Bondora Go & Grow ist kein Tagesgeld! 6,75% bzw. 4% gibt es nur mit Risiko!

Ich gebe es zu, ich hab’s einfach nicht mehr ausgehalten und musste jetzt doch mal eine Erwiderung zu dem für mich leidigen, ständig anzutreffenden Bondora Go&Grow „Tagesgeld“-Vergleich abgeben! Ein wenig emotionaler als sonst, aber es sind auch ein paar Fakten dabei, versprochen. Ähnlich aufgebaut ist übrigens der Monefit SmartSaver, für den im Kern dieselben Überlegungen gelten.

Stand September 2026: Diesen Kommentar habe ich im Juli 2020 geschrieben, als Go & Grow noch 6,75 % bot. Die Fakten im Text habe ich aktualisiert: Heute gilt für alle Anleger einheitlich eine Rendite bis 6 %, Vertragspartner ist seit April 2026 die Go&Grow OÜ, und eine Einlagensicherung gibt es nach wie vor nicht. Die ausführliche Plattformvorstellung mit Geschäftszahlen und meinen eigenen Zahlen findest du in meinen Bondora Erfahrungen. Wie sich Go & Grow neben Monefit SmartSaver, Modena und Twino Flexi einordnet, vergleiche ich auf der Seite P2P „Tagesgeld“-Alternativen.

Da mir ein Tennisarm zu schaffen macht und ich sowieso mal auf YouTuber machen wollte, hier nur ganz „grob“ die Shownotes, der ausführliche Teil ist im Video. Das Video stammt aus dem Juli 2020, die dort genannten Zinssätze sind überholt.

BONDORA GO & GROW TAGESGELD ALTERNATIVE MIT 6,75% ZINSEN! - LASST EUCH NICHT FÜR DUMM VERKAUFEN!!!

Zum Abspielen wird YouTube geladen – inkl. Datenübertragung an Google.

Shownotes zum Video

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Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

YouTube-Videos und Blogbeiträge suggerieren: Bondora Go&Grow = „Tagesgeld“

Vor allem auf YouTube, aber nicht nur da, stolperte ich 2020 ständig über Beiträge, die suggerierten, dass ich unbedingt mein Tagesgeld zu Bondora transferieren müsste. Die Titel folgten fast immer demselben Muster:

  • Go & Grow als „Tagesgeld-Alternative“, dazu groß die damalige Zinszahl von 6,75 %
  • die Frage „Lohnt es sich?“ im Titel, die Antwort im Video fast immer: ja
  • der eigene „Test“, warum man den Anbieter statt Fest- oder Tagesgeld nutzt
  • Go & Grow als „Tagesgeld-Ersatz“, gerne kombiniert mit dem Versprechen von passivem Einkommen
  • „automatisierte P2P-Kredite mit Tagesgeld-Eigenschaften“
  • die Zinszahl vorne im Titel, die Risiken irgendwo weit hinten im Video

Sind das alles Gutmenschen, die armen Null-Zins-Tagesgeld-Sparern erklären wollen, wie sie reich werden können, und dabei oft sicher „versehentlich“ Wesentliches unter den Tisch fallen lassen oder kurz drüber huschen? Den eigentlichen Grund der einseitigen Darstellung, und wieso sie euch das so sehr schmackhaft machen wollen, gibt es später…

Ich möchte mich durchaus auch inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzen. Daher schauen wir uns noch einmal an, woran ich die Unterschiede festmache und warum es eben kein Tagesgeldersatz ist.

Eigenschaften und Vorteile von Tagesgeld

Kurz noch einmal festgehalten, was die wesentlichen Eigenschaften von Tagesgeld sind, das gerne als risikofreie Anlage gerade für einen Notgroschen verwendet wird (so auch bei mir für den risikoarmen Anteil meines Vermögens).

Was zeichnet Tagesgeld aus?

  • Keine feste Laufzeit
  • täglich kündbar, der Sparbetrag ist frei verfügbar
  • Zinsen können sich täglich ändern
  • 100 % der Einlagen bis maximal 100.000 € pro Person gesetzlich geschützt
    • darüber hinaus existieren Einlagensicherungsfonds mancher Banken, z. B. der Genossenschaftsbanken
    • damit gilt mindestens die Bonität bzw. das Rating der Bundesrepublik Deutschland

Staats- und Länderrating

Kurzer Exkurs zu den Ratings, also den Bewertungen der einzelnen Staaten. Das ist später noch einmal wichtig, um einen adäquaten Risikovergleich ziehen zu können.

In welche Ratingkategorien werden die einzelnen Länder eingeordnet?

Länder mit guter Bonität Q: https://www.vergleich.de/laenderrating.html
Länder mit guter Bonität (Quelle: vergleich.de/laenderrating)

Man kann also davon ausgehen, dass deutsche Staatsanleihen und damit auch die Einlagensicherung ein AAA-Rating (Triple A) haben!

Eine Einlage auf einem Tagesgeldkonto innerhalb der staatlichen Einlagensicherung ist damit vergleichbar mit AAA, also Investment Grade, und vor allem mündelsicher!

Was ist Bondora Go&Grow?

Bondora Go&Grow Tagesgeld

Hinter Bondora Go & Grow verbirgt sich heute (Stand September 2026):

  • ein Invest in ein Kreditportfolio mit Konsumentenkrediten des Kreditgebers Bondora AS
    • der Investitionserfolg hängt vom dahinterliegenden Kreditportfolio ab
    • die Einzelkredite siehst du nicht, veröffentlicht werden nur Länder- und Ratingmix (Kredite aus Finnland, den Niederlanden, Estland, Dänemark und Lettland)
  • Rendite bis 6 %, das ist ein Deckel und keine Garantie, einheitlich für alle Anleger seit dem 01.04.2025
    • 2020 waren es noch 6,75 %, ab 2022 bekamen Neukunden im Produkt „Go & Grow Unlimited“ nur noch 4 %
    • laut Vertrag kann der Wert deines Guthabens auch unter deinen Einsatz fallen
  • Liquidität nicht garantiert, im Normalfall ist eine Auszahlung innerhalb von bis zu 3 Werktagen da
    • der Fall ist 2020 eingetreten: Es gab Teilauszahlungen, im Juni 2020 waren sie wieder beendet
    • bei einem Engpass werden Auszahlungen ausgesetzt, danach gibt es tägliche Teilzahlungen in gleichen Beträgen an alle Nutzer, ohne feste Frist
  • 1 € Gebühr je Auszahlung
  • Vertragspartner ist seit April 2026 die Go&Grow OÜ, das Produkt selbst ist nicht beaufsichtigt, reguliert ist nur der Kreditgeber Bondora AS
  • keine Einlagensicherung, keine Staatsgarantie und auch sonst nicht abgesichert
  • ein Risiko-Investment

Anlageklasse damit eher Unternehmensanleihe, definitiv nicht „Investment Grade“ und auf keinen Fall mündelsicher.

Risikoklassen

Dann schauen wir doch mal hin, was es noch für Ratingklassen gibt, also was jenseits von AAA kommt und wohin wir uns mit unserem Investment in Bondora dann bewegen. Wie weit runter wird es wohl gehen?

Ratingklassen wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Rating
Ratingklassen (Quelle: Wikipedia, Artikel „Rating“)

Vergleichbare Anleihen: Konsumentenkredite zweier Top-Mintos-Anbahner

Um einordnen zu können, in welcher Risiko- bzw. Ratingklasse ein Investment bei Bondora liegt, ziehe ich Anleihen anderer Kreditgeber zurate. Ganz konkret Unternehmensanleihen, die meist ein Rating haben. Damit kann man eine ganz passable Einschätzung der Risikoklasse vornehmen. Die Zahlen stammen aus dem Juli 2020, die Methode funktioniert aber heute noch genauso.

  • Für IuteCredit gab es kein Rating, die Anleihe hatte 13 % Zinscoupon (Stand 2020)
  • Mogo Finance wurde von Fitch mit B- (B3) geratet, 9,5 % Zinscoupon (Stand 2020)

Beide Anbieter vergeben Konsumentenkredite, meistens durch Autos besichert. Bondora vergibt in der Regel unbesicherte Konsumentenkredite und hat selbst keine Anleihe. Macht nichts, dafür gibt es ja Go & Grow 😉

Ausfallwahrscheinlichkeiten

Jetzt, wo wir wissen, wie die Mogo-Finance-Anleihen eingeordnet werden, können wir uns auch die Ausfallwahrscheinlichkeiten solcher Anleihen anschauen: Mit welchem Risiko muss man rechnen? Die Tabelle zeigt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls einer Anleihe abhängig von der Laufzeit ist.

Ausfallwahrscheinlichkeiten http://www.mosaicihek.de/RatingAnalyse.html
Ausfallwahrscheinlichkeiten (Quelle: mosaicihek.de/RatingAnalyse)

B3 ist weit, weit unten und damit ist ein hohes Ausfallrisiko eingepreist!

Ein Vorteil, den es bei Anleihen gibt: Das Zins- und Unternehmensrisiko ist im Kurs eingepreist. Das seht ihr schön bei der Mogo-Anleihe:

Mogo Anleihe (comdirect)
Mogo-Anleihe (comdirect, Stand Juli 2020)

Nicht schlecht, oder? Fast 20 % Rendite zum damaligen Kurs, sofern sie bezahlen (die Aforti-Anleihen wurden damals übrigens noch bedient)! Die Anleihe war z. B. über die Comdirect Bank handelbar.

Vergleich Umsatz & Volumen Mogo vs. Bondora

Noch ein kurzer Einschub: Ich finde durchaus, dass beide Unternehmen miteinander vergleichbar sind, auch wenn Bondora 2018 noch deutlich kleinere Brötchen gebacken hat.

Nachtrag 2026: Bondora ist seitdem kräftig gewachsen. Laut Geschäftsbericht 2025 kam die Bondora Group auf 62,7 Mio. € Umsatz und 9,5 Mio. € Gewinn, es war das neunte profitable Jahr in Folge. Das Kreditportfolio lag Ende 2025 bei 697 Mio. €. Die Mogo-Zahlen habe ich nicht fortgeschrieben, der Vergleich bleibt also eine Momentaufnahme von 2018. Die aktuellen Geschäftszahlen im Detail stehen in meinen Bondora Erfahrungen.

Risiken einer Insolvenz

Auf die Risiken von P2P-Investments bin ich an anderer Stelle schon mehrfach eingegangen. Hier noch mal ganz kurz, was eine Insolvenz bedeuten kann:

  • Auszahlungen werden eingestellt
  • ein Insolvenzverwalter wird eingesetzt
  • Forderungen müssen eingereicht werden
  • der Rang wird festgestellt
  • das Ganze kann mehrere Jahre dauern
  • die Kosten des Verfahrens sind zu tragen

Bei Go & Grow kommt eine Besonderheit dazu. Geht die Go&Grow OÜ in die Insolvenz, wird laut Nutzungsbedingungen der Rückkaufpreis deines Guthabens sofort fällig, du hast dann also eine Forderung gegen genau diese insolvente Gesellschaft. Die Zinsansprüche aus den Krediten gehen vertraglich auf die Gesellschaft über, einen benannten Ersatz-Dienstleister (Backup-Servicer) gibt es nicht, und für eine Insolvenz des Kreditgebers Bondora AS findet sich keine eigene Regelung. Dass dir die Forderungen im Ernstfall gehören, ist eine Aussage des Anbieters. Erprobt wurde das bislang nie.

Bondora verschweigt nichts!

Wichtig: Tatsächlich ist Bondora hier, wie in vielem anderen auch, sehr transparent. Es wird nichts verschwiegen, wer die Risikohinweise (Risk Statement) aufmerksam durchliest, findet alle angesprochenen Punkte. Dort steht sogar ausdrücklich, dass Go & Grow nicht mit einer Einlage vergleichbar ist. Ich kritisiere also nicht Bondora, sondern wie dreist das Produkt von YouTubern & Bloggern vermarktet wurde.

Warum bewerben Bondora Go & Grow so viele?

Der Knackpunkt, warum meiner Meinung nach der Fokus so sehr auf den sicherlich vorhandenen Vorteilen liegt und der zweite, für Investoren viel relevantere Teil unter den Tisch fällt, also kaum einer die vorhandenen Risiken deutlich thematisiert, liegt ganz klar an den Konditionen, die Bondora für Empfehlungen bietet.

Was euch die meisten 2020 nicht erzählt haben: 5 % Provision auf alle Investments der ersten 30 Tage (bis 10.000 €, im Video leider falsch, die Provision war auf max. 500 € pro Kunde gedeckelt!) durfte der Werbende kassieren! Da kann man schnell mal schwach bzw. gierig werden… Das waren die Konditionen von 2020, die heutigen Affiliate-Konditionen habe ich hier nicht fortgeschrieben.

Mein Fazit

Zum konkreten Produkt Bondora Go & Grow

In dieses kann man durchaus investieren, man erhält:

  • eine Rendite bis 6 %, als Deckel und ohne Garantie
  • meist hohe Liquidität, aber ohne vertragliche Zusage
  • ein extrem einfach zu verwendendes Produkt
  • nicht zu unterschätzende Risiken und keine Einlagensicherung
  • attraktive Verkaufsprämien für Werbende, daher bei Bloggern beliebt
  • Ich bin selbst trotzdem investiert, aktuell mit rund 8.800 €!

Aber Bondora Go & Grow ist keine Tagesgeldalternative, was die Anlageklasse angeht, sondern definitiv ein Risiko-Investment! Ob man die Investition attraktiv findet, lohnt sich auch vor dem Inflationshintergrund zu betrachten.

Seit dem Start von Go & Grow habe ich dort rund 1.910 € Erträge gesammelt (Stand September 2026, laut Portfolio Performance). Aktuell baue ich die Position eher leicht ab und verteile mein P2P-„Tagesgeld“ breiter auf mehrere Anbieter.

Wer die Risiken jetzt kennt und trotzdem anlegen will: Über meinen Bondora-Link gibt es 5 € Startbonus, und was ich dafür bekomme, weißt du jetzt ja auch. Laufende Aktionen sammle ich auf meiner Seite Bonus & Cashback.

Ausführlich habe ich meine Erfahrungen in meinen Bondora Erfahrungen aufgeschrieben, wer noch tiefer in die Historie einsteigen möchte, findet dort auch meinen alten Bondora-Jahresrückblick verlinkt. Wie sich Go & Grow gegen Monefit SmartSaver, Modena und Twino Flexi schlägt und wo die Unterschiede bei Liquidität und Absicherung liegen, zeige ich im Vergleich der P2P „Tagesgeld“-Alternativen.

Fazit zur Beitragsflut Bondora Go&Grow „Tagesgeld“

Nicht nur die Chancen sehen, auch die Risiken, und sich immer fragen: Wieso gibt es die Videos oder diesen Artikel? Das gilt natürlich nicht nur für Bondora Go&Grow, das gilt für alles. Jeder will einen Zweck erreichen, vom banalen, maximal viel Geld verdienen, bis hin zur nihilistischen Wissensvermittlung fürs eigene Ego.

Und auch ich freue mich natürlich darüber, wenn es ab und an mal Affiliate-Einnahmen gibt. Trotz allem habe ich den Anspruch, immer beide Seiten der Medaille darzustellen und nur die Produkte vorzustellen, in die ich selbst investiere.

Und damit ist alles gesagt: Bondora Go & Grow ist kein Tagesgeld, und ich habe mir meinen Zorn von der Seele geschrieben. Danke 🙂

Zuletzt aktualisiert am: 30. September 2026

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8 Kommentare

  1. Diese Tagesgeldvergleiche waren einige Zeit verschwunden, speziell bei Instagram kam das Thema in letzter Zeit aber wieder vermehrt auf mit Überschriften wie „10% auf dein Cash?!“ (in Kombi mit Minto I&A). Ist echt schräg…Daher wie immer guter Beitrag und eindringliche Warnung! Und schön, dass nun noch jemand auf die 5% Provision hinweist 😀 Ich mach das ja schon eine ganze Weile.

    Viele Grüße
    Philipp von investdiv.eu

    • Danke Philipp für deinen Kommentar du hast natürlich recht nicht alle lassen das Thema Provision unter den Tisch fallen bei Bondora ist sie halt besonders extrem mit den 5 % – bei den meisten anderen sind es ja eher kleine Prozentsätze und so wie bei Estateguru mit den 0,5 % er verschwindet geringe Beträge ….

  2. In der Tat vergleicht man Äpfel mit Birnen, aber der Finanzblogger weiß, dass das alles Business ist. Ein knallhartes Geschäft wo man auch eben die unwissenden abkassiert.
    Das manchmal der Totalausfall unter den Tische gekehrt wird, dass ist der größte Kritikpunkt.

    • Danke Alexander für deine Meinung ja das finde ich schlimm, dass hier abkassiert wird und es nur noch um Geschäft Geschäft Geschäft geht aber klar wie will man denn mit 30 finanziell frei werden, ohne dass auf Kosten anderer zu wälzen 😉
      Wie hast du das mit dem Totalausfall unter den Tisch kehren gemeint?

  3. Hallo Alexander,

    leider gibt es wirklich zu wenige, die die Sache auch mal kritisch beäugen.
    Ich vermute, dass dieser TG / B G&G Vergleich aus dem Schmerz der Sparer entstanden ist.
    Jeder sucht händeringend nach einer Möglichkeit deine Ersparnisse zu vermehren und vor Negativzinsen zu schützen.
    Da dies leider auf normalem Wege nicht mehr geht, gehen die Leute nun aus dieser Panik heraus diese extrem großen Risiken ein.

    Danke für Dein ausführliches Aufklärungsvideo.

    Viele Grüße
    Oliver

    • Hallo Oliver
      Danke für deinen Kommentar Ich versuche immer kritisch auf alle Investments zu schauen, niemand will uns was schenken ;).
      Sicher spielt der Schmerz der null Zinspolitik, wobei das meiner Meinung nach kein echter Schmerz sein dürfte schließlich war früher die Inflation wesentlich höher hat nur keiner gemerkt, dass unterm Strich dann auch null rauskam, eine Rolle. Jetzt sieht, man es halt deutlich, aber ich schweife ab.
      Ich denke tatsächlich, dass es eher an der super attraktiven Prämie liegt, warum das so massiv beworben wird und die null Zinsen sind halt ein top Aufhänger, um das mit dem Tagesgeldkonto zu vergleichen.
      Grüße
      Thomas

  4. Hallo,
    ich bin selber in G&G investiert und kenne das Risiko. Parallel habe ich aber weiterhin meinen Notgroschen auf einem Tagesgeldkonto verfügbar.
    Warum bin ich bei G&G investiert? Weil mich die versprochene schnelle Verfügbarkeit (ähnlich der Verfügbarkeit wie beim Tagesgeld) als Argument überzeugt hat. Aktuell stimmt das aber nicht, da Auszahlungen (bedingt durch die Corona Auswirkungen) sich über Wochen hinziehen.
    Dass ich bei G&G ein Risiko eingehe ist ja eine bewusste Handlung. Für das Risiko bekomme ich hier „nur“ 6,75% (die noch nicht mal garantiert sind).
    Bei fast gleichem Risiko kann ich z.B. bei Mintos in kurzfristigen Krediten (Laufzeit bis 30 Tage) investieren. Bei Mintos gibt es dort eine Risikoprämie (-> Zinsen) in Höhe von 12-20% (in Abhängigkeit vom Vertragspartner).
    Bedeutet also im Umkehrschluss, sollte ich lieber mein Geld als „Festgeld“ für 30 Tage bei Mintos (oder ähnliche Anbieter) anlegen und eine höhere Rendite mitnehmen, um das eingegangene Risiko gerechter entlohnt zu bekommen. Oder? 🙂
    Grüße
    Der „Flexinvestler“ Uwe

    • Hallo Uwe
      Danke für deinen Kommentar und gut das du die Risiken kennst! Die kurz laufende Kredite stellen tatsächlich eine Alternative dar, wobei du da aufpassen musst da ja durch Verlängerung etc. aus kurz also 30 Tagen auch mal schnell 90 Tage und mehr werden. Und auch da musst du natürlich aufpassen, dass du diese möglichst über verschiedene Anbahner streust, um das Ausfallrisiko eines Ganzen Anbahner klein zuhalten, ich halte, dieses Risiko für größer, dass ein Anbahner ausfällt als ein Bondora komplett Ausfall, schließlich gibt es bei Bondora kein Buyback versprechen. gRichtig sicher und die hohe Liquidität hast du eben nur auf dem Tagesgeldkonto dafür gibt es dann auch keine Rendite.
      grüße
      Thomas

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