wieder die “Scam-Keule” aus?

Zusammengefasst: Leute, macht weiter wie bisher, “business as usual”. Panik bringt nichts. Und wenn ihr euch wirklich etwas unwohl fühlt mit der aktuellen Lage, dann legt kein neues Geld aktuell nach und kauft um Gottes Willen dann halt 2 Packungen Klopapier anstelle nur 1. PS: Ich hab gestern Geld zu Viventor und Estateguru überwiesen und hab am Samstag 1 Packung Klopapier gekauft. Und ja, auch ich mach mir Sorgen, wegen dem Virus.Thorsten via Facebook

Termine

Dann sind wir nach der Auflösung der Rätselfrage “Wann wurde nach der Finanzkrise der Tiefstand im S&P 500 erreicht?” auch schon durch und haben statt echte Termine im Gepäck nur die Absage des Community-Treffens dabei welches ja im Rahmen der Invest stattfinden sollte, die jetzt um ein Jahr verschoben wurde!

Und auch wie es mit der P2P Konferenz weiter gehen wird ist noch nicht geklärt.

Spannende Zeiten in denen wir gerade Leben – werdet nicht panisch aber auch nicht übermütig und vor allem bleibt gesund und bis zum nächsten Cafe.

Ansonsten wie immer freuen wir uns über euer Feedback und  gerne bei uns melden, wenn ihr auch unser Gast sein möchtet und nehmt bitte an der Mini Themen Umfrage teil. Und scheut euch nicht eure Fragen zu stellen. Lust auf mehr – ältere P2P Cafe Folgen?