Closed End Funds Grundlagen

Closed End Funds Grundlagen – Was ist das? & Wieso sind sie für Einkommens Investoren interessant?

Closed End Funds (CEFs) können für einkommensorientierte Anleger aus einer Reihe von Gründen ein wertvoller Bestandteil ihres Portfolios sein. Einer der Hauptvorteile von CEFs ist, dass sie einen stetigen Einkommensstrom durch Dividenden bieten können, was eine attraktive Option für Anleger sein kann, die eben eine zuverlässige Einkommensquelle suchen. Weiterhin können CEFs ein diversifiziertes Portfolio aus ertragbringenden Wertpapieren wie Aktien, Anleihen und Immobilien bieten, was zu einer Risikominderung beitragen kann. Alle wichtigen Informationen für dich zu den CEFs habe ich dir in einer Miniserie zusammengestellt.
In diesem Teil die Closed End Funds Grundlagen und im zweiten Teil vertiefen wir in den Closed End Fund Stärken ihre wichtigen Merkmale wie innerer Wert und Leverage.
Selbstverständlich immer mit konkreten CEF Beispielen zur Veranschaulichung, mit Fokus auf US CEFs. Britische und Kanadische CEFs/Trust bleiben außen vor.

Aufgepasst, auch wenn Closed End Funds sich mit „geschlossener Investmentfonds“ übersetzen lassen, haben sie nur sehr wenig mit den zu Recht in Deutschland kritisierten geschlossenen Fonds, die z. B. in Immobilien und Schiffen anlegen, zu tun! 

Die wichtigsten Merkmale eines Closed End Funds (CEFs)

  • Eine feste Anzahl von Anteilen
    CEFs haben eine feste Anzahl von Anteilen im Umlauf, was bedeutet, dass das Gesamtvermögen des Fonds auf eine feste Anzahl von Anteilen aufgeteilt ist.
  • Hebelwirkung
    CEFs können Leverage einsetzen, d.h. sie können Geld leihen, um in Wertpapiere zu investieren. Dies kann das Potenzial für höhere Renditen steigern, erhöht aber auch das Risiko.
  • Aufschlag oder Abschlag
    CEFs können mit einem Auf- oder Abschlag auf ihren Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werden, was bedeutet, dass der Marktpreis der Aktien höher oder niedriger sein kann als der zugrunde liegende Wert der vom Fonds gehaltenen Vermögenswerte.
  • Diversifizierung
    CEFs können in eine breite Palette von Wertpapieren investieren, darunter Aktien, Anleihen und Immobilien, was den Anlegern Diversifizierungsvorteile bietet.
  • Aktive Verwaltung
    CEFs werden aktiv von professionellen Portfoliomanagern verwaltet, die Anlageentscheidungen im Namen der Anteilseigner des Fonds treffen.
  • Erträge
    CEFs können durch Dividenden einen stetigen Einkommensstrom bieten (oft monatliche Ausschüttungen), was sie für einkommensorientierte Anleger attraktiv macht.
  • Sektoren
    CEFs erlauben auch, in spezialisierte Sektoren und Marktbereiche zu investieren, wie Schwellenländer oder Rohstoffe, was den Anlegern Zugang zu einzigartigen Anlagechancen verschaffen kann, die bei traditionellen offenen Fonds möglicherweise nicht verfügbar sind.
  • Investment Assets
    Bei den US CEFs finden sich überwiegende Aktien und die verschiedensten Anleihen & Bonds. Britische CEFs bieten oft weitere Assets wie Lizenzrechte und -einnahmen, Optionseinnahmen, Klagefinanzierungen und Infrastrukturprojekte.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines Closed End Funds (CEFs) achten?

Wenn du eine Investition in einen geschlossenen Fonds (CEF) in Erwägung ziehst, solltest du eine Reihe von Faktoren berücksichtigen, um festzustellen, ob er für dein Anlageportfolio geeignet ist. Hier sind einige Merkmale eines guten CEF und einige Dinge, auf die man achten sollten:

Diversifizierung des CEFs

Ein guter CEF sollte über ein diversifiziertes Wertpapierportfolio verfügen, das mit deinen Anlagezielen übereinstimmt. Vermeide Fonds, die eine hohe Konzentration von Wertpapieren in einem einzigen Sektor oder Markt aufweisen.

Erfolgsbilanz des CEF Fondsmanagers

Achte auf einen Fonds mit einer starken Erfolgsbilanz und einer positiven Vergangenheit, in der Renditen erzielt wurden. Natürlich sollten diese mit dem Anlageziel des Fonds übereinstimmen und zum Beispiel nicht aus der Substanz stammen.

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Kostenquote und Verwaltungsgebühren des CEFs

Ein guter CEF sollte eine angemessene Kostenquote haben, d. h. den Prozentsatz des Fondsvermögens, der zur Deckung der Betriebskosten verwendet wird. In der Regel liegt diese bei um die 1%.

Neben der Verwaltungsgebühr müssen noch die Zinsen für das aufgenommene Fremdkapital einkalkuliert werden, so, dass die Gesamtkostenquote gerne auch mal über 3% liegen kann.

Die Hebelwirkung des CEFs

Die Hebelwirkung (Leverage) kann die Rendite erhöhen, aber sie erhöht auch das Risiko. Achte auf die Höhe der Hebelwirkung, die der Fonds einsetzt, und überlege, ob diese deiner Risikotoleranz entspricht. Leverage kann auch für höhere Volatilität und Kosten (Zinsen) sorgen!

Aufschlag oder Abschlag gegenüber dem inneren CEF Wert

Closed End Funds können mit einem Aufschlag (über) oder Abschlag (unter) ihrem Nettoinventarwert (NAV) gehandelt werden. Es ist wichtig, die Gründe für den Aufschlag/Abschlag zu kennen und zu wissen, ob er wahrscheinlich bestehen bleibt oder nicht. Idealerweise kauft man einen CEF natürlich mit Abschlag. Allerdings gibt es auch hervorragende CEFs, die fast nie damit gehandelt werden!

Closed End Funds Grundlagen

Ausschüttungsquote des CEFs

Achte auf Fonds, die eine konstante Ausschüttungsquote haben und in der Vergangenheit Dividenden gezahlt haben. Idealerweise wurden die Dividenden nie gesenkt oder ausgesetzt, sondern regelmäßig erhöht.

Liquidität von CLosed End Funds

Vermeide Fonds, die ein geringes Handelsvolumen aufweisen oder bei denen es schwierig ist, Anteile zu kaufen oder zu verkaufen. Ansonsten sei dir den Konsequenzen dann bewusst, dass bei solch einem Fund kein schneller Ausstieg zu einem fairen Preis möglich ist.

Portfolioumschlag innerhalb des CEFs

Prüfe die Portfolioumschlagshäufigkeit des Fonds, die angibt, wie oft das Portfolio des Fonds gekauft und verkauft wird. Ein hoher Umsatz kann auf höhere Handelskosten und Steuern hinweisen.

Qualität der zugrunde liegenden Wertpapiere im CEF

Achte auf die Qualität der zugrundeliegenden Wertpapiere im Fonds, wie z. B. die Bonität und die Fundamentaldaten der zugrundeliegenden Unternehmen. Schau dir an in was der CEF investiert, welche Unternehmen oder Staatsanleihen sich im Portfolio finden.

Zielsetzung des Closed End Funds

Vergewissern dich, dass das Ziel des Fonds mit deinen Anlagezielen übereinstimmt. Viele CEFs investieren z.B. in Bonds / Anleihen von Unternehmen, für jemanden, der nur in Aktien investieren möchte, wäre das der falsche CEF.

Welche verschiedenen Arten von Closed End Funds (CEFs) gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von geschlossenen Fonds (CEFs), die jeweils eine eigene Anlagestrategie und einen eigenen Schwerpunkt haben. Einige der gängigsten Arten von CEFs sind:

Aktien Closed End Funds (CEFs)

Diese Fonds investieren in Aktien und andere Beteiligungspapiere. Sie können diversifiziert sein und in eine Reihe verschiedener Sektoren und Märkte investieren, oder sie können sich auf einen bestimmten Sektor oder Markt konzentrieren.

Beispiele für Equity CEFs sind:

  • BlackRock Energy and Resources Trust (BGR),
  • Cohen & Steers Quality Income Realty Fund (RQI) und
  • BlackRock Science and Technology Trust (BST).

Anleihen Closed End Funds (CEFs)

Diese Fonds investieren in Anleihen und andere festverzinsliche Wertpapiere. Sie können diversifiziert sein und in eine Reihe verschiedener Anleihetypen und Kreditratings investieren, oder sie können sich auf eine bestimmte Art von Anleihen oder ein bestimmtes Kreditrating konzentrieren.

Beispiele für Renten-CEFs sind:

  • BlackRock Income Trust (BKT),
  • Pimco Corporate & Income Strategy Fund (PCN) und
  • Nuveen Credit Strategies Income Fund (JQC).

Einkommens Closed End Funds (CEFs)

Diese Fonds sind so konzipiert, dass sie den Anlegern einen stetigen Einkommensstrom bieten, in der Regel in Form von Dividenden. Sie können in eine Mischung aus Aktien, Anleihen und anderen ertragsstarken Wertpapieren investieren.

Beispiele für Income CEFs sind:

  • Blackstone / GSO Senior Floating Rate Term Fund (BSL),
  • Cohen & Steers Quality Income Realty Fund (RQI) und
  • Invesco Senior Income Trust (VVR).

Immobilien Closed End Funds (CEFs)

Diese Fonds investieren in Immobilien und immobilienbezogene Wertpapiere, wie z. B. REITs.

Beispiele für Real Estate CEFs sind:

  • Aberdeen Global Premier Properties Fund (AWP),
  • Blackstone / GSO Strategic Credit Fund (BGB) und
  • BlackRock Real Asset Equity Trust (BCX).

Spezialisierte Closed End Funds (CEFs)

Diese Fonds haben spezialisierte Anlagestrategien, wie z.B. Investitionen in Rohstoffe, Währungen oder Schwellenländer.

Beispiele für Specialty CEFs sind:

  • BlackRock Science and Technology Trust (BST),
  • BlackRock Energy and Resources Trust (BGR) und
  • BlackRock Utilities Infrastructure & Power Opportunities Trust (BUI).

Gehebelte Closed End Funds (CEFs)

Diese Fonds nutzen Leverage (geliehenes Geld), um die Rendite zu steigern. Es kann sich um Aktien-, Renten-, Einkommens- oder andere Arten von CEFs handeln. Grundsätzlich nutzen fast alle CEFs Leverage allerdings unterschiedlich stark.

Beispiele für Leveraged CEFs sind:

  • Blackstone / GSO Senior Floating Rate Term Fund (BSL),
  • Pimco Corporate & Income Strategy Fund (PCN),
  • BlackRock Credit Allocation Income Trust (BTZ)

Es sei darauf hingewiesen, dass es sich hierbei nur um Beispiele und nicht um eine Empfehlung für einen bestimmten CEF handelt und dass sich die Namen der Fonds und ihre Einstufung im Laufe der Zeit ändern können. Wie immer ist es wichtig, eigenen Nachforschungen anzustellen und den Fondsprospekt zu lesen vor einem Investment.

Kleine FAQ zu Closed End Funds Grundlagen (CEF) – Teil 1

Was ist ein Closed End Fund (CEF)?

Ein Closed End Fund (CEF) ist ein reguliertes Anlagevehikel einer Investmentgesellschaft. Dazu wird ein fester Kapitalbetrag durch einen Börsengang des CEFs (IPO) aufgenommen und anschließend wie eine Aktie an der Börse gehandelt. CEFs unterscheiden sich von offenen Fonds, die kontinuierlich neue Anteile ausgeben, um die Nachfrage der Anleger zu befriedigen, und die Anteile auf Wunsch der Anleger zurücknehmen.

Wo kann Closed End Fund (CEF) in Deutschland handeln?

Handeln kann man die meisten CEFs bei fast allen deutschen Brokern (z.B. Comdirect). Interessant ist für deutsche Investoren allerdings Captrader über die man sehr günstig direkt in die in den USA gehandelten CEFs investieren kann.

Sind Closed End Fund (CEF) gesetzlich geregelt?

Closed End Funds (CEFs) werden in den Vereinigten Staaten von der Securities and Exchange Commission (SEC) reguliert. CEFs gelten als Investmentgesellschaften und unterliegen den Vorschriften des Investment Company Act von 1940. Dieses Gesetz legt verschiedene Anforderungen für CEFs fest, einschließlich der Verpflichtung, regelmäßige Berichte bei der SEC einzureichen. So müssen z. B. Jahres- und Halbjahresberichte veröffentlicht werden.
Neben den SEC-Vorschriften unterliegen CEFs auch Vorschriften anderer Bundes- und Landesbehörden. Wie der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA), die Broker-Dealer beaufsichtigt, und der National Association of Securities Dealers (NASD), deren Regeln und Vorschriften für die Verkaufspraktiken und den Vertrieb von CEFs gelten.

Wie werden Closed End Fund (CEF) besteuert?

Closed End Funds werden mit einer Quellensteuer von 30% besteuert. Broker, welche bei der US oder kanadischen Finanzverwaltung als Qualified Intermediaries zugelassen sind, ist gewährleistet, dass im laufenden Jahr nur 15% Quellensteuer einbehalten werden. Dazu gehört z.B. Captrader.

Net Asset Value (NAV) und Leverage, die Stärken von CEFs

Nachdem wir nun die grundsätzlichen Merkmale von CEFs kennengelernt haben, lohnt es sich noch tiefer mit den beiden Merkmalen innerer Wert, dem Nettoinventarwert (NAV) und der Möglichkeit durch Fremdkapital den CEF zu hebeln beschäftigen.
Lies dazu im zweiten Teil in den Closed End Funds Stärken über CEFs NAV & Leverage weiter. Dort gebe ich dir auch einige Tipps, wie du erkennen kannst, ob ein CEF eine nachhaltige Ausschüttungsstrategie verfolgt!

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