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P2P Kredite Portfolio Quartalsreport Q2 2026: Rekordzinsen, der Fall Ventus und drei Aufsteiger

Wie lief es in meinem P2P Kredite Portfolio in den letzten 3 Monaten? Das verrät dir der P2P Kredite Quartalsreport Q2 2026! In diesem Beitrag analysiere ich mein P2P-Kredit-Portfolio im Wert von nun über 180.000 Euro. Ich zeige dir, welche Plattformen die größten Zinsen generiert haben, wo das meiste Volumen steckt, welche Plattformen die höchste Rendite liefern und wohin das frische Kapital geflossen ist. Dazu gibt es zwei Verlierer (einer davon trifft mich ziemlich hart) und gleich drei Aufsteiger.

Wir reden über das zurückliegende zweite Quartal 2026, die Renditeangaben sind der IZF/XIRR auf Jahresbasis (nicht Quartal, das wäre zu kurz, dagegen die Gesamtlaufzeit zu lange, um Tendenzen zu zeigen).

 Zuletzt aktualisiert am: 9. Juli 2026

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Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

Im zweiten Quartal 2026 ist mein P2P-Portfolio von gut 168.000 Euro weiter auf über 180.000 Euro gewachsen. Das sind gut 12.000 Euro mehr als zum Ende des ersten Quartals. Wohin das Extrageld geflossen ist, dazu kommen wir noch!

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P2P Portfolio Entwicklung

Dabei sind aktuell 65 % meines investierten Kapitals in regulierten P2P-Plattformen angelegt, während die restlichen 35 % in unregulierten Plattformen stecken. Damit liege ich näher an meiner Zielmarke von zwei Dritteln reguliert als je zuvor. Warum sich das schon im nächsten Quartal noch ein Stück weiter in Richtung Ziel bewegen dürfte, klären wir im Verlierer-Kapitel.

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reguliert vs unregulierte Plattformen

Im zweiten Quartal konnte ich mit meinen Investitionen auf insgesamt 38 aktiven P2P-Plattformen eine Rendite von 12,7 % (auf 1 Jahr gerechnet) erzielen. Damit halte ich mich weiter stabil über der 12-Prozent-Marke. Dass die Rendite ewig genau da oben bleibt, wage ich zu bezweifeln. Aber bislang ist sie hartnäckiger als gedacht.

Bei der Verteilung nach Kreditarten hat sich kaum etwas getan.

Die Verteilung sieht aktuell so aus: 47 % echtes P2P (Business + Consumer), 39 % BuyBack-Kredite und 14 % Immobilien-Projekte. Echtes P2P bleibt damit der größte Block und liegt weiter klar vor dem Buyback-Anteil.

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Verteilung der P2P Arten

Und jetzt zu den Zinsen: Die Zinseinnahmen lagen bei über 5.100 Euro im zurückliegenden Quartal. Das sind gut 450 Euro mehr als im Vorquartal (rund 4.650 Euro). Das Portfolio ist gewachsen, und die Zinsen sind trotz der auslaufenden Cashback-Kredite bei Nectaro und Co. mitgewachsen. Das macht über 1.700 Euro Zinsen pro Monat. So viel wie noch nie.

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Quartal für Quartal

P2P-Kredite machen weiterhin rund 21 % meines Gesamtvermögens aus. Alle meine Plattformen und wie ich bei ihnen weiter investiere, stelle ich auch auf YouTube in kurzen Videos vor. Ein Kanalabo lohnt sich!

 

Meine Top 3 P2P-Kredite Plattformen mit dem größten Cashflow

No.1 Nectaro

Der Cashflow-Spitzenreiter heißt erneut Nectaro, mit knapp 600 Euro Zinsen bei einem Investment von gut 16.500 Euro und einer Rendite von 17,1 %. Das ist weniger als die über 750 Euro im Vorquartal. Aber genau das war zu abzusehen. Die Cashback-Kredite aus der letzten Aktion laufen aus, und der Cashflow normalisiert sich wie erwartet.

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Nectaro Dashboard

Eigentlich war mein Plan, Nectaro zu schrumpfen. Dann kam aber eine neue Cashback-Aktion, die ich mitgenommen habe, dazwischen, und so habe ich noch mal nachgelegt. Die Position ist im Quartal wieder auf gut 16.500 Euro gewachsen. Jetzt heißt das Ziel aber erneut abbauen, runter auf 12.000 bis 13.000 Euro. Und ich will dabei umschichten: weg von Moldawien, von dem ich aktuell zu viel im Portfolio habe, zurück in mehr rumänische Kredite. Ansonsten liefert Nectaro unauffällig ab, und unauffällig ist aktuell ganz klar positiv besetzt.

Zukunft: Abbau auf 12.000 bis 13.000 Euro, dabei stärker in rumänische statt moldawische Kredite umschichten.

No.2 Neo Finance

Auf Platz 2 landet Neo Finance mit über 370 Euro Zinsen bei einem Investment von gut 11.000 Euro und 13,3 % Rendite aufs Jahr.

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Neofinance Statistik

Die litauische Plattform läuft im normalen Modus, ich ziehe die Zinsen ab. Solide und unspektakulär, genau das, was ich von der Plattform an der Stelle erwarte.

Zukunft: Weiter im Auszahlungs-Modus, stabil halten.

No.3 Finbee

Platz 3 geht an Finbee mit über 340 Euro Zinsen bei knapp 11.500 Euro Investment und 13,3 % Rendite. Litauische Business- und Konsumenten Kredite, die eigentlich konstant abliefern. Das Problem: Der Cashdrag steigt immer weiter, inzwischen liegen über 800 Euro einfach nur rum und verdienen nichts.

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Finbee Dashboard

Die Zinssätze, zu denen ich bereit bin zu investieren, will ich aber nicht noch weiter senken. Bleibt also wohl nur, das Geld nach und nach abzuziehen und zu Savy oder Neo Finance zu schieben.

Zukunft: Bei anhaltendem Cashdrag Kapital reduzieren und zu Savy oder Neo Finance umschichten. Schade….

 

Meine Top 3 Investments in P2P-Kredite

No.1 Nectaro

Nectaro hält mit gut 16.500 Euro weiterhin den Spitzenplatz beim Volumen. Knapp 600 Euro Zinsen bei 17,1 % Rendite. Hatten wir alles schon im Cashflow-Kapitel.

No.2 Mintos

Mintos hält mit gut 13.500 Euro Platz 2 (nur im Kreditanteil, mit Anleihen und Immobilien zusammen wären sie auf Platz 1). Im Quartal gab es knapp 190 Euro Zinsen bei 10,6 % Rendite. Deutlich weniger als im Vorquartal, und das hat tatsächlich mehr als einen Grund, aber einer davon ist auch: Nera Capital.

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Mintos Portfolio

Bei den Nera Notes gibt es seit dem 26. März Verzögerungen bei den Zinszahlungen, weil die beteiligten britischen Anwaltskanzleien ihre Zahlungen wegen einer laufenden Solvenzprüfung durch die SRA gestoppt haben. Die Prüfung betrifft offenbar eine abgegrenzte Gruppe von Kanzleien mit vielen Verbraucherklagen, nicht die gesamte Litigation-Finance-Branche. Auch die Rückzahlung des Kapitals ist unsicher, eine erste größere Tilgung kam nicht planmäßig, und die Fallabschlüsse ziehen sich länger als die ursprünglichen Laufzeiten der Notes. Mintos verhandelt mit Nera Capital, den Kanzleien und weiteren Geldgebern über eine Lösung, rechnet kurzfristig aber weder mit einer vollständigen Klärung noch mit einer Wiederaufnahme der Zahlungen.
Davon abgesehen und für mich persönlich gravierender bleibt das Zinsniveau leider immer noch nicht auf einem akzeptablen Level. Vernünftige 12 % sind kaum zu finden, teils bin ich schon auf unter 10 % runter. Hier wird meine Schmerzgrenze definitiv angetestet, und lange spiele ich das nicht mehr mit. Und dazu kamen noch ein paar Abschreibungen die das Ergebnis zusätzlich drückten.

Zukunft: Zinsniveau beobachten. Zieht es nicht wieder an, reduziere ich.

No.3 Finbee

Finbee steht mit knapp 11.500 Euro auf Platz 3. Über 340 Euro Zinsen bei 13,3 % Rendite. Die Details hatten wir schon beim Cashflow. Solide mit Cashdrag, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

 

Die größten Kapitalflüsse im 2. Quartal 2026

Zuerst die drei größten Zuflüsse:

No.1 Capitalia mit +knapp 4.400 Euro. Mein Neuzugang dieses Quartal, komplett frisches Kapital und direkt der größte Zufluss. Capitalia soll bei mir weiter wachsen: Ziel sind mindestens 50, langfristig 100 Projekte zu je 200 Euro. Stand heute 22 Projekte. Das wird also dauern.

Mehr dazu noch bei den Aufsteigern und in meinen Capitalia Erfahrungen.

No.2 Nectaro mit +gut 2.100 Euro auf jetzt gut 16.500 Euro. Hier ist per Reinvest und durch die neue Cashback-Aktion weiter Kapital reingelaufen. Die Details dazu stehen oben im Cashflow-Kapitel, ebenso mein Nectaro Erfahrungsbericht.

No.3 Twino mit +gut 2.100 Euro auf nun knapp 4.900 Euro bei 11,5 % Rendite. Hier wollte ich das neue, MiFID-regulierte Twino Flexi testen. Ein flexibles Produkt mit fester Verzinsung und täglicher Verfügbarkeit, das sich prima auch schnell wieder abziehen lässt. Und weil rund um das UOKiK-Verfahren gegen Twinos polnischen Kreditgeber Fincard etwas Panik aufkam und es viele Abschläge gab, habe ich die Gelegenheit genutzt und auf dem Zweitmarkt Kredite mit bis zu −3 % Abschlag eingesammelt. Die ganze Plattform samt Fincard-Thema im Detail steht in meinen Twino Erfahrungen.

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Twino Dashboard

Kurz zum Hintergrund: Beim UOKiK-Verfahren geht es um den Vorwurf, dass eine Provision auf den genutzten Kreditrahmen bei Fincard faktisch ein verdeckter Zins sei und die Zinsobergrenze umgehe. Fincard widerspricht, hat das beanstandete Modell schon Ende 2024 umgestellt und könnte gegen eine negative Entscheidung über Jahre in Berufung gehen.

Knapp unter den Top 3 kamen mit Savy (rund 1.200 Euro) und MyPeak (rund 1.800 Euro) zwei neue Plattformen frisch ins Depot. Beide sind noch zu jung für ein Urteil und haben im Quartal noch keine nennenswerten Zinsen abgeworfen. Die schaue ich mir in Ruhe an und nehme sie mir im nächsten Report richtig vor. Erste Eindrücke stehen in meinen Savy Erfahrungen und MyPeak Erfahrungen.

Und die drei größten Abflüsse:

No.1 Bondora Go&Grow mit −rund 4.700 Euro. Das war geplant, die Steuer wurde fällig und das dort geparkte Geld musste wieder raus. Trotzdem bleibt Bondora ein verlässlicher Teil meiner liquiden P2P Anteile!

No.2 Modena mit −knapp 2.500 Euro bei zuletzt 11,5 % Rendite. Auch hier ging es teils um die fällige Steuer, teils habe ich in attraktivere Cashback-Aktionen anderer Plattformen umgeschichtet. Mehr in meinen Modena Erfahrungen.

No.3 Loanch mit −knapp 2.000 Euro und 17,3 % Rendite. Die hatten zwischenzeitlich kein Bankkonto mehr, weswegen ich die Position reduziert hatte. Jetzt gibt es wieder eins, und im Nachhinein war das vielleicht ein Fehler, denn aktuell gibt es dort viel Cashback als eine Art Wiedergutmachung. Details in meinen Loanch Erfahrungen. Dahinter noch das Mintos Anleihen-Portfolio (−rund 550 Euro) und Profitus (−600 Euro).

 

Die 3 Top-Rendite-stärksten P2P-Kredite Plattformen

Rein rechnerisch stünden hier Plattformen wie Hive5 mit fast 64 %, Revest mit knapp 60 % oder MyPeak mit über 38 % ganz oben. Bei Hive5 etwa steht der Wert nur so hoch, weil ich eine Sonder-Cashback-Aktion mitgenommen habe, mit der Hive5 offenbar untätige Bestandsinvestoren wieder aktivieren wollte. Die Plattform scheint sich dauerhaft zu etablieren, ich schaue sie mir demnächst mal vielleicht doch noch genauer an. So oder so: Diese Werte sind durchs Cashback verzerrt und sagen noch nichts über den echten Ertrag aus, oder die Plattform ist noch keine vier Quartale sauber dabei. Deshalb nehme ich sie erst ins Ranking, wenn sie ein volles Jahr sauber gelaufen sind. Die qualifizierten Top 3 sehen so aus:

No.1 Devon

Den Spitzenplatz holt sich Devon mit 23,2 % aufs Jahr, bei gut 5.200 Euro Investment und gut 230 Euro Zinsen im Quartal. Läuft seit vier Quartalen konstant, die Rendite bleibt erstaunlich stabil oben.

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Devon Portfolio

Wichtig für mich: Devon hat beim BaFin-Thema nachgebessert und die Verträge aktualisiert. Ein gutes Zeichen, ich bleibe investiert.

Zukunft: Halten, Rendite beobachten. Zinsen abziehen.

No.2 Esketit

Esketit landet mit 22,8 % auf Platz 2, bei knapp 2.900 Euro und gut 120 Euro Zinsen. Die Plattform habe ich dieses Quartal spürbar aufgestockt. Warum, dazu gleich mehr bei den Aufsteigern.

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Esketit Dashboard

No.3 Asterra Estate

Auf Platz 3 kommt Asterra Estate mit 19,3 %, bei gut 4.100 Euro Investment und gut 190 Euro Zinsen. Immobilienbesicherte Kredite, die bei mir konstant abliefern und die ich im Quartal noch etwas aufgestockt habe.

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Asterra Dashboard

Auch Asterra hat die Verträge wegen des BaFin-Risikos angepasst. Dieselbe Richtung wie bei Devon.

Zukunft: Zinsen abziehen und Ende des Jahre eventuell noch mal aufstocken.

 

Die P2P-Kredite Plattform-Verlierer des 2. Quartals 2026

Wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Dieses Quartal war es eher eine Sonnenfinsternis.

Ventus Energy

Der erste und schwerere Fall für mein Portfolio ist Ventus Energy. Die BaFin hat am 5. Mai 2026 angeordnet, dass Ventus das in Deutschland ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft einstellen und abwickeln muss; die Verbrauchermitteilung der BaFin dazu ist vom 18. Mai. Das ist zunächst kein Betrugsvorwurf, sondern eine juristische Einordnung: erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft ohne die nötige Lizenz.

Ventus hat angekündigt, ein gerichtlich begleitetes Restrukturierungsverfahren nach estnischem Recht einzuleiten. Als Gründe nennt das Unternehmen die BaFin-Anordnung, erhebliche Störungen der Banken- und Zahlungsverbindungen sowie nach eigenen Angaben gezielte Störaktionen, zu denen in Estland strafrechtliche Ermittlungen laufen sollen. Konkret heißt das für uns Anleger: keine neuen Investments, die Zinsauszahlungen sind ausgesetzt und aufgelaufene Zinsen werden nur noch kapitalisiert, und der Early Exit ist deaktiviert. In meinem Quartal stehen bei Ventus zwar noch gut 220 Euro Zinsen, die ich mir gerade noch auszahlen ließ. Ein Rückzahlungsplan soll im Juli vorgelegt werden, zentraler Mechanismus soll der strukturierte Verkauf der Energieanlagen sein.

Für mich heißt das ganz praktisch: Ich buche bei Ventus ab sofort keine Zinsen mehr ein und lasse die Position komplett ruhen. Anfangen abzuschreiben werde ich erst, wenn klar ist, wie es konkret weitergeht.

Denn dieses regulatorische Risiko trifft nicht nur Ventus. Es kann jede Plattform erwischen, die rechtlich nicht sauber aufgestellt ist, auch wenn das operative Geschäft läuft.
Warum mich das dazu bringt, mein ganzes Portfolio stärker zwischen regulierten und unregulierten Plattformen zu sortieren, habe ich in zwei Beiträgen aufgearbeitet: grundsätzlich in Regulatorisches Risiko bei P2P (was eine Lizenz leistet und was nicht), und aus der Anlegerperspektive in Ist P2P tot, dank Ventus? Dort rechne ich auch durch, was ein Totalausfall bei Ventus für meine Gesamtrendite bedeuten würde.
Ein weiterer Beitrag, wie die unregulierten Plattformen selbst mit dem Fall umgehen, ist in Arbeit. Ich habe sie dazu alle angeschrieben und werte die Antworten gerade aus.
Ein „positiver“ Nebeneffekt: Ventus macht mit 11.000 Euro aktuell gut 6 % meines P2P-Teils aus und steht auf der unregulierten Seite. Sobald der Bestand abgewickelt ist, schiebt das meine regulierte Quote schon mal ein Stück über die anvisierte Zwei-Drittel-Marke.

Den aktuellen Stand zu Ventus halte ich in meinem Ventus Erfahrungen Artikel fest sollte dich das interessieren…

Mintos Core

Mein zweiter Verlierer ist diesmal keine ganze Plattform, sondern eine Strategie: Mintos Core, die einfache Auto-Invest-Variante. Über genau diese Strategie habe ich mir nämlich einen Teil meiner Nera Capital Notes eingesammelt. Und das Problem ist nicht nur, dass Nera gerade Zins- und Tilgungszahlungen aussetzt. Das eigentliche Problem ist, dass Core auch dann noch fleißig Nera nachgekauft hat, als (nicht nur mir) längst klar war, dass sich der Kreditgeber übernimmt und viel zu viel Volumen in die eigene Bilanz holt.
Nera gehörte zu den riskantesten Kreditgebern auf der Plattform, und das dürfte auch Mintos selbst gewusst haben. Trotzdem ist genau das über Core reingewandert.

Für mich heißt das: Mintos Core ist eher die Resterampe für das, was sonst niemand mehr haben will, als eine wirklich kuratierte Strategie. Viel steht bei mir zum Glück nicht im Feuer, rund 135 Euro in Nera insgesamt, davon knapp 50 Euro über Core eingesammelt. Core habe ich ohnehin schon länger deaktiviert und wird langsam entspart. Immerhin laufen auf die verzögerten Zahlungen weiter Zinsen auf, und Mintos koordiniert sich mit den Gläubigern.
Für mich ist die Mintos Core Strategie ihr Geld nicht wert.

(Hier findest du übrigens eine Übersicht über alle aktuellen P2P Kredite News.)

 

Top Mover im P2P-Kredite Portfolio im 2. Quartal 2026

Kommen wir aber nun zu den positiven Entwicklungen.

No.1 Revest

Mein auffälligster Aufsteiger kommt diesmal ganz ohne Dauer-Investment aus. Wenn du nur auf den Quartals-Endstand schaust, steht bei Revest eine glatte Null. Und trotzdem habe ich hier in einem einzigen Quartal mehr Geld bewegt als über manche meiner Dauer-Positionen. Der Grund war ein Neukundenbonus plus Cashback-Aktion: Ich habe gut 5.000 Euro eingezahlt, den Bonus mitgenommen und das Geld bis zum Quartalsende wieder komplett abgezogen.

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Revest Dashboard

Unterm Strich standen dafür gut 300 Euro Zinsen in nur drei Monaten, was den 1-Jahres-IZF auf knapp 60 % hochzieht. Klar ist das durchs Cashback verzerrt und keine Dauerrendite. Aber als kurzer, kalkulierter Griff nach dem Bonus war es eine der lukrativsten Aktionen des Quartals.

Zukunft: Keine Dauerposition. Aber solche Neukunden- und Cashback-Aktionen gibt es bei Revest immer wieder, und gut möglich, dass ich das bei Gelegenheit wiederhole.

Esketit

Nach einer 10in10-Folge habe ich bei Esketit wieder Vertrauen gefasst. Die Plattform plant Richtung Regulierung, und es gab eine schöne Cashback-Aktion, die ich mitgenommen habe.

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Esketit Portfolio

Aufgestockt auf knapp 2.900 Euro bei 22,8 % Rendite, wobei mich nicht alle Kreditgeber komplett überzeugen. Aber die Richtung stimmt.

Zukunft: Weiter beobachten, ob Regulierung und neue Kreditgeber kommen. Zinsen abziehen

Lande

Es wurde Zeit, bei Lande endlich wieder aufzustocken. Die Agrarkredit-Sparte war bei mir zuletzt unterbesetzt (Insoil wird entspart). Dazu kommt: Lande ist reguliert, und gerade im Sommer gibt es die besten Kreditkonditionen, weil die Landwirte Geld brauchen.

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Lande Portfolio

Die Position steht jetzt bei gut 6.000 Euro und 8,8 % Rendite. Ich gehe davon aus, dass sie weiter wächst.

Zukunft: Weiter aufbauen, gerade über die Sommermonate mit den besten Konditionen.

Capitalia (Neuzugang)

Mein wichtigster Neuzugang dieses Quartal: Capitalia, mit knapp 4.400 Euro direkt der größte Kapitalzufluss überhaupt. Auch hier hat eine 10in10-Folge den Ausschlag gegeben. Das Geschäftsmodell sind Geschäftskredite, die durchaus mal ausfallen, sich aber lohnen, sobald man ordentlich diversifiziert. Capitalia ist reguliert und für mich ein klares Langfrist-Investment. Die 1,7 % Rendite sind noch nichtssagend. Die Position ist frisch, da braucht es Zeit. Mein Plan: mindestens 100 Projekte zu je 200 Euro.

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Capitalia Dashboard

Zukunft: Langfristig auf mindestens 100 Projekte à 200 Euro diversifizieren.

Mein P2P-Kredite-Plattformen-Fazit Q2 2026

Unterm Strich steht ein Portfolio von über 180.000 Euro, eine Gesamtrendite von 12,7 % aufs Jahr und über 1.700 Euro Zinsen pro Monat. Der höchste Monatsschnitt bisher. Trotz Ventus und Nera sind die Zinsen also noch nicht gefallen, sondern erneut gestiegen.

Inzwischen laufen weiterhin sieben Plattformen im „Auszahlungs-Modus“: NeoFinance, Finbee, ViaInvest, Devon, Asterra, FF Forest und Afranga werfen regelmäßige Cashflows ab.

War mir eigentlich klar, dass es bei P2P-Krediten nicht ewig so reibungslos weitergeht. Ich hätte nur nicht erwartet, dass es ausgerechnet ein regulatorisches Thema ist, das uns trifft. Eher hätte ich mit so etwas wie der Nera-Sache gerechnet oder damit, dass ganz andere Plattformen kollabieren. Aber so ist das halt bei High-Risk-Investments. Noch muss niemand etwas abschreiben bei Ventus, auch ich nicht, und mehr als beobachten kann man an der Stelle ohnehin nicht. Was es trotzdem zeigt: wie wichtig Diversifikation und Risikomanagement sind. Das Fundament steht weiter stabil. Mal sehen, was Q3 bringt.

Zuletzt aktualisiert am: 9. Juli 2026

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Ich besitze keine Erlaubnis als Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO und bin nicht von der BaFin zugelassen. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung dar.

Auf fast allen Plattformen, über die ich berichte, bin ich selbst investiert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Investitionen in P2P-Kredite und vergleichbare Vermögensanlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalausfall verbunden. Renditen in der Vergangenheit sind keine Garantie für die zukünftige Entwicklung. Jede Anlageentscheidung triffst du eigenverantwortlich.

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