P2P Tagesgeld Alternativen

P2P „Tagesgeld“ Alternativen: Bondora, Monefit & Modena im Vergleich — Rendite, Risiko & meine Strategie

P2P Tagesgeld Alternativen versprechen 6 %, 7,5 % oder sogar 11 % Rendite — flexibel verfügbar, per Mausklick investiert, Zinsen ab Tag eins. Aber welche Plattform hält, was sie verspricht? In diesem großen P2P „Tagesgeld“ Vergleich 2026 stelle ich die drei wichtigsten Anbieter gegenüber: Bondora Go & Grow, Monefit SmartSaver und den Newcomer Modena. Rendite, Liquidität, Risiko — Plattform für Plattform, mit meinen echten Zahlen aus über 25.000 € eigenem Investment in allen drei Produkten.

Aber bevor jemand auf die Idee kommt, eines dieser Produkte als Ersatz für sein Tagesgeldkonto zu betrachten: P2P „Tagesgeld“ ist kein Tagesgeld. Das sage ich seit Jahren — und daran hat sich nichts geändert. Kein Einlagenschutz, kein Bankkonto, kein reguliertes Sparprodukt. Es sind Investments in Konsumentenkredite mit einem bequemen Interface. Wer das Risiko kennt und bewusst eingeht, findet hier aber Tagesgeld Alternativen, von denen klassische Bankprodukte nur träumen können. In diesem Artikel erfährst du, welche der drei sogenannten P2P Tagesgeld Alternativen zu welchem Investorentyp passt.

 Zuletzt aktualisiert am: 19. März 2026

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Worum geht es bei den P2P Tagesgeld Alternativen?

Was ist „P2P Tagesgeld“ — und was eben nicht?

Der Begriff P2P „Tagesgeld“ hat sich in der Community als Kurzform etabliert für P2P-Produkte, bei denen du dein Geld flexibel anlegen und relativ kurzfristig wieder abziehen kannst (Grüße gehen raus an Felix!). Alle drei Plattformen in diesem Vergleich bieten ein solches Produkt an. Aber der Vergleich mit echtem Tagesgeld hinkt an entscheidenden Stellen:

  • Keine Einlagensicherung — bei keiner der drei Plattformen greift eine staatliche oder private Einlagensicherung. Dein Geld ist im Insolvenzfall nicht geschützt wie bei einer Bank.
  • Kein reguliertes Sparprodukt — keine der drei Plattformen hat eine spezifische Investmentfirmen-Lizenz für ihr „Tagesgeld“-Produkt. Bondora und Modena sind als Kreditgeber reguliert, Monefit arbeitet über Forderungsabtretung.
  • Kein garantierter Zins — die beworbenen Renditen sind Zielrenditen, keine garantierten Festzinsen. Sie können sinken (wie bei Bondora von 6,75 % auf 6 %) oder schwanken (wie bei Modena zwischen 7,5 und 11 %).
  • Liquidität mit Einschränkungen — Auszahlungen sind nicht immer sofort möglich. Je nach Plattform gelten Limits, Kündigungsfristen oder Wartezeiten.

Trotzdem haben diese Produkte ihre Berechtigung. Sie sprechen Investoren an, die eine höhere Rendite als auf dem Tagesgeldkonto suchen, das Risiko bewusst eingehen und Wert auf einfache Bedienung ohne Kredit-Picking legen. Entscheidend ist, dass du weißt, wo der Renditeaufschlag herkommt — nämlich aus dem Kreditrisiko.

Die Tagesgeld-Benchmark: Was Banken aktuell zahlen

Um die Renditen einzuordnen, brauchen wir den Vergleichsmaßstab. Der EZB-Einlagensatz steht im März 2026 bei 2,00 % — nach acht Zinssenkungen seit Juni 2024. Die meisten Prognostiker erwarten ein Verharren bei diesem Niveau über 2026.

Die besten Tagesgeldangebote in Deutschland liegen aktuell bei bis zu 3,40 % als Aktionszins (z.B. bei BBVA oder Crédit Agricole). Der Durchschnitt aller Aktionszinsen beträgt rund 2,68 %. Nach Ablauf der Aktionsphase (meist 3–6 Monate) fallen die Zinsen im Schnitt auf nur noch 1,23 %. Trade Republic bietet dauerhaft den EZB-Satz von 2,00 %.

Der Rendite-Spread zwischen bestem Tagesgeld (3,4 %) und P2P „Tagesgeld“ beträgt damit 2,6 Prozentpunkte (Bondora) bis 4,1–7,6 Prozentpunkte (Monefit/Modena). Dieser Spread ist die Risikoprämie für fehlende Einlagensicherung, Plattformrisiko und Kreditausfallrisiko. Bei einem nachhaltigen Tagesgeld-Zins von ~2 % (ohne Aktionshopping) wächst der Spread auf 4–9 Prozentpunkte.

 Horizontales Balkendiagramm: Sparkasse (1,23%) / Bestes Tagesgeld (3,4%) / Bondora (6%) / Monefit (7,5%) / Modena (11%) mit markierter Risikoprämie
Der Renditespread beim P2P Tagesgeld

Bondora Go & Grow: Der Platzhirsch

Bondora, gegründet 2008 in Tallinn, ist einer der ältesten P2P-Kreditgeber Europas. Mit einem ausstehenden Kreditportfolio von rund 600 Millionen Euro und über 507.000 Investoren ist es nach Mintos die zweitgrößte Plattform des Kontinents. Seit 2017 wirtschaftet Bondora acht Jahre in Folge profitabel — in der P2P-Branche allein schon bemerkenswert.

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Mein Bondora Dashboard

Go & Grow gibt es seit Juni 2018 und ist der Inbegriff des „P2P Tagesgelds“. Einen ausführlichen Erfahrungsbericht findest du in meinem Bondora Erfahrungsbericht.

Bondora Go & Grow — Steckbrief

Produkt Go & Grow (seit April 2025: einheitlich)
Zinssatz (flexibel) 6,00 % p.a.
Zinsgutschrift Täglich
Liquidität Auszahlung i.d.R. sofort, 1–3 Werktage Banküberweisung, 1 € Gebühr pro Auszahlung
Mindestanlage 1 €
Einzahlungslimit Keines (seit April 2025)
Kreditarten Unbesicherte Konsumentenkredite (Estland, Finnland, Spanien, Niederlande, Lettland)
Regulierung Bondora AS: Kreditgeber-Lizenz (estn. Finantsinspektsioon). Bondora Capital OÜ (Go & Grow): keine spezifische Investmentlizenz
Gründung 2008 (Go & Grow: 2018)
Investoren ~507.000
Verwaltete Gelder ~567 Mio. €
Quellensteuer 0 % (Estland)
Einlagensicherung Nein

Go & Grow: Was hat sich geändert?

Seit dem 1. April 2025 hat Bondora das Produkt vereinfacht. Die bisherigen zwei Varianten — das Original „Go & Grow“ mit 6,75 % und „Go & Grow Unlimited“ mit 4 % (seit August 2022 für Neukunden) — wurden zu einem einzigen Produkt mit einheitlich 6,00 % p.a. zusammengeführt. Einzahlungslimits gibt es nicht mehr, dafür fällt jetzt eine Gebühr von 1 € pro Auszahlung an.

Die Zinssenkung von 6,75 % auf 6 % wurde in der Community kritisch aufgenommen. Und ich verstehe das: 6 % für unbesicherte Konsumentenkredite ohne Einlagensicherung — da kann man diskutieren, ob das genug Risikokompensation ist.
Daher schauen wir uns mal die Risikoseite noch ein wenig an.

Geschäftszahlen 2024: Solide, aber mit Erklärungsbedarf

Die Geschäftszahlen 2024 zeigen ein gemischtes Bild:

Kennzahl 2023 2024 Veränderung
Umsatz 44,2 Mio. € 52,6 Mio. € +19 %
Kreditvolumen ~202 Mio. € ~262 Mio. € +30 %
Vorsteuergewinn 3,3 Mio. € 1,2 Mio. € −64 %
Eigenkapitalquote ~70 % 71 % stabil
Verschuldungsgrad ~0,40 0,40 stabil
Liquiditätsfaktor k.A. 3,45

Der massive Gewinnrückgang um 64 % klingt dramatisch, hat aber eine spezifische Ursache: Zur Vorbereitung auf den Banklizenz-Antrag wurde das Expected-Credit-Loss-Modell nach IFRS 9 retrospektiv auf das historische Portfolio angewendet. Das hat die Risikovorsorge (Expenses from doubtful receivables) um 8,8 Mio. € (+156 %) in die Höhe getrieben — ein buchhalterischer Effekt, kein operatives Problem. Die Eigenkapitalquote von 71 % und der Verschuldungsgrad von 0,40 bleiben exzellent.

Der Risk Buffer: Bondoras Sicherheitspuffer

Ein Punkt, der Bondora von den Wettbewerbern unterscheidet: der Risk Buffer. Das Kreditportfolio (600 Mio. €) übersteigt die Investorengelder (567 Mio. €) um rund 33 Millionen Euro. Bondora behält die Überschussrendite oberhalb von 6 % als Puffer für Kreditausfälle. Das ist ein echtes Sicherheitsnetz, das weder Monefit noch Modena in dieser Form bieten.

Zusätzlich wichtig: du hältst rechtliches Eigentum an den Kreditforderungen. Im Insolvenzfall von Bondora Capital OÜ gehören die Forderungen dir, nicht der Insolvenzmasse.

Liquidität in der Praxis

Unter normalen Bedingungen: Auszahlung sofort, Geld auf dem Bankkonto in 1–3 Werktagen. In 17 Jahren Firmengeschichte wurde der Sicherheitsmechanismus „Partial Payouts“ (Teilauszahlungen über mehrere Tage gestreckt) nur einmal aktiviert: während COVID-19 von März bis Juni 2020. Damals warteten Investoren bis zu 2–3 Monate auf vollständige Auszahlung. Seitdem gab es keine Einschränkungen mehr.

Banklizenz-Antrag: Der mögliche Game-Changer

Bondora hat in Zusammenarbeit mit der Core-Banking-Plattform Tuum einen Banklizenz-Antrag bei der estnischen Finanzaufsicht eingereicht. CEO Pärtel Tomberg erwartet die Genehmigung im Laufe von 2026. Sollte das durchgehen, würde Go & Grow zum ersten P2P-Produkt mit echter Bankenaufsicht — möglicherweise inklusive Einlagensicherung. Das wäre ein fundamentaler Wandel für die gesamte Produktkategorie. Ob die Rendite dann bei 6 % bleibt, ist allerdings fraglich.

Meine Bondora-Zahlen

Ich bin bei Bondora mit 13.000 € investiert. Das ist mein konservativer Anker im P2P-„Tagesgeld“-Bereich. Nicht aufregend, aber solide. Bondora ist mit Abstand die erfahrenste Plattform im Vergleich — seit 2008 aktiv, nie einen Investor-Euro verloren, und jetzt auf dem Weg zur Banklizenz.

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Monefit SmartSaver: Der Mittelweg

Monefit SmartSaver, gelauncht im November 2022, ist das Konsumenten-Flaggschiff der Creditstar Group — einem der größten Konsumentenkreditgeber Europas. Mit aktuell 7,50 % p.a. auf das flexible Konto positioniert sich Monefit genau zwischen Bondoras Sicherheit und Modenas Renditehunger. Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht findest du hier: Monefit SmartSaver Erfahrungen.

Monefit SmartSaver — Steckbrief

Produkt SmartSaver (flexibel) + Vaults (3–24 Monate Lock-up)
Zinssatz (flexibel) 7,50 % p.a. (seit Juni 2025, vorher 7,25 %)
Zinssatz (Vaults) Bis 10,52 % p.a. (24 Monate)
Zinsgutschrift Täglich
Liquidität Bis 1.000 €/Monat sofort; darüber: bis 10 Werktage + 1–3 Tage Banküberweisung. Keine Gebühren.
Mechanismus Forderungsabtretung (Assignment of Claims) an Creditstar-Konsumentenkredite
Kreditarten Unbesicherte Konsumentenkredite, 8 Länder (EE, FI, ES, PL, CZ, SE, DK, UK)
Muttergesellschaft Creditstar Group (gegründet 2006)
Regulierung Monefit: keine spezifische Investmentlizenz. Creditstar: lizenzierter Kreditgeber in allen Märkten
Investoren ~26.000–30.000
Quellensteuer 0 % (Estland)
Einlagensicherung Nein

Wie funktioniert der SmartSaver?

Monefit funktioniert über Forderungsabtretung: Du kaufst Anteile an Konsumentenkreditverträgen, die von Creditstar-Gruppengesellschaften in acht Ländern vergeben werden. Die Allokation erfolgt vollautomatisch in einen diversifizierten Kreditpool — kein Kredit-Picking, kein manueller Aufwand.

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Monefit Dashboard

Die zugrunde liegenden Kredite tragen im Schnitt rund 26 % Zinsen bei circa 15 Monaten Laufzeit. Die Differenz zwischen 26 % und deinen 7,50 % deckt Kreditausfälle, Betrieb und Gewinn der Creditstar Group. Bemerkenswert: im Juni 2025 wurde der flexible Zins von 7,25 % auf 7,50 % angehoben — gegenläufig zum Markttrend, denn Bondora hat zeitgleich gesenkt.

Liquidität: Die 1.000-Euro-Grenze

Seit November 2025 werden bis zu 1.000 € pro Monat sofort ausgezahlt. Beträge darüber benötigen bis zu 10 Werktage plus 1–3 Tage Banküberweisung. Keine Auszahlungsgebühren.

Seit dem Launch hat Monefit eine 100-prozentige Auszahlungsquote — keine einzige verzögerte Auszahlung in über drei Jahren. Das ist überzeugend. Aber: Bei einem fünfstelligen Investment (z.B. 10.000 €) kann ein Komplettabzug bis zu 10 Werktage dauern. Das musst du berücksichtigen.

Creditstar Group: Die entscheidende Risiko-Variable

Die Creditstar Group ist das zentrale Risiko jedes Monefit-Investments. Alles steht und fällt mit der Solvenz dieser Muttergesellschaft. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Bilanz.

Creditstar Group — Kennzahlen 2023 2024 Veränderung
Bruttokredit-Portfolio ~335 Mio. € 414 Mio. € +23,5 %
Zinserträge 63 Mio. € 74 Mio. € +17,3 %
Nettogewinn 10 Mio. € 7,24 Mio. € −27,5 %
Eigenkapital 63,9 Mio. € 70,5 Mio. € +10,2 %
Net Debt/Equity ~3,6x 4,11x steigend
Operativer Cashflow k.A. −46,6 Mio. €
Auditor KPMG

Positiv: Die KPMG-Prüfung als Big-Four-Auditor schafft erhebliche Glaubwürdigkeit. Im Mai 2025 platzierte Creditstar eine Anleihe über 46 Mio. € — die größte der Firmengeschichte — zu einem um 1 Prozentpunkt reduzierten Coupon. Wer günstiger Anleihen platzieren kann, hat Marktvertrauen, wobei das auch schlicht der Zinssituation geschuldet gewesen sien kann.

Fein, aber – die Schattenseiten sind nicht zu ignorieren:

  • Der Verschuldungshebel von 4,11x (Net Debt/Equity) ist aggressiv für einen Konsumentenkreditgeber
  • Der operative Cashflow war mit −46,6 Mio. € deutlich negativ — getrieben durch 78,8 Mio. € Netto-Kreditwachstum, finanziert durch neue Investoren- und Gläubigergelder
  • Kurzfristige Verbindlichkeiten (269 Mio. €) übersteigen kurzfristige Vermögenswerte (105 Mio. €) — erhebliches Fristigkeitenrisiko
  • Historische Zahlungsverzögerungen auf Mintos (monatelange „Pending Payments“) und Lendermarket (erzwungene Laufzeitverlängerungen bis zu 2 Jahre)
P2P Tagesgeld Alternativen
Die Creditstar Gruppe im Überblick

Meine Einschätzung zu Creditstar

Monefit ist in meinen Augen der solideste Creditstar-Kanal. SmartSaver liefert der Gruppe das günstigste Kapital — nur 7,5 % statt 13,5 % über Anleihen. Wenn Creditstar sparen muss, wird Monefit zuletzt angefasst. Im Zweifel bekommen Lendermarket und Mintos zuerst Probleme.

Aber machen wir uns nichts vor: Bei einer systemischen Krise der Creditstar Group wären alle Kanäle betroffen. Der Hebel von 4x lässt wenig Spielraum für unerwartete Schocks. Solange Creditstar profitabel und KPMG-geprüft arbeitet, ist das Risiko-Rendite-Verhältnis bei 7,5 % wohl noch als fair zu bezeichnen.

Creditstar hat zudem einen Antrag auf eine Fintech-Banklizenz bei der Bank of Lithuania / EZB eingereicht. Sollte das durchgehen, würde sich die regulatorische Grundlage fundamental verbessern.

Meine Monefit-Zahlen

Nach meinem Ausstieg Ende 2023 bin ich jetzt mit 2.500 € zu Monefit zurückgekehrt. Der Grund: Alle drei liquiden P2P-„Tagesgeld“-Produkte im Portfolio zu haben ergibt aus Diversifikationssicht einfach Sinn. Mit 7,50 % liegt Monefit genau in der Mitte zwischen Bondora und Modena — und solange Creditstar profitabel und KPMG-geprüft arbeitet, ist das Risiko-Rendite-Verhältnis fair.

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Modena: Der Newcomer mit Renditehunger

Und jetzt zum Newcomer. Modena Estonia OÜ (gegründet als BuyPlan Estonia OÜ im Oktober 2019) betreibt ein lizenziertes Kreditgeschäft in Estland. Die Investmentplattform modena.capital startete erst im November 2024 — gerade einmal rund 16 Monate am Markt. Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht findest du hier: Modena Erfahrungen.

Modena — Steckbrief

Produkte Dynamic Vault (flexibel), Growth Vault (12 Mo.), Secure+ Vault (immobilienbesichert, neu)
Zinssatz Dynamic Vault ~7,5–8,5 % p.a.
Zinssatz Growth Vault ~9,5–11 % p.a. (12 Monate Lock-up)
Zinsgutschrift Monatlich (direkt aufs Bankkonto)
Liquidität (Dynamic Vault) 30 Tage Kündigungsfrist (regulär) oder Sofort-Auszahlung mit Zinsverlust
Kreditarten Konsumentenkredite, BNPL, Kreditkarten (nur Estland)
Regulierung Kreditgeber-Lizenz (estn. Finantsinspektsioon). Investmentplattform: keine spezifische Lizenz
Gründung 2019 (Investmentplattform: November 2024)
Investoren ~1.700
Verwaltete Gelder ~4,6 Mio. €
Buyback-Garantie Ja (BNPL: 35 Tage, Kreditverträge: 85 Tage)
Quellensteuer 0 % (Estland)
Einlagensicherung Nein
Wichtig: Modena hat keinerlei Verbindung zu EstateGuru. Kein gemeinsames Management, keine Beteiligung, nichts. CEO ist Oliver Matt, vorher unter anderem CPO bei ESTO AS.

Dynamic Vault: Das liquide Produkt

Für unseren Vergleich ist der Dynamic Vault relevant — das liquide Produkt mit offiziell 7,5–8,5 % Rendite. Die Besonderheit: Modena zahlt deine Erträge monatlich direkt auf dein Bankkonto aus. Du wählst selbst, welchen Prozentsatz der monatlichen Erträge du ausgezahlt haben willst. Das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal — bei Bondora und Monefit bleibt alles auf der Plattform.

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Mein Modena Dashboard

Daneben gibt es den Growth Vault (9,5–11 %, 12 Monate Lock-up) und den neuen Secure+ Vault mit 130 % Immobilienbesicherung und unabhängigem Security Agent. Letzterer ist ein interessanter Schritt in Richtung Risikoreduktion — Vaults sind aber nicht der Schwerpunkt dieses Vergleichs.

Liquidität: 30 Tage oder sofort mit Zinsverlust

CEO Oliver Matt hat mir im Interview die zwei Auszahlungswege erklärt:

  • Sofort-Auszahlung (Instant Withdrawal): Modena kauft die Assets innerhalb von 24 Stunden zurück. Aber: du verlierst alle aufgelaufenen, unbezahlten Zinsen seit der letzten monatlichen Auszahlung.
  • Reguläre Auszahlung (Gradual Withdrawal): Dein Geld wird nicht mehr reinvestiert und fließt über die Kundenrückzahlungen zurück. Maximale Wartezeit: 31 Tage. Kommt nach 31 Tagen nicht alles zusammen, kauft Modena den Rest zurück.

In meinem Test war das Geld bereits nach einem Tag verfügbar. Aber die 30-Tage-Kündigungsfrist ist vertraglich verankert und muss eingeplant werden. Im Vergleich zu Bondoras Sofort-Auszahlung und Monefits 1–10-Tage-Fenster ist das die längste Wartezeit im Dreiervergleich außer man verzichtet auf die angelaufenen Zinsen.

Was macht Modena mit meinem Geld?

Modena vergibt eigene Kredite in Estland — Konsumentenkredite, BNPL-Verträge und Kreditkarten. Die Zinsen auf die Kundenkredite liegen laut CEO zwischen 12 und 38 % p.a., abhängig vom Risikoprofil. Der Durchschnitt liegt bei rund 17 %. Modena zieht seine Kosten ab und gibt den Rest an die Investoren weiter.

Die Ausfallrate liegt laut Plattform bei nur 0,4 % — das ist extrem niedrig, spiegelt aber auch den kurzen Track Record wider. Die Buyback-Garantie greift nach 35 Tagen (BNPL) bzw. 85 Tagen (Kreditverträge). Im Buyback-Fall kauft Modena den Kredit sofort zurück und du kannst das Geld am nächsten Tag reinvestieren.

Geschäftszahlen 2024: Klein, aber profitabel

Kennzahl 2024
Umsatz 1,36 Mio. €
Nettogewinn 203.000 € (erstes profitables Jahr)
Kreditvolumen vergeben 12,6 Mio. €
Verwaltete Investorengelder ~4,6 Mio. €
Stammkapital 50.000 €
Eigenkapitalreserven ~1 Mio. € (laut CEO)

2024 war das erste profitable Jahr für Modena. CEO Oliver Matt erklärt das mit dem Erreichen einer kritischen Größe: im Kreditgeschäft braucht man eine Mindestbasis, um die Fixkosten zu decken. Für 2026 plant Modena die Expansion in Leasing, Versicherungsvermittlung und Hypothekarkredite.

Risikobewertung: Ehrlich einordnen

Machen wir uns nichts vor — Modena ist die risikoreichste der drei Plattformen in diesem Vergleich:

  • 16 Monate Track Record als Investmentplattform — extrem kurz
  • ~1.700 Investoren und 4,6 Mio. € verwaltete Gelder — winzig im Vergleich
  • Nur Estland — komplette Länderkonzentration
  • 50.000 € Stammkapital — minimal
  • Keine Investmentprodukt-Lizenz — nur Kreditgeber-Lizenz

Auf der Positivseite stehen:

  • Regulierung als Kreditgeber durch die estnische Finanzaufsicht
  • Geprüfte Jahresabschlüsse
  • Profitabilität in 2024
  • Buyback-Garantie auf alle Kredite
  • Forderungsverkauf an Investoren (Eigentum geht über)
  • ~1 Mio. € Eigenkapitalreserven + Shareholder-Kreditlinien als Liquiditätspuffer

Was Oliver Matt zur Insolvenz-Frage sagt

Im Interview hat mir der CEO erklärt, was im extrem unwahrscheinlichen Insolvenzfall passiert: Zuerst würden die Gesellschafter eine Kapitalerhöhung durchführen. Erst wenn auch das nicht reicht, wird ein Insolvenzverwalter bestellt. Wichtig: Die an Investoren verkauften Forderungen gehören nicht mehr Modena. Der Insolvenzverwalter kann sie nicht für andere Schulden verwenden. Die Buyback-Garantie würde zwar entfallen, aber die Kreditforderungen und deren Cashflows bleiben Eigentum der Investoren wie wir das auch von Bondora kennen.

Meine Modena-Zahlen

Ich bin bei Modena mit 10.300 € investiert, davon rund ein Drittel in den Vaults. Meine tatsächliche Rendite liegt bei 13,5 % — da ist aber Cashback eingerechnet. Die offizielle Durchschnittsrendite der Plattform gibt Modena mit 9,3 % an. Für mich ist Modena die renditestarke Beimischung — mit dem klaren Bewusstsein, dass es eine Early-Stage-Plattform ist.

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Der große Vergleich: Bondora vs. Monefit vs. Modena

Jetzt wird es übersichtlich. Die folgende Tabelle stellt alle drei Plattformen in den Kategorien gegenüber, die für die Entscheidung wirklich zählen.

Kriterium Bondora Go & Grow Monefit SmartSaver Modena Dynamic Vault
Zinssatz (flexibel) 6,00 % p.a. 7,50 % p.a. ~7,5–8,5 % p.a.
Lock-up-Produkte Keine Bis 10,52 % (24 Mo.) Bis ~11 % (12 Mo.)
Zinsgutschrift Täglich Täglich Monatlich (aufs Bankkonto)
Auszahlungsgeschwindigkeit Sofort (1 € Gebühr) ≤1.000 €/Mo. sofort; >1.000 €: bis 10 WT 30 Tage Frist; Sofort mit Zinsverlust
Plattform-Alter 2008 (G&G: 2018) 2022 (Creditstar: 2006) 2019 (Investment: Nov. 2024)
Investorenzahl ~507.000 ~26.000–30.000 ~1.700
Verwaltete Gelder ~567 Mio. € >100 Mio. € (geschätzt) ~4,6 Mio. €
Umsatz (Gruppe, 2024) 52,6 Mio. € 74 Mio. € (Creditstar) 1,36 Mio. €
Nettogewinn (2024) 1,2 Mio. € (VorSt.) 7,24 Mio. € 203.000 €
Eigenkapitalquote 71 % ~19 % (Creditstar) Gering (50k Stammkapital)
Verschuldungsgrad 0,40x 4,11x (Creditstar) Niedrig (kleines Kreditbuch)
Kreditgeber-Länder 5 8 1 (nur Estland)
Buyback-Garantie Nein Nein Ja (35–85 Tage)
Eigentum an Forderungen Ja Ja (Abtretung) Ja
Auditor k.A. KPMG (Creditstar) Geprüft
Banklizenz beantragt ✅ (Estland, 2026) ✅ (Litauen/EZB)
Quellensteuer 0 % 0 % 0 %
Einlagensicherung
Mein Risikourteil ⭐⭐⭐ Mittel-niedrig ⭐⭐ Mittel ⭐ Mittel-hoch

Rendite im Detail-Vergleich

Auf den ersten Blick scheint die Sache klar: Modena bietet am meisten, Bondora am wenigsten. Aber so einfach ist es nicht.

Bondora (6 %): Die Rendite liegt fest bei 6 %, täglich gutgeschrieben. Keine Schwankungen, keine Überraschungen. In einem Umfeld, in dem das beste Tagesgeld 3,4 % zahlt und der nachhaltige Zins bei ~2 % liegt, ist das ein dreifacher Ertrag gegenüber der risikofreien Alternative. Der Risk Buffer von 33 Mio. € macht die 6 % zudem zu den am besten abgesicherten Renditen im P2P-„Tagesgeld“-Segment.

Monefit (7,50 %): 25 % mehr Rendite als Bondora bei moderatem Zusatzrisiko. Die Zinserhöhung auf 7,50 % zeigt, dass Creditstar bereit ist, für günstiges Investorenkapital zu zahlen. Die Vaults bieten bis 10,52 % für 24-Monats-Lock-up, aber das ist ein anderes Risiko-Rendite-Profil.

Modena (7,5–11 %): Die offizielle Durchschnittsrendite liegt bei 9,3 %. Die Schwankungen kommen durch den Mix aus BNPL-Verträgen (kurzfristig, sprunghafter) und Kreditverträgen (langfristig, stabiler). CEO Oliver Matt betont, dass es einen Kompensationsmechanismus gibt, der die kommunizierten Mindestrenditen sicherstellt. Meine 13,5 % sind durch Cashback-Aktionen nach oben verzerrt.

Rendite-Realität: Achte bei Modena auf den Unterschied zwischen Headline-Rendite und tatsächlicher Netto-Rendite. Die 11 % gelten für den Growth Vault mit 12 Monaten Lock-up. Der liquide Dynamic Vault liegt eher bei 7,5–8,5 %. Und Cashback-Boni verfälschen den XIRR nach oben.

Liquidität im Detail-Vergleich

Die Liquidität ist der Punkt, an dem der Tagesgeld-Vergleich am stärksten hinkt. Keines dieser Produkte bietet die garantierte Sofortverfügbarkeit eines echten Tagesgeldkontos. Aber die Unterschiede sind erheblich:

Bondora: Am nächsten dran am Tagesgeld

Auszahlung in der Regel sofort, dann 1–3 Werktage für die Banküberweisung. 1 € Gebühr. Die einzige dokumentierte Einschränkung: COVID-19 (März–Juni 2020). Für Beträge unter 400 € garantiert Bondora sofortige Auszahlung. Darüber kann theoretisch der Partial-Payout-Mechanismus greifen.

Monefit: Gut bis 1.000 €

Bis 1.000 € pro Monat sofort. Darüber: 10 Werktage. Keine Gebühren. Seit dem Launch keine einzige Verzögerung. Für regelmäßige, moderate Entnahmen ist das praktisch identisch mit Tagesgeld. Für einen Notfall-Komplettabzug von z.B. 10.000 € eher nicht.

Modena: 30 Tage oder Zinsverlust

Die 30-Tage-Kündigungsfrist beim regulären Weg ist die längste im Vergleich. Die Sofort-Option (24h) gibt es, kostet aber die aufgelaufenen, unbezahlten Zinsen seit der letzten Monatsabrechnung. Das kann je nach Zeitpunkt einen halben Monatszins kosten.

Risiko im Detail-Vergleich

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die drei Plattformen haben fundamental unterschiedliche Risikoprofile:

Risikofaktor Bondora Monefit Modena
Track Record 17 Jahre, 8 J. profitabel 3+ Jahre (Creditstar: 18 J.) 16 Monate (Kredit: 5 J.)
Investorenbasis 507.000 — sehr breit ~28.000 — mittel 1.700 — konzentriert
Diversifikation 5 Länder 8 Länder Nur Estland
Finanzielle Stabilität EK-Quote 71 %, Hebel 0,4x EK-Quote 19 %, Hebel 4,1x Klein, aber profitabel
Sicherheitsmechanismus 33 Mio. € Risk Buffer Kreditdiversifikation Buyback + Shareholder-Kapital
Insolvenzschutz Eigentum an Forderungen Forderungsabtretung Eigentum an Forderungen
Hist. Probleme COVID-Limit 2020 Creditstar auf Mintos/LM Keine (zu jung)
Risikourteil ⭐⭐⭐ Mittel-niedrig ⭐⭐ Mittel ⭐ Mittel-hoch

Gibt es weitere Alternativen?

Kurze Antwort: Echte P2P-„Tagesgeld“-Produkte mit täglicher oder nahezu täglicher Liquidität sind rar. Neben den drei Hauptkandidaten gibt es nur wenige relevante Optionen, insbesondere in Verbindung mit einem Zweitmarkt:

  • Mintos Smart Cash (~2 % p.a.): Kein P2P-Produkt, sondern ein Geldmarktfonds-Wrapper (BlackRock ICS Euro Liquidity Fund). Reguliert, aber die Rendite liegt auf Tagesgeld-Niveau. Primär zum Cash-Parken auf Mintos sinnvoll. ➡️ Mintos Erfahrungen
  • Twino (8–12 %): Reguliert (ECSP-Lizenz), bietet normale Konsumentenkredite mit kurzen Laufzeiten und einen Zweitmarkt, auf dem du deine Kredite vorzeitig verkaufen kannst. Damit ergibt sich eine Art natürliche Liquidität — allerdings ohne Garantie, dass ein Käufer bereit steht. Kein dediziertes Tagesgeld-Produkt, aber durch kurze Laufzeiten und Zweitmarkt-Option eine valide Alternative für Investoren, die flexibel bleiben wollen. ➡️ Twino Erfahrungen
  • Swaper (12–16 %): Ähnlich wie Twino mit einem Zweitmarkt und kurzen Kreditlaufzeiten. Nicht reguliert, aber seit Jahren am Markt mit konstant hohen Renditen. Die Liquidität über den Zweitmarkt funktioniert in der Praxis gut, solange genug Nachfrage besteht. ➡️ Swaper Erfahrungen
  • PeerBerry (10–12 %): Nicht reguliert, aber exzellenter Track Record (0 % Ausfallrate seit 2017). Kurze Laufzeiten (1 Monat) bieten natürliche Liquidität, aber kein dezidiertes Tagesgeld-Produkt. ➡️ PeerBerry Erfahrungen
  • Debitum Investments (11–15 %): Reguliert und beaufsichtigt in Lettland. Plant ein neues Liquiditätsprodukt für 2026 — könnte perspektivisch den Markt als vierter ernstzunehmender Tagesgeld-Kandidat erweitern. Aktuell noch ohne liquide Option. ➡️ Debitum Erfahrungen

Fazit: Für den spezifischen Anwendungsfall „liquides P2P-Investment mit One-Click-Komfort“ gibt es aktuell keine ernsthaften Alternativen zu den drei Plattformen in diesem Vergleich.

Meine Strategie: So teile ich 25.000 € in P2P-„Tagesgeld“ auf

Ich investiere seit 2017 in P2P-Kredite und habe im Laufe der Jahre gelernt, dass Diversifikation in dieser Assetklasse nicht optional sondern zwingend notwendig ist. Bei P2P-„Tagesgeld“ bedeutet das: nicht alles auf eine Plattform, und vor allem: die Plattformen nach ihrem Risikoprofil gewichten. Mit meiner Rückkehr zu Monefit habe ich jetzt alle drei relevanten Anbieter im Portfolio — insgesamt rund 25.000 €.

Meine aktuelle und geplante Allokation

Plattform Aktuell investiert Strategie Rolle im Portfolio
Bondora Go & Grow 13.000 € Halten Konservativer Anker, höchste Sicherheit
Modena 10.300 € (1/3 Vaults) Halten & beobachten Renditestarke Beimischung, Early-Stage
Monefit SmartSaver 2.000 € (Rückkehr 2026) Aufbauen auf 5.000–8.000 € Mittelweg, Creditstar-Exposure bei fairer Rendite
Gesamt ~25.300 € 3 Plattformen, 3 Kreditgeber, 6–11 % Rendite

Die Logik dahinter: Bondora ist der „sichere Anker“. 17 Jahre Track Record, 71 % Eigenkapitalquote, Banklizenz in Sicht. Die 6 % sind der Preis für diese relative Sicherheit. Modena ist die Renditeposition. Höheres Risiko, aber auch die höchste Rendite. Monefit komplettiert jetzt das Dreieck als Mittelweg — nach meiner Rückkehr mit zunächst 2.000 €, Ziel sind 5.000–8.000 €. Damit habe ich Diversifikation über drei unabhängige Kreditgeber (Bondora vs. Creditstar vs. Modena).

P2P Tagesgeld Alternativen Bondora, Modena, Monefit SmartSaver Bondora infografik 3 portfolio split
So verteilt sich mien P2P Tagesgeld

Alle drei zusammen ergeben rund 25.000 € in liquidem P2P-„Tagesgeld“ — eine echte Streuung über drei verschiedene Plattformen, drei verschiedene Kreditgeber und einen Rendite-Spread von 6–11 %. Und ja — Modena-CEO Oliver Matt hat selbst gesagt, dass man sein Geld auf mehrere Plattformen verteilen soll. Diese Ehrlichkeit gefällt mir.

Häufige Fragen zu P2P „Tagesgeld“

Ist P2P „Tagesgeld“ so sicher wie echtes Tagesgeld?

Nein. P2P-„Tagesgeld“-Produkte wie Bondora Go & Grow, Monefit SmartSaver oder Modena bieten keine Einlagensicherung. Im Insolvenzfall einer Plattform oder des dahinterstehenden Kreditgebers kannst du Geld verlieren. Die höhere Rendite (6–11 % vs. 2–3,4 % bei echtem Tagesgeld) ist die Risikoprämie für dieses Zusatzrisiko.

Welche P2P-„Tagesgeld“-Plattform ist am sichersten?

Bondora Go & Grow hat das stärkste Sicherheitsprofil: 17 Jahre am Markt, 71 % Eigenkapitalquote, 33 Mio. € Risk Buffer und einen laufenden Banklizenz-Antrag. Dafür zahlt es mit 6 % auch die niedrigste Rendite. Mehr Rendite bedeutet bei P2P immer mehr Risiko.

Wie schnell komme ich bei P2P „Tagesgeld“ an mein Geld?

Bei Bondora in der Regel sofort (max. 1–3 Tage Banküberweisung). Bei Monefit bis 1.000 €/Monat sofort, darüber bis 10 Werktage. Bei Modena entweder mit 30 Tagen Kündigungsfrist oder sofort unter Verlust aufgelaufener Zinsen. Keines der Produkte bietet die 100% garantierte Sofortverfügbarkeit eines Bankkontos.

Muss ich Steuern auf P2P-„Tagesgeld“-Zinsen zahlen?

Ja. Alle drei Plattformen sitzen in Estland und erheben keine Quellensteuer. Du musst die Zinserträge in deiner deutschen Steuererklärung als Kapitalerträge angeben. Bei Bondora ist der Besteuerungszeitpunkt umstritten (tägliche Gutschrift vs. Auszahlung). Im Zweifel: Steuerberater fragen.

Was passiert mit meinem Geld, wenn eine P2P-Plattform insolvent wird?

Bei allen drei Plattformen (Bondora, Monefit, Modena) erwirbst du Eigentum an den Kreditforderungen oder Forderungsanteilen. Im Insolvenzfall gehören diese Forderungen dir, nicht der Insolvenzmasse. Allerdings kann die Abwicklung lange dauern, die Buyback-Garantie (bei Modena) entfällt, und du bist auf einen Insolvenzverwalter angewiesen. Ein Totalverlust ist möglich, aber nicht automatisch der Fall.

Fazit: Drei Plattformen, drei Risiko-Rendite-Profile

Das P2P „Tagesgeld“ existiert als Produktkategorie erst seit wenigen Jahren und bleibt eine Nische mit genau drei ernstzunehmenden Anbietern. Keines dieser Produkte hat eine spezifische Investmentprodukt-Lizenz, keines bietet Einlagensicherung, und alle drei nutzen das Label „Tagesgeld“ als Marketing-Analogie, nicht als regulatorische Wahrheit.

Die entscheidende Variable ist nicht die Rendite, sondern deine Risikotoleranz:

  • Bondora Go & Grow (6 %): Für Investoren, die den risikoärmsten Zugang zu P2P-Renditen suchen. Dreifacher Ertrag gegenüber nachhaltigem Tagesgeld. Besonders attraktiv, falls 2026 die Banklizenz kommt.
  • Monefit SmartSaver (7,5 %): Für Investoren, die etwas mehr Rendite wollen und das Creditstar-Risiko bewusst eingehen. Das beste Rendite-Risiko-Verhältnis im Dreiervergleich — solange Creditstar liefert.
  • Modena Dynamic Vault (7,5–8,5 %): Für Investoren, die bereit sind, als Early Adopter auf ein junges Team zu setzen. Die höchste Rendite gibt es im Growth Vault (bis 11 %), aber auch das höchste Plattformrisiko.

Zwei Entwicklungen könnten die Kategorie 2026 transformieren: Sowohl Bondora als auch Creditstar haben Banklizenz-Anträge eingereicht. Sollte einer oder beide erfolgreich sein, würde das die regulatorische Grundlage fundamental verändern — möglicherweise mit Einlagensicherung, aber auch mit strengeren Renditeobergrenzen.

Mein Fazit in einem Satz: Drei Plattformen, drei Philosophien, null Einlagensicherung — investiere mit offenen Augen und sei dir des Risikos bewusst.

Weiterführende Artikel zu den P2P Tagesgeld Alternativen

Bondora Go & Grow* (5 € Startguthaben)

Monefit SmartSaver* (5 € + 0,25 % Cashback)

Modena* (25 € Startguthaben + 1 % Cashback)

Zuletzt aktualisiert am: 19. März 2026

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Ich besitze keine Erlaubnis als Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO und bin nicht von der BaFin zugelassen. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung dar.

Auf fast allen Plattformen, über die ich berichte, bin ich selbst investiert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Investitionen in P2P-Kredite und vergleichbare Vermögensanlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalausfall verbunden. Renditen in der Vergangenheit sind keine Garantie für die zukünftige Entwicklung. Jede Anlageentscheidung triffst du eigenverantwortlich.

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