Ventus Energy Erfahrungen im P2P Cafe

Ventus Energy Erfahrungen: Wie groß ist das Risiko wirklich bei 18% Rendite?

Ventus Energy Erfahrungen im P2P Cafe Podcast

Investieren in Energieprojekte übt schon immer eine besondere Faszination aus. Ventus Energy wollte das für uns Investoren vereinfachen, indem sie direktes Investment in Kraftwerke, Solarparks und Batteriespeicher ermöglichten. Eine beworbene Rendite von bis zu 18% deutete allerdings auch auf ein entsprechendes Risiko hin, und auch die Rolle ihres CDOs bei Crowdestor warf Fragen auf. Die wir mit Ventus Energy klärten. Im Juni 2026 hat sich dieses Risiko dann konkretisiert: Nach einer BaFin-Anordnung und Problemen mit Banken und Zahlungsdienstleistern hat Ventus Energy eine Restrukturierung angekündigt. Dieser Beitrag dokumentiert die ganze Geschichte, von den Anfängen bis zur aktuellen Lage.

 Zuletzt aktualisiert am: 16. Juni 2026

Disclosure & Interessenskonflikt: Bin mit >11.000 Euro investiert. Ich halte 0,67% der Anteile an der VENTUS Employee and Partnerships Stock Options OÜ die 15% an der Ventus Energy Group OÜ hält. Meine durchgerechnete wirtschaftliche Beteiligung an der operativen Gesellschaft beträgt ca. 0,1%. Meine dort investierten Gelder sind von den unten beschriebenen Maßnahmen ebenfalls betroffen.

⚠️ Aktueller Hinweis (Stand 11.06.2026): Ventus Energy hat am 11.06.2026 angekündigt, ein gerichtlich begleitetes Restrukturierungsverfahren nach estnischem Recht (Saneerimisseadus bzw. Pankrotiseadus) einzuleiten. Als Gründe nennt das Unternehmen die BaFin-Anordnung vom 05.05.2026 zur Einstellung und Abwicklung des in Deutschland ohne Erlaubnis betriebenen Einlagengeschäfts, erhebliche Störungen der Banken- und Zahlungsverbindungen sowie nach eigenen Angaben gezielte Störaktionen gegen das Unternehmen, zu denen in Estland strafrechtliche Ermittlungen laufen sollen. Konkret bedeutet das nach Angaben von Ventus: keine neuen Investments, Zinsauszahlungen ausgesetzt (aufgelaufene Zinsen werden kapitalisiert) und der Early Exit ist deaktiviert. Ein Rückzahlungsplan soll bis zum 10.07.2026 vorgelegt werden, zentraler Mechanismus soll der strukturierte Verkauf der Energieanlagen sein. Die rechtliche Einordnung des gesamten Vorgangs liegt bei Ventus Energy und den zuständigen Behörden. Chronologie, Details und meine Einordnung weiter unten im Beitrag sowie in unserer Podcast-Folge zur Ventus-Restrukturierung, die regulatorische Vorgeschichte in der BaFin-Verbrauchermitteilung vom 18.05.2026.

📌 Laufende Updates zum Fall: Aktuelle Entwicklungen und neue Meldungen sammle ich fortlaufend am Ende des Beitrags im Abschnitt Aktuelle Updates zum Fall Ventus, die jeweils neueste oben. Alles, was zwischen diesem Hinweis und dem Update-Bereich steht, ist der dokumentierte Verlauf von den Anfängen bis zur Restrukturierung und bleibt aus Transparenz- und Dokumentationsgründen unverändert stehen, auch wenn einzelne Aussagen aus der Zeit davor heute anders zu lesen sind.

Bevor wir auf unsere persönliche Ventus Energy Einschätzung eingehen und im Fazit erklären, wie wir investiert haben und wie wir die aktuelle Lage bewerten, schauen wir uns kurz die Finanzierungs-Plattform an und lassen dann ihren CEO & CDO im 10in10 Podcast zu Wort kommen! Das Interview stammt aus der Zeit vor der Restrukturierung und bleibt hier als Dokumentation erhalten. Gerade die Antworten zu den Risiken liest man heute mit anderen Augen.

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Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

Ventus Energy Anleitung und Übersicht

Die wichtigsten Ventus Energy Daten im Steckbrief

Ventus Energy Erfahrungen

Bevor es in die Tiefe geht, gibt es zuerst einmal einen Überblick über die wichtigsten und relevanten Daten der Plattform Ventus Energy.

Status (11.06.2026)⚠️ Restrukturierung angekündigt: keine neuen Investments, Zinsauszahlungen ausgesetzt, Early Exit deaktiviert
Gegründet2024
VorstandsvorsitzenderHenrijs Jansons (Mit-Gründer)
Reguliertnein (Plattform selbst nicht, Energieprojekte unterliegen der lokalen Energieregulierung)
Investoren>6.100 Investoren
Firmensitzoperiert in Riga, Lettland, eingetragen als Ventus Energy OÜ in Estland
SicherheitenGruppengarantie (keine dingliche Besicherung bei Mezzanine; Senior Loans sind besichert)
RenditeMezzanine 16–18%, Senior Loans 6–11% (Durchschnitt laut Plattform: 17,6%; Zinsen werden seit 11.06.2026 kapitalisiert statt ausgezahlt)
RückkaufgarantieZahlungsverpflichtung nach 90 Tagen (gegenüber der Gruppe)
KreditartenEnergieprojekte (Mezzanine & Senior Loans)
Finanziertes Kreditvolumen>101 Millionen Euro
Verwaltetes Vermögenca. 75 Millionen Euro (ausstehend)
Mindestanlage 1000€ (Neugeschäft eingestellt)
Invest Strategienkeine, nur manuell
Ratingkeins
Treueprogrammja, 0,5% bis 1,5% je nach Investmentvolumen
Geschäftsberichterste auditierte Ergebnisse waren für H1 2026 angekündigt
Neukunden Bonusnicht verfügbar

Die beiden letzten Ventus Energy Neuigkeiten

Ventus ist über ihren Blog und Newsletter sehr kommunikativ und hält Investoren mit stetigen News Updates auf dem Laufenden. Gerade jetzt in der Restrukturierungsphase sind diese offiziellen Updates die wichtigste Informationsquelle, Ventus hat mindestens monatliche Berichte zum Verfahrensstand angekündigt. Die aktuellsten und wichtigsten beiden Ventus News habe ich dir mal raus gegriffen:

Ventus 18.06.2026
ARBEITSPLAN WÄHREND DER MITTSOMMERFERIEN
Das Ventus Energy Team wird vom 22. bis 24. Juni Mittsommer-Feiertage begehen und der Kundenservice wird begrenzt verfügbar sein. Der normale Betrieb wird am 25. Juni wiederaufgenommen. Das Unternehmen wünscht seinen Partnern einen guten Start in den Sommer. (Quelle)
Ventus 11.05.2026
Ventus Energy / Aprilberichte
Ventus Energy hat im April erhebliche Fortschritte in seinen Wind- und Energieprojekten verzeichnet. Der litauische Windpark befindet sich in einer hochaktiven Phase mit abgeschlossener Standortvorbereitung und laufender Installation von Transformatorgründungen. Der Standort PH Jugla erhielt eine bedeutende Kapazitätserweiterung, die die Projektwertung und das Ertragspotenzial erheblich steigert. Ab dem 8. Mai gelten für neue Projekte angepasste Zinssätze.</short> </invoke> (Quelle)

Was ist Ventus Energy?

Ventus Energy ist ein Startup, das 2024 in Estland gegründet wurde und aus Riga, Lettland, operiert. Es fokussiert sich auf Projekte im Energiesektor, mit dem Ziel, Kraftwerke, Solarparks, Windparks und Batteriespeicher (BESS) nicht nur zu finanzieren, sondern auch zu besitzen und zu verwalten.
Dazu gehören Gaskraftwerke, Biomasseanlagen, Solaranlagen, Windparks und eigenständige BESS-Anlagen. Das Unternehmen bot Investoren Renditen von 16–18% auf Mezzanine-Investments sowie seit 2025 auch Senior Loans mit 6–11%, die durch Vermögenswerte und Sicherheiten besichert sind.
Ventus Energy hatte das langfristige Ziel, ein großes Portfolio von Energieprojekten aufzubauen. Das Unternehmen wollte bestehende Kraftwerke optimieren, neue Projekte entwickeln und Gewinne durch den Besitz und das Management dieser Energieanlagen erzielen.
Eine zentrale Strategie bestand darin, langfristig in verschiedene Energietechnologien zu investieren, um nicht vollständig von einem einzelnen Energiemarkt, wie beispielsweise dem Gaspreis, abhängig zu sein.
Mittlerweile umfasst das Portfolio über ein Dutzend Projekte in Lettland und Litauen mit einer geplanten Gesamtleistung von rund 270 MW. Diese Wachstumsstrategie ist mit der im Juni 2026 angekündigten Restrukturierung allerdings Geschichte. Statt weiter zuzukaufen, sollen die Anlagen nun strukturiert verkauft werden, um die Verbindlichkeiten gegenüber uns Investoren zu bedienen. Die Details dazu stehen im Abschnitt zur Restrukturierung weiter unten.

Meilenstein 2025: Im Juli 2025 wurde der Ventus Energy Fund unter estnischer Aufsicht registriert. Das ermöglichte die Zusammenarbeit mit institutionellen Investoren und sollte den Zugang zu bis zu 100 Mio. € zusätzlichem Kapital eröffnen. Zudem erhielt Ventus Energy im Dezember 2025 als erster privater Stromerzeuger in Lettland eine FCR-Zulassung (Frequency Containment Reserve) für den Betrieb von Batteriespeichern – eine wichtige neue Einnahmequelle über Netzstabilisierungsdienste.

Wer leitet Ventus Energy?

Ventus Energy wird von Henrijs Jansons geleitet, der als CEO und Mitbegründer des Unternehmens tätig ist. Henrijs ist für die täglichen Abläufe und die Finanzstrategien der Plattform verantwortlich. Er hat umfangreiche Erfahrung im Bereich Crowdfunding, da er zuvor in leitender Position bei anderen Plattformen wie Debitum und DoFinance tätig war.
Diese Erfahrung bringt er nun in seine Rolle bei Ventus Energy ein, wo er sich auf die Effizienz der operativen Prozesse und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Projekte konzentriert. Auch die Restrukturierungs-Mitteilung vom 11.06.2026 wurde von ihm an die Investoren kommuniziert.

Ventus Energy Erfahrungen das Team
CEO & CDO von Ventus Energy


Janis Timma, CDO ebenfalls Mitbegründer von Ventus Energy, trägt zur Entwicklung im Energiesektor bei. Als erfahrener Akteur der Energiebranche und Vorsitzender des Kraftwärmekopplerverbandes in Lettland bringt Timma ein breites Netzwerk und umfassendes Fachwissen in das Unternehmen ein. Er ist dafür verantwortlich, potenzielle Projekte zu identifizieren, die effizienter betrieben werden können, um den langfristigen Erfolg von Ventus Energy sicherzustellen.
Janis Timma kennt man auch als CEO von Crowdestor, dazu später mehr.

Was sind die Projekte bei Ventus Energy? 

Mittlerweile gibt es über ein Dutzend Projekte bei Ventus Energy, verteilt auf fünf strategische Bereiche: Heat & Electricity, Solar & BESS, BESS Standalone, Wind und Heat & Mining. Schauen wir uns das Flaggschiff-Kraftwerk mal als exemplarisches Projekt an. Im Prospekt und auf ihrer Webseite findest du noch viel mehr Informationen, für einen ersten Eindruck mal die wichtigsten Projektdaten.

Das Projekt Powerhouse Jugla in Riga von Ventus Energy Group bietet eine Investitionsmöglichkeit zur Finanzierung des Erwerbs von 100% der Anteile an einem Unternehmen, das ein mittlerweile auf 50,9 MW erweitertes Kraft-Wärme-Kopplungswerk in Riga, Lettland, betreibt.

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Das Powerhouse in Riga

Dieses Werk produziert sowohl Strom als auch Wärme und ist vollständig an das städtische Fernwärmenetz sowie an das Strom- und Erdgasnetz angeschlossen. Ziel ist es, durch den Erwerb zusätzliche Einnahmen aus dem Stromausgleichsmarkt zu generieren und die Rentabilität zu steigern.

Das Kraftwerk weist folgende finanzielle Kerngrößen auf:

  • Wärmeverkauf:
    ca. 3,8 Millionen Euro.
  • Durchschnittliche jährliche EBITDA: 
    3,7 Millionen Euro über die letzten vier Jahre.
  • Aktuelle Bewertung der Anlage: 
    36,7 Millionen Euro (nach Kapazitätserweiterung, ursprünglich 17,65 Mio. € bei Erwerb).
  • Gesamte Produktionskapazität: 
    50,9 MW nach Installation des 10 MW Elektrodenkessels (zuvor 40,9 MW).

Erwartete jährliche Einnahmen:

  • Stromverkauf:
    ca. 3 Millionen Euro.
  • Subventionen:
    ca. 2,28 Millionen Euro.

Der Projektpräsentation bzw. den Notes kann man natürlich noch wesentlich mehr Details entnehmen.

Die Rendite des Powerhouse Kraftwerks für uns Investoren

Die Rendite für Investoren wurde durch einen Zinssatz auf das investierte Kapital erzielt. Die anfänglich angebotenen 18% pro Jahr wurden schrittweise auf zuletzt 16–17% bei neuen Mezzanine-Projekten gesenkt – eine Entwicklung, die ich so prognostiziert hatte. Die anfangs höheren Zinsen dienten der schnellen Kapitalbeschaffung in der Startphase. Gelegentlich kamen ältere Projekte mit 17% oder 18% aus einem Verkauf auf den Sekundärmarkt.
Zusätzlich gab es die Möglichkeit, durch das automatische Reinvestieren der Zinsen einen Zinseszinseffekt zu nutzen, um die Rendite weiter zu erhöhen.
Seit 2025 bot Ventus Energy auch Senior Loans mit 6–11% Rendite an, die durch Vermögenswerte und Sicherheiten besichert sind und damit ein geringeres Risikoprofil aufwiesen als Mezzanine-Investments.
Seit dem 11.06.2026 werden alle Zinsen kapitalisiert statt ausgezahlt, mehr dazu im Abschnitt zur Restrukturierung.

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Mein erstes Kraftwerk mit Zinseszinseffekt (compund)

Wollte man seine Zinsen auszahlen, musste man aktiv das sogenannte compounding ausschalten.

Die Finanzierung des 40.9 MW Powerhouse in Riga

Die Finanzierung des Projekts erfolgte durch eine Kombination aus 30% Mezzanine-Kapital und 70% Senior Debt.

  • Mezzanine-Kapital: 
    Dieses wurde über die Ventus Energy Plattform aufgenommen und bot eine höhere Rendite von 18% (17%/16%) pro Jahr.
    Es ist risikoreicher als Senior Debt, da es im Falle einer Liquidation nachrangig bedient wird, aber immerhin von der Ventus Gruppengarantie profitiert. Diese sollte dann im Falle eines Ausfalls die Verbindlichkeiten übernehmen.
  • Senior Debt: 
    Diese Form der Verschuldung wurde zu einem Zinssatz von 6% pro Jahr aufgenommen und hat Vorrang vor Mezzanine-Kapital bei der Rückzahlung.
    Seit 2025 konnten auch Privatanleger über die Plattform in Senior Loans investieren (6–11%), die durch Vermögenswerte und Sicherheiten besichert sind.

Das Mezzanine-Kapital wurde in vier Runden beschafft, wobei die Rückzahlung des Kapitals am Ende der Laufzeit erfolgen sollte. Senior Debt wurde monatlich auf Basis des Kapitalabrufs zurückgezahlt. Die Nachrangigkeit des Mezzanine-Kapitals ist im laufenden Restrukturierungsverfahren übrigens ein zentraler Punkt: Senior Lender werden bei einer Verwertung vorrangig bedient.

Der Ventus Energy Projektstatus Stand April 2026

Einordnung: Der folgende Status dokumentiert den operativen Stand per April 2026, also vor der Restrukturierungs-Ankündigung vom 11.06.2026. Die Anlagen liefen nach Unternehmensangaben weiter, im Zuge der Restrukturierung ist allerdings der strukturierte Verkauf genau dieser Portfolio-Segmente als zentraler Rückzahlungsmechanismus vorgesehen.

Powerhouse Jugla (Riga)

  • Das Flaggschiff-Projekt ist voll operativ und hat im Januar 2026 den besten Betriebsmonat seiner Geschichte verzeichnet.
  • Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des 10 MW Elektrodenkessels wurde die Gesamtkapazität auf 50,9 MW erhöht.
  • Die aktuelle Bewertung liegt bei 36,7 Millionen Euro – mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Erwerbswert von 17,65 Mio. €.
  • Eine Erweiterung der Stromverbindung auf 32 MW ermöglicht die Integration eines geplanten 15-MW-Rechenzentrums.

Powerhouse Dambis

  • Die Übernahme ist abgeschlossen, das Kraftwerk ist seit 2025 voll operativ.
  • Das Kraftwerk ist seit 2018 am Netz und erwirtschaftet stabile Gewinne; der Erwerbswert liegt bei 6,36 Mio. € mit 50% Senior-Lender-Finanzierung.

Powerhouse Atlasa

  • Seit Januar 2025 läuft die Entwicklung planmäßig, Stufe 1 wurde mit 4,2 Mio. € finanziert, Stufe 2 ist gestartet.
  • Stufe 2 umfasst die Entwicklung zusätzlicher Infrastruktur, den Bau eines 10 MW Elektrodenkessels und die Installation eines 5.000 m³ Warmwasserspeichers.

Powerhouse Daugavpils

  • Die Übernahme hat sich aufgrund von Dokumentationsarbeiten verzögert.
  • Weitere Updates folgen mit dem Fortschritt der Eigentumsübertragung.

Solar & BESS Park Kuldiga

  • Der BESS-Bau (2,42 MW / 4,73 MWh) ist abgeschlossen und der Park handelt seit Februar 2026 aktiv Strom auf dem Nord Pool Markt.
  • Die FCR-Lizenz (Netzstabilisierung) wird aktuell beantragt und würde eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen.

Solarpark Valmiera

  • Der voll funktionsfähige 2,66 MW Solarpark wurde im April 2025 über ein Mezzanine-Darlehen (700.000 €) erworben.
  • Ein Senior-Darlehen über 1,55 Mio. € läuft bis 2037 mit festem Zinssatz von 2,9 %.

BESS Park Jelgava

  • Vollständig in Betrieb seit Ende 2025, das erste komplett selbst entwickelte Projekt von Ventus Energy.
  • Ventus Energy erhielt im Dezember 2025 als erster privater Stromerzeuger in Lettland eine FCR-Zulassung für diese BESS-Anlage. Der FCR-Betrieb läuft seit Januar 2026 in Kooperation mit dem Handelspartner AOX Trade.

2,45 MW Windpark Litauen
Ventus Energy finanzierte den Kauf eines Windparks mit 6 Turbinen (2,45 MW) in Litauen und plante eine Nachrüstung mit Batteriespeicher zur Ertragsoptimierung. Das Projekt wurde über ein Mezzanine-Darlehen mit 17 % p.a. bis August 2029 angeboten.

  • Standort: 3 Grundstücke in Litauen, 6 Windturbinen, 2,45 MW Gesamtleistung
  • Laufzeit: Bis 14.08.2029, Early Exit ab 01.11.2025 möglich (seit 11.06.2026 ausgesetzt)
  • Verzinsung: 17 % p.a., tägliche Zinsgutschrift, Zinseszins wählbar
  • Mindestanlage: 1.000 €
  • Sicherheiten: Gruppengarantie, Rückzahlung innerhalb von 90 Werktagen bei Ausfall
  • Strategisches Upgrade: Nachrüstung mit Battery Energy Storage System (BESS)

Hybrid Energy Park Ventspils
Ein erneuerbares Energieprojekt in der Region Ventspils, aufgebaut auf einer bestehenden 110 kV / 16 MW Hochspannungs-Unterstation und nahezu 100 Hektar Land, das bereits für Energienutzung vorgesehen ist. Die wichtigsten Infrastrukturelemente wie Netzanschluss, Unterstationen und Genehmigungen sind bereits vorhanden.

Wie genau Ventus Energy Geld verdient und dass sie eben nicht nur Energie produzieren, sondern vielfältig diese nutzen können, habe ich einen eigenen Beitrag gewidmet!
Es gab durchaus ernst zu nehmende Zweifel am Geschäftsmodell und Firmenkonstrukt. Ventus hat daraufhin Stellung bezogen und einen externen Auditor beauftragt. Dieses Versprechen wurde eingehalten und die erhobenen Anschuldigungen konnten im Audit widerlegt werden. Das grundsätzliche Risiko eines unregulierten Mezzanine-Investments blieb davon natürlich unberührt.
Die BaFin hat die in Deutschland genutzte Vertragsstruktur als erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft eingestuft und deren Einstellung angeordnet – die Details dazu stehen oben im Hinweis sowie in der BaFin-Verbrauchermitteilung. Im Juni 2026 folgte schließlich die Ankündigung der Restrukturierung, die komplette Chronologie dazu steht weiter unten im Beitrag.


Das Investieren und Anmelden bei Ventus Energy

Vorab wichtig: Seit der Restrukturierungs-Ankündigung vom 11.06.2026 nimmt Ventus Energy keine neuen Investments mehr an. Die folgenden Abschnitte dokumentieren den Anmelde- und Investmentprozess, wie er bis dahin funktionierte.

Die Ventus Energy Konto Eröffnung

Du musstest mindestens 18 Jahre alt sein und dich mit einem amtlichen Ausweis per Ident-Verfahren identifizieren. Seit Januar 2025 konnten sich neben Privatpersonen auch Unternehmen registrieren und in Energieprojekte investieren.

Zum Start der Plattform war die Anmeldung nur mit einem Einladungscode möglich! Diesen erhieltst du in der Regel innerhalb von 24 Stunden, nachdem du dich mit deiner E-Mail-Adresse in die Interessenten/Warteliste bei Ventus Energy eingetragen hattest.
Alles Weitere lief dann so, wie du es von anderen Plattformen kennst.

Du gabst deine E-Mailadresse an und wähltest ein Passwort und aktiviertest dein Konto mit dem early access code, den du per Mail erhalten hattest.
Natürlich musstest du auch noch darüber hinaus gehende Daten angeben.

Ventus Energy erhob keine Gebühren für die Erstellung oder Pflege deines Ventus-Energy-Kontos. Geld konntest du einfach per SEPA Überweisung einzahlen und ab 10 Euro Guthaben auch kostenlos auszahlen. Auszahlungen von Wallet-Guthaben hängen aktuell am Restrukturierungsverfahren: Sie sollen laut Ventus so bald wie praktikabel bearbeitet werden, vorbehaltlich der Compliance-Anforderungen des Zahlungsinstituts.

Noch einfacher ist die Ventus Energy Anleitung als Video

Ventus Energy Erfahrungen als Video

Der Erwerb von Notes oder Loans bei Ventus Energy

Es gab keinen Autoinvest bei Ventus Energy und du konntest nur manuell in das jeweilige Projekt investieren. Das machte bei einem Mindestinvestment von 1000 Euro auch durchaus Sinn, sich das genauer anzuschauen.

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Screenshot

Nachdem du in ein Projekt investiert hattest, konntest du das sogenannte „compound“ ausschalten (zu finden unter MyPortfolio -> Manage, siehe auch Bild oben unter Rendite).
Das bedeutete, dass die erhaltenen Zinsen nicht reinvestiert wurden, sondern in deinem Konto landeten und du sie dann selbst investieren oder eben ab 10 Euro abheben konntest.
Diese Wahlmöglichkeit ist seit dem 11.06.2026 außer Kraft: Im Zuge der Restrukturierung sind Zinsauszahlungen ausgesetzt und alle auflaufenden Zinsen werden kapitalisiert.

Über den Early Exit konntest du bei vielen Projekten nach einer Mindesthaltefrist vorzeitig aussteigen. Dabei wurde deine Forderung von einem nachrückenden Investor übernommen – es musste also ausreichend Nachfrage vorhanden sein. Bei Projekten mit Cashback-Bonus galten ggf. Abzugsregeln beim Early Exit.
Auch der Early Exit ist seit dem 11.06.2026 ausgesetzt: Bereits eingesammelte Beträge für laufende Early-Exit-Anfragen sollen laut Ventus den Wallets der Investoren gutgeschrieben werden, noch nicht angelaufene Anfragen wurden storniert und in die jeweiligen Projekte zurückgebucht.

Das Ventus Treue Programm – Loyalty Bonus

Bei Ventus gab es ein Treueprogramm, das Ventus Loyalty Program, das zusätzlich Extra Rendite versprach. Die Staffelung war wie folgt:

  • Ab 10.000 € Gesamtinvestment: +0,5% p.a.
  • Ab 25.000 € Gesamtinvestment: +0,75% p.a.
  • Ab 50.000 € Gesamtinvestment: +1,0% p.a.
  • Ab 100.000 € Gesamtinvestment: +1,25% p.a.
  • Ab 250.000 € Gesamtinvestment: +1,5% p.a.
Ventus Treue-Programm, die Loyality Levels
Ventus Treue-Programm, die Loyality Levels

Statistiken und Zahlen zu den Energieprojekten und Ventus Energy

Nicht nur, wie viele Investoren wie viel Geld in welche Projekte investiert haben, finden sich auf den Ventus Statistikseiten. Sondern auch Daten zu den Energieprojekten. Also wie viel Energie erzeugt wurde und welcher Umsatz damit generiert wird. Sehr transparent. Mittlerweile wurden über 101 Millionen Euro von mehr als 6.100 Investoren finanziert, davon sind aktuell rund 75 Millionen Euro ausstehend und aktiv verwaltet. Gerade während der Restrukturierung lohnt für mich der Blick auf diese Zahlen, denn die operative Leistung der Anlagen ist am Ende die Basis für deren Verkaufswert.

Ventus Energy Dashboard
Ventus Energy Statistik Seiten

Unsere Interviewgäste der Ventus CEO Henrijs Jansons & CDO Janis Timma

Aufgrund der besonderen Rolle und Vergangenheit von Janis Timma haben wir nicht nur mit dem CEO Henrijs Jansons von Ventus Energy gesprochen, sondern auch noch ihn als CDO und Crowdestor CEO mit im 10in10 Podcast befragt. Wie immer kannten beide vorab nur die Hälfte der Fragen und hatten nur eine Minute Zeit für die Antwort, eine Herausforderung! Das Interview entstand vor der Restrukturierung und dokumentiert die damaligen Aussagen.

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Im Podcast selbst erwarten dich noch mehr Fragen und die kompletten Antworten von den beiden und unsere Interpretation und Einschätzungen dazu.

Hier die Fragen und was die beiden dazu geantwortet haben!

Warum werden die Kraftwerke an Ventus Energy verkauft?

Die Projekte, die Ventus gefunden hat, sind unterbewertet und bieten Wachstumspotenzial. Jeder Verkauf hat individuelle Gründe: Einige Eigentümer wollen nach vielen Jahren ihre Investition liquidieren oder in eine andere Branche wechseln. Es gibt auch Banken, die solche Kraftwerke aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht in ihren Büchern halten dürfen und daher quasi verkaufen müssen.

Warum glaubt Ventus Energy, dass Sie die Kraftwerke wirtschaftlicher betreiben können?

Janis Timma bringt 15 Jahre Branchenerfahrung mit und hat bereits Erfolge im Kraftwerksbetrieb vorzuweisen. Durch die Analyse der Betriebsabläufe und die Installation neuer Technologien, wie Wärmetauscher, soll die Rentabilität gesteigert werden.

Was würde Ventus Energy z. B. als Erstes ändern, wenn ein Projekt gekauft wurde?

Janis Timma plant als Erstes die Aufrüstung der Kraftwerke mit Elektrokesseln. Diese Maßnahme soll die Auslastung um 10-20% verbessern. Durch eine differenzierte Betrachtung der Betriebsabläufe können gezielt Effizienzsteigerungen erzielt werden. Solche technischen Anpassungen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Rentabilität zu erhöhen und das Potenzial der Anlagen voll auszuschöpfen.

Warum werden die Kraftwerke überhaupt verkauft, wenn sie rentabel sind?

Kraftwerke können aus verschiedenen Gründen verkauft werden: Oft gehen Eigentümer in den Ruhestand, wie im Fall des Powerhouse in Riga, dessen Eigentümer nach Spanien ziehen.
Andere wechseln die Branche oder reagieren auf veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen, wie beim Kraftwerk Daugavpils. Hier hatten sich Marktbedingungen geändert, was zu einem Verkauf führte. Solche Entscheidungen sind oft strategischer Natur und hängen von den individuellen Zielen der Eigentümer ab.

Warum bietet Ventus Energy Sie 18% Rendite an, wenn 15% schon an der Spitze der P2P-Renditen liegen?

Ventus wollte schnell neue Investoren anziehen und hat daher die Zinsen hoch angesetzt. Höhere Renditen ermöglichen es, schneller Kapital zu gewinnen, um das erste Kraftwerk zügig zu finanzieren und in Betrieb zu nehmen.
Die Strategie ist es, kurzfristig höhere Zinsen zu zahlen, um langfristig die Rentabilität durch schnelleren Betriebsstart zu sichern.
Mittlerweile wurden die Zinsen bei neuen Mezzanine-Projekten bereits auf 16–17% gesenkt. Für 2026 war das erklärte Ziel, teure Mezzanine-Finanzierungen schrittweise durch günstigeres Bankkapital zu ersetzen.

Wie oft werden wir neue Projekte bei Ventus Energy sehen?

Derzeit hat Ventus Energy über ein Dutzend Projekte in fünf strategischen Bereichen (Heat & Electricity, Solar & BESS, BESS Standalone, Wind und Heat & Mining). Die Projekte sind komplex und erfordern sorgfältige Planung und Umsetzung, aber das Tempo hat sich seit 2024 deutlich erhöht.

Warum gibt es keine professionellen Investoren, wenn das Geschäft so profitabel und risikoarm ist?

Es ist nicht korrekt zu sagen, dass keine professionellen Investoren beteiligt sind. Hier gehen wir von einer falschen Annahme aus.
Viele institutionelle Investoren engagieren sich in Energieprojekten, insbesondere bei Senior Loans. Im Baltikum fließt viel Kapital von solchen Investoren in verschiedene Energiesegmente. Mezzanine-Investitionen sind weniger verbreitet, aber auch hier gibt es staatliche Fonds, die sich an solchen Krediten beteiligen. Seit Juli 2025 war zudem der Ventus Energy Fund unter estnischer Aufsicht registriert, was die Zusammenarbeit mit institutionellen Investoren weiter erleichtern sollte.

Sind professionelle Investoren nur bei Senior Loans beteiligt und nicht bei Mezzanine?

Hauptsächlich investieren institutionelle Investoren in Senior Loans, da diese besichert sind. Einige entscheiden sich jedoch auch dafür, ganze Projekte selbst zu finanzieren und zu entwickeln. So wie eben Ventus Energy das auch macht.
Staatliche Fonds im Baltikum zeigen bereits jetzt schon Interesse an Mezzanine-Investitionen und diversifizieren somit ihr Portfolio.

Wer sind die Senior Lenders und welche Beträge wurden von ihnen finanziert?

Normalerweise finanzieren Senior Lender etwa 60-70% eines Projekts. Konkrete Namen dieser Investoren können nicht genannt werden. Es ist möglich, dass diese Informationen öffentlich werden, sobald ein Deal abgeschlossen ist. Die genaue Finanzierung hängt von den individuellen Verhandlungen ab.

Wie sind Zinseszinsen (compund) nützlich, wenn ein Projekt vollständig finanziert ist?

Zinseszinsen sind nützlich, da ein Kraftwerk ständig Cashflow für Betriebskosten wie Gas benötigt. Indem weniger Mittel abfließen und direkt reinvestiert werden, bleibt Ventus flexibel und kann den Cashflow optimieren.
Dies reduziert auch den Bedarf an externem Kapitalfluss und stärkt die Rentabilität der Projekte langfristig. Wir als Investoren profitieren davon, dass wir weiter den hohen Zinssatz, wenigstens für die Zinsen, dann sichern können.

Was sind die Risiken von Ventus Energy Projekten bei den hohen Renditen?

Ein Hauptfaktor ist die Volatilität der Rohstoffpreise, besonders Gaspreisschwankungen. Niedrige Preise sind zwar für Verbraucher vorteilhaft, können aber die Rentabilität von Kraftwerken beeinträchtigen. Zusätzlich können technische Ausfälle oder politische Risiken durch neue Gesetze unvorhergesehene Kosten verursachen. Seit Februar 2025 sind die baltischen Staaten zudem nicht mehr an das russische Energienetz angeschlossen, was die Energiepreise in der Region beeinflusst.
Janis Timma betont, dass diese Risiken durch sorgfältiges Management kontrollierbar seien. Was im Interview damals nicht auf dem Schirm war, ist das regulatorische Risiko, das später durch die BaFin-Anordnung schlagend wurde. Genau dieser dritte Risikoblock, neben Geschäftsmodell- und Betrugsrisiko, hat sich bei Ventus als der entscheidende erwiesen.
Die Risiken werden in den einzelnen Notes oder Krediten auch alle detailliert aufgeführt, hier sollte man vor einem Investment definitiv hineinschauen.

Investieren wir in ein Kraftwerk oder in die Ventus Gruppe?

Investitionen erfolgen direkt ins Kraftwerk selbst, aber im Default-Fall steht die gesamte Ventus Gruppe hinter dem Projekt und springt ein. Dies bietet eine zusätzliche Sicherheitsschicht im Vergleich zu einem SPV-Modell (Special Purpose Vehicle), das oft nur für einzelne Projekte haftet. Wie gut die Gruppengarantie wirklich ist, erfahren wir natürlich erst, wenn ein Problem vorliegt. Genau dieser Test steht mit der Restrukturierung jetzt an. Wichtig zu wissen: Im Insolvenzfall werden Senior Lender vorrangig bedient – als Mezzanine-Investoren stehen wir in der Rangfolge dahinter.

Unterschied zwischen Darlehen und Anleihen bei Ventus Energy?

Der Hauptunterschied liegt in den rechtlichen Bestimmungen: Anleihen müssen von Regulierungsbehörden genehmigt werden.
Ventus Energy nutzt einen ziemlich bekannten Dienstleister für die Gestaltung dieser Finanzprodukte. Loans lassen sich deutlich schneller erstellen.
Obwohl sich die Form unterscheidet, bleibt das zugrunde liegende Geschäftsmodell gleich. Die Rahmenbedingungen von Notes und loans sind faktisch identisch.

Warum sollten wir Janis Timma jetzt vertrauen, nach der Crowdestor-Erfahrung?

Dazu nehmen Henrijs und Janis Stellung:

1. Erfahrung und Expertise:
Janis Timma ist in der lettischen Energiebranche gut vernetzt und bringt 15 Jahre Erfahrung mit. Er hat auch den Kraftwärmekopplerverband in Lettland gegründet und maßgeblich beeinflusst. Diese Expertise nutzt er, um Ventus Energy voranzutreiben und effiziente Lösungen für Energieprojekte zu entwickeln.
2. Unterschiedliches Geschäftsmodell:
Im Gegensatz zu Crowdestor, das auf die Finanzierung externer Projekte abzielte, konzentriert sich Ventus Energy darauf, eigene Energieprojekte zu besitzen und zu verwalten. Dies reduziert das Risiko, das mit der Finanzierung zahlreicher externer Projekte verbunden ist, und ermöglicht eine stärkere Kontrolle über die investierten Mittel.
3. Neues Team:
Ventus Energy wird von einem neuen Team geleitet, darunter Henrijs Jansons als CEO. Der Fokus auf ein spezialisiertes Team für Ventus soll sicherstellen, dass vergangene Fehler nicht wiederholt werden.
4. Verpflichtung zur Abwicklung von Crowdestor:
Janis Timma hat betont, dass er daran arbeitet, Crowdestor ordnungsgemäß abzuschließen und die bestehenden Probleme zu lösen. Dies zeigt, dass er Verantwortung für seine Projekte übernimmt und den Investoren gegenüber verpflichtet bleibt.

Was hat Ventus Energy noch in Zukunft vor?

Ventus plant eine Diversifikation in verschiedene Energietechniken: Das bestehende Kraftwerk soll erweitert werden, um weniger abhängig von Gaspreisen zu sein. Diese Strategie zielt darauf ab, die Stabilität der Einnahmequellen zu erhöhen und das Risiko durch Marktschwankungen zu reduzieren.

Bis zur Restrukturierungs-Ankündigung war diese Diversifikation bereits sichtbar umgesetzt: Neben den Gaskraftwerken betreibt Ventus Energy Solar- und BESS-Parks, einen Windpark in Litauen und plante weitere Projekte in allen fünf strategischen Bereichen. Diese Pläne sind mit der Restrukturierung obsolet, der Fokus liegt jetzt auf der Verwertung der bestehenden Anlagen zugunsten der Investoren.

Janis Timma und Crowdestor – viele Fragen und Antworten

Im Podcast findet ihr noch einige konkrete Fragen zu Crowdestor und wie Janis Timma damit nun umgeht und was Crowdestor Investoren noch von ihren ausgefallenen Investments erwarten können. Wer sich dafür interessiert, sollte unbedingt in den Podcast reinhören. Dort kommentieren wir auch die Antworten der beiden!

Alle ausführlichen Antworten und unsere Einschätzung gibt es im Podcast von Ventus Energy:

Unsere Ventus Energy Erfahrungen

Lars berichtet, dass er anfänglich gleich mal 10.000 Euro in Ventus Energy investiert hat. Er hat sich entschieden, die Option der Auszahlungen zu nutzen, um so einen monatlichen Cashflow von über 100 Euro an Zinsen zu generieren.
Seine Strategie bestand darin, die Zinsen monatlich abzuheben, um das Risiko zu minimieren. Falls das Projekt nicht erfolgreich sein sollte, wäre der Verlust durch die regelmäßigen Zinsabhebungen geringer. Genau dieser Mechanismus greift jetzt: Was bereits ausgezahlt wurde, ist dem laufenden Verfahren entzogen, während das Restkapital im Verfahren hängt.
Mittlerweile hat Lars seine Position auf über 111.000 Euro ausgebaut und ist zudem Shareholder von Ventus Energy – eine persönliche Entscheidung basierend auf seinem individuellen Risikoprofil und ausdrücklich keine Empfehlung. Mein eigenes Investment garantiert jedoch keinen Anlageerfolg. Die Information dient nur der Transparenz!

Ventus Energy Erfahrungen mein Dashboard
Mein Ventus Portfolio

Ich habe mich initial entschieden, in zwei Projekte bei Ventus zu investieren und nach und nach weitere ergänzt.
Ich habe teilweise die Compounding-Option genutzt, um meine Rendite bei einem Projekt zu maximieren, bei anderen die Zinsen abgezogen, um mir etwas Kapital zurückzuholen. Beim Early Exit im April bin ich bewusst nicht ausgestiegen, sondern wollte meine Investition über die Laufzeit halten.
Ich habe Ventus von Anfang an als ein risikoreiches Investment gesehen, das sich für mich gut in mein Gesamtportfolio integriert hat.

Die Zinsen wurden bis zur Aussetzung im Juni 2026 pünktlich gezahlt, was bei einem jungen Unternehmen allerdings nie ein verlässlicher Indikator für die langfristige Zahlungsfähigkeit war.
Das Abheben der aufgelaufenen Zinsen war bis dahin problemlos ab 10 Euro möglich, mit der Restrukturierung ist diese Option vorerst Geschichte.

Jugla Kraftwerk Eindrücke vor Ort aus Riga

Auf Einladung und auf Kosten von Ventus Energy gab es seinerzeit die Möglichkeit, zwei Objekte vor Ort zu besichtigen:

Das Kraftwerk in Riga ist ein voll funktionsfähiges, mittlerweile auf 50,9 MW erweitertes Kraftwerk, das seit 2009 zuverlässig Strom und Wärme in die lokalen Netze einspeist. Vor Ort habe ich mir selbst ein Bild gemacht: Die Anlage war sauber geführt, technisch solide und bot Potenzial für weitere Optimierungen – insbesondere beim Thema Grid-Balancing und Effizienz der Betriebsabläufe.
Mit einer durchschnittlichen jährlichen EBITDA von 3,7 Mio. Euro und mehreren gesicherten Einnahmequellen (Strom, Wärme, staatliche Subventionen) galt das Kraftwerk als wirtschaftlich attraktiv. Nach der Kapazitätserweiterung und Installation des Elektrodenkessels wurde die Bewertung von 17,65 Mio. € auf 36,7 Mio. € angehoben. Genau diese Bewertung ist im Restrukturierungsverfahren jetzt der entscheidende Punkt, denn der reale Verkaufspreis bestimmt, was bei den Investoren ankommt.
Insgesamt machte die Anlage einen vorzeigbaren Eindruck und gilt als drittgrößtes privates Kraftwerk in Riga. Das Thema war mir jüngst auch einen eigenen Beitrag wert, sehr spannend – welche Möglichkeiten Ventus Energy hat, um Rendite zu generieren!

Unser Ventus Energy Fazit

Ventus Energy war über fast zwei Jahre eine der spannendsten Geschichten im P2P-Bereich: direkte Investments in Kraftwerke, Solar- und BESS-Parks, eine beworbene Rendite von 16–18% und ein Geschäftsmodell, das anders war als das übliche Konsumkredit-Geschäft. Die Aussicht auf diese hohen Zinsen war verlockend, das Risiko aber von Anfang an entsprechend hoch. Mit der Restrukturierungs-Ankündigung vom 11.06.2026 hat sich dieses Risiko nun konkret materialisiert.

Über die Jahre hatte Ventus durchaus Vertrauen aufgebaut: über 101 Millionen Euro von mehr als 6.100 Investoren, ein Flaggschiff-Kraftwerk, dessen Buchwert von 17,65 auf 36,7 Mio. € angehoben wurde, mehrere operative Projekte und eine FCR-Zulassung als erster privater Stromerzeuger in Lettland. Auch die früheren Zweifel am Firmenkonstrukt wurden seinerzeit durch ein externes Audit adressiert. All das ändert aber nichts daran, dass am Ende ein anderes Risiko durchschlug, nämlich das regulatorische.

Zielbild Ventus Cashflow
Die ursprünglich geplante Wachstums- und Finanzierungsstruktur von Ventus Energy

Festhalten lässt sich: Ventus Energy bleibt ein unreguliertes Startup ohne langjährige Bilanzhistorie, mit Mezzanine-Kapital, das im Verfahren nachrangig hinter den besicherten Senior Lendern bedient wird. Das Unternehmen kommuniziert das Restrukturierungsverfahren als geordneten Weg, um über den Verkauf der Anlagen die Verbindlichkeiten gegenüber Investoren zu bedienen. Ob und in welcher Höhe das gelingt, ist offen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist nach wie vor möglich.

Lars hatte Ventus von Anfang an als interessante, aber unbewiesene Plattform eingeordnet und früh betont, dass sich der Erfolg erst zeigen müsse, vor allem wegen der Vorgeschichte von Janis Timma bei Crowdestor. Er ist mit 10.000 Euro gestartet und hat später auf über 111.000 Euro aufgestockt sowie eine Beteiligung gehalten – eine persönliche Entscheidung basierend auf seinem individuellen Risikoprofil und ausdrücklich keine Empfehlung. Mein eigenes Investment garantiert jedoch keinen Anlageerfolg. Die Information dient nur der Transparenz! Seine Strategie, Zinsen monatlich abzuziehen, hat zumindest einen Teil des Geldes vor dem laufenden Verfahren in Sicherheit gebracht.

Ich habe Ventus immer als das gesehen, was es war: ein risikoreiches Investment in teils real bestehende, produktive Anlagen, das gut in mein sonst eher konservatives Gesamtportfolio passte. Besonders gereizt hat mich, dass es um etablierte Kraftwerke mit Optimierungspotenzial ging, ähnlich wie Mietobjekte mit beständigem Cashflow. Bei den Zahlen und Erlösen war ich aber immer vorsichtig, weil ich mich auf das Management und dessen Aufbereitung verlassen musste, verifizieren konnte ich das nie selbst. Die Crowdestor-Historie von Janis Timma habe ich von Beginn an als Schwachpunkt notiert, auch ohne ihm Vorsatz zu unterstellen.
Mit der Restrukturierung ist genau der Fall eingetreten, der bei einem solchen Profil immer im Raum stand. Mein dort gebundenes Kapital ist vorerst nicht verfügbar, und ich rechne damit, dass die Aufarbeitung über das Verfahren lange dauern wird. Was am Ende zurückkommt, hängt an den Anlagenverkäufen und an der Rangfolge im Verfahren. Ich werde den Fall hier weiter dokumentieren, sobald belastbare Zahlen vorliegen.

Die Ventus Energy Restrukturierung seit Juni 2026

Halten wir den Ablauf chronologisch fest, damit klar wird, wie es zur aktuellen Situation kam. Im Mai 2026 hat die BaFin mit Bescheid vom 05.05.2026 angeordnet, dass die Ventus Energy Group OÜ das in Deutschland ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft einstellen und abwickeln muss. Veröffentlicht wurde das in der BaFin-Verbrauchermitteilung vom 18.05.2026. Knapp einen Monat später, am 11.06.2026, hat Ventus Energy dann angekündigt, ein gerichtlich begleitetes Restrukturierungsverfahren einzuleiten. Wie es dazu kam und wie Lars und ich mit dem Fall umgehen, besprechen wir ausführlich in unserer Podcast-Folge zur Restrukturierung.

Laut Mitteilung des Unternehmens kamen drei Faktoren zusammen, die den normalen Betrieb nach eigener Darstellung unmöglich gemacht haben:

  • die BaFin-Anordnung, keine Gelder mehr von Personen mit deutschem Wohnsitz anzunehmen und einen Rückzahlungs- und Abwicklungsrahmen für betroffene Anleger umzusetzen,
  • erheblich gestörte Banken- und Zahlungsverbindungen, die die Abwicklung von Zahlungen im normalen Geschäftsbetrieb eingeschränkt haben,
  • nach Angaben von Ventus gezielte Störaktionen gegen das Unternehmen, zu denen in Estland strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden sein sollen.

Wichtig für die Einordnung: Diese Darstellung der Gründe stammt von Ventus Energy selbst. Die rechtliche Bewertung der einzelnen Punkte, insbesondere der erwähnten Ermittlungen, liegt bei den zuständigen Behörden und nicht bei mir.

Die Anteilseigner haben per Beschluss eine Reihe von Sofortmaßnahmen festgelegt. Im Detail betreffen uns Investoren vor allem diese Punkte:

  • Keine neuen Kredite mehr über die Plattform.
  • Zinsauszahlungen ausgesetzt, alle künftig auflaufenden Zinsen werden kapitalisiert.
  • Early Exit deaktiviert. Bereits eingesammelte Beträge für laufende Anfragen werden den Wallets gutgeschrieben, noch nicht angelaufene Anfragen storniert und zurückgebucht.
  • Auszahlungen aus dem Wallet-Guthaben sollen so bald wie praktikabel erfolgen, vorbehaltlich der Compliance-Anforderungen des Zahlungsinstituts.
  • Einleitung von Restrukturierungs- und Schutzverfahren nach estnischem Recht (Pankrotiseadus / Saneerimisseadus).

Als zentralen Mechanismus zur Bedienung der Verbindlichkeiten nennt Ventus den strukturierten Verkauf der Anlagen und Portfolio-Segmente, also Heat & Electricity, Wind & BESS, Solar & BESS und weitere Infrastruktur. Der Vorstand wurde angewiesen, Verkaufs- und Monetarisierungsprozesse sofort zu starten. Ein umfassender Rückzahlungsplan mit Szenarien, Umsetzungsschritten und Zeitachsen soll den Anteilseignern bis zum 10. Juli 2026 zur Genehmigung vorgelegt werden, ein detaillierterer Bericht an die Investoren ist für die erste Juliwoche angekündigt. Eine Lender-Zoom-Runde war für den 16. Juni 2026 angesetzt, Fragen nimmt Ventus per E-Mail entgegen.

Was heißt das konkret? Für mich als Mezzanine-Investor heißt es zunächst: Mein dort gebundenes Kapital ist vorerst nicht verfügbar, Zinsen fließen nicht mehr aus, und ob und in welcher Höhe eine Rückzahlung erfolgt, hängt am Erlös aus den Anlagenverkäufen und an der Rangfolge im Verfahren. Und in dieser Rangfolge stehen wir Mezzanine-Geber hinter den besicherten Senior Lendern. Die viel beschworene Gruppengarantie wird jetzt das erste Mal real auf die Probe gestellt. Wie belastbar sie ist, lässt sich erst beurteilen, wenn das Verfahren läuft und erste Zahlen auf dem Tisch liegen.

Worauf ich in den kommenden Monaten achte: die offiziellen Updates von Ventus zum Verfahrensstand, den angekündigten Rückzahlungsplan, sowie die Frage, zu welchen Bewertungen die Anlagen tatsächlich verkauft werden. Die zuletzt kommunizierten Buchwerte, etwa die 36,7 Mio. € für Powerhouse Jugla, sind das eine, ein realer Verkaufspreis unter Zeitdruck kann etwas ganz anderes sein. Ich werde diesen Beitrag aktualisieren, sobald belastbare neue Informationen vorliegen.


🔒 Ab hier wird der Beitrag fortlaufend aktualisiert. Alles oberhalb dieses Hinweises ist der dokumentierte Verlauf von den Anfängen bis zur Restrukturierung und bleibt aus Transparenz- und Dokumentationsgründen eingefroren stehen, auch wenn einzelne Aussagen aus der Zeit davor heute anders zu lesen sind. Neue Meldungen sammle ich darunter, die jeweils neueste oben.

Aktuelle Updates zum Fall Ventus

16.06.2026 – Eigene Podcast-Folge und heutiger Lender-Call: Lars und ich haben den Fall, von der BaFin-Anordnung über die Restrukturierung bis zu unseren eigenen Positionen, ausführlich in unserer Podcast-Folge zur Restrukturierung besprochen. Außerdem findet heute die von Ventus angesetzte Lender-Zoom-Runde statt, deren Ergebnisse ich anschließend hier einordne.

12.06.2026 – Ventus veröffentlicht eigene Darstellung („ventusfiles“): Parallel zur Restrukturierung hat Ventus Energy unter ventusfiles.com eine eigene Darstellung veröffentlicht, in der das Unternehmen die negative Berichterstattung der letzten Monate als koordinierte Kampagne gegen sich rahmt und auf ein in Estland eingeleitetes Strafverfahren verweist. Dabei handelt es sich um eine einseitige, in weiten Teilen unbelegte Selbstdarstellung einer interessierten Partei zu einem laufenden Verfahren, eine unabhängige Überprüfung der dort erhobenen Vorwürfe ist mir nicht möglich. Wer sich die Ventus-Sicht ansehen will, findet sie über den Link, die Einordnung überlasse ich bewusst euch.

16.06.2026 – Ventus-Lender-Call, das Wichtigste: Ventus hat in einem rund einstündigen Lender-Call den Stand zur Restrukturierung dargestellt. Alle Angaben nach Darstellung des Unternehmens:

  • Verkauf: Die Anlagen sollen segmentweise (Wärme, Solar, Wind, Mining) über die operativen Gesellschaften zu „normalen“ Preisen verkauft werden, nicht die Gruppe selbst. Eine M&A-Beratung und mehrere Kaufinteressenten seien eingebunden.
  • Kapitalstruktur: erstmals grobe Zahlen, unter 10 Mio. € Senior-Darlehen und rund 82 Mio. € Mezzanine-Forderungen.
  • Verfahren: die Unterlagen sollen in zwei Wochen ans estnische Gericht, danach stimmen die Anleger ab. Nötig sind zwei Drittel der Forderungssumme, eine Nicht-Stimme zählt als Nein.
  • Rückzahlung: für den Insolvenzfall schätzt Ventus selbst grob 40 bis 50 %. Für die Restrukturierung nennt das Unternehmen keine konkrete Quote, sie hängt an den Verkaufserlösen und am nachrangigen Mezzanine-Kapital auf einer Folie his es bis zu 100%.

Das ist die Sicht einer interessierten Partei zu einem laufenden Verfahren. Meine ausführlichere Einordnung dazu in unserer Podcast-Folge zur Restrukturierung.


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Zuletzt aktualisiert am: 16. Juni 2026

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6 Gedanken zu „Ventus Energy Erfahrungen: Wie groß ist das Risiko wirklich bei 18% Rendite?

  1. Benutzerbild von ReneRene

    Habe auch vor einigen Tagen bemerkt, dass für alle Projekte die Einstellung automatisch (und nicht mehr änderbar) auf „Compounding“ geändert wurde.
    (Ich hatte erst vor wenigen Wochen bei allen das Compounding ausgestellt).
    Dies steckt wohl hinter der Aussage, dass es vorerst keine Zinsauszahlungen mehr geben wird.

    Aber ist denn bekannt, ob man Geld, das in der Wallet liegt, sich noch regulär auszahlen lassen kann?
    Ich hab das nicht ganz verstanden, wie weit sie denn nun sind, mit der Freigabe der Konten/Gelder bei Paysera.. .Habt ihr das verstanden?

    Antworten
    1. Benutzerbild von Thomas ButzThomas Butz Beitragsautor

      Wenn ich das heute im Call richtig verstanden habe, wollen sie, sobald sie wieder Zugriff auf ihre Konten haben, die freien Gelder aus der Wallet auszahlen. Wurde, meine ich auch eine Summe genannt, die dafür da sein soll, Termine wurden leider keine genannt. Monatliche Updates soll es geben, ist mir noch hängen geblieben

      Antworten

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