P2P Kredite Diversifikation

P2P Kredite für Anfänger 2026: So diversifizierst du dein Portfolio mit 5 neuen Plattformen (Teil 3)

P2P Kredite diversifizieren — klingt nach Lehrbuch, ist aber auch bei P2P eine Notwendigkeit, um langfristig erfolgreich zu investieren. Hand aufs Herz: Bisher liegt dein Schwerpunkt klar auf Konsumentenkrediten. Das ist so, als würdest du nur Tech-Aktien kaufen und dich diversifiziert fühlen. In diesem dritten Teil meiner P2P-Einsteigerserie zeige ich dir, wie du dein Portfolio wirklich wetterfest machst — mit fünf regulierten Plattformen aus den Bereichen Immobilien, Landwirtschaft und echtem Peer-to-Peer. Dazu erkläre ich dir den Zweitmarkt, mein Konzept der gewichteten Diversifikation und warum Qualität wichtiger ist als Rendite.

Du hast Teil 1 und Teil 2 verpasst? Kein Problem — du kannst auch hier direkt einsteigen. In Teil 1 (Bondora Go&Grow – Mein Plan für 10 % Rendite) haben wir den Keksboden unserer P2P-Torte gebacken. In Teil 2 (Mintos & Twino – Ohne Buyback-Falle) kam der Biskuit dazu. Heute wird es bunt: Die Füllung kommt rein.

 

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Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

Kurzer Recap: Im ersten Teil haben wir mit Bondora Go&Grow einen stabilen, liquiden Keksboden gelegt. Im zweiten Teil kamen Twino als regulierter Einzelkreditgeber und Mintos als Marktplatz-Gigant dazu — der Biskuit. Wir haben dabei gelernt, dass Buyback kein Freifahrtschein ist und wie du die Risiken dahinter richtig einschätzt.

Heute machen wir den nächsten Schritt: Wir füllen unsere Torte. Und die Füllung wird bunt. Fünf neue Plattformen bringe ich mit, den Zweitmarkt erklären wir gründlich und ich zeige dir, wie ich mein Portfolio nach Qualität gewichte — und warum ich das früher ganz anders gemacht habe.

Pflichthinweis: Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen. Das gilt für jede einzelne Plattform in diesem Artikel. Informiere dich über die weiteren Risiken von P2P Krediten bevor du investierst.

P2P Kredite diversifizieren: Warum es gerade jetzt so wichtig ist

Diversifikation klingt nach einem trockenen Lehrbuch-Begriff. Ist aber bei P2P Krediten eine Überlebensfrage. Und der Grund liegt in der Natur unserer Assetklasse — den haben wir beim Thema Buyback im letzten Teil ja ausführlich durchgekaut.

Zur Erinnerung: Wenn ein Kreditgeber ausfällt, fällt nicht ein einzelner Kredit aus. Es fallen alle Kredite dieses Kreditgebers aus. Stell dir vor, du hast dein komplettes P2P-Geld bei einem einzigen Kreditgeber geparkt. Läuft der gegen die Wand, stehst du ohne alles da. Das ist leider keine Theorie — das ist in der P2P-Geschichte mehrfach passiert. Erinnere dich nur an Grupeer, Envestio oder die problematischen Kreditgeber auf Mintos wie Aforti oder Wowwo.

Und selbst wenn du auf einem Marktplatz wie Mintos in 30 verschiedene Kreditgeber investierst: Wenn die alle Konsumentenkredite vergeben, hängt dein gesamtes Portfolio am selben wirtschaftlichen Faktor — nämlich daran, ob Privatpersonen ihre Raten zahlen. Eine Rezession trifft dann nicht einen, sondern potenziell alle deine Kreditgeber gleichzeitig.

Deshalb diversifizieren wir. Und zwar nicht nur über Kreditgeber, sondern auf drei Ebenen.

Die drei Ebenen der P2P-Diversifikation

Ebene 1: Über verschiedene Kreditgeber
Das macht Mintos als Marktplatz automatisch für dich. Dort hast du Zugriff auf über 30 verschiedene Kreditgeber aus unterschiedlichen Ländern. Aber auch bei Einzelkreditgeber-Plattformen wie Twino oder Bondora trägst du eben das Risiko genau dieses einen Unternehmens. Je mehr verschiedene Kreditgeber in deinem Portfolio, desto besser.

Ebene 2: Über verschiedene Plattformen
Denn wenn eine Plattform selbst Probleme bekommt, willst du nicht alles dort liegen haben — selbst wenn die Kreditgeber dahinter noch intakt sind. Denk an technische Probleme, regulatorische Eingriffe oder schlicht eine Insolvenz der Plattform selbst. Allein deshalb wollen wir mehr als eine Handvoll Plattformen im Portfolio haben. Und genau dafür sorgen wir in dieser Serie nach und nach.

Ebene 3: Über verschiedene Kreditarten (der wichtigste Punkt!)
Das ist die Ebene, die die meisten Einsteiger komplett übersehen. Wenn du zehn Plattformen im Portfolio hast, aber alle nur Konsumentenkredite anbieten, hast du keine echte Diversifikation. Du hast nur die Illusion davon. Verschiedene Kreditarten, Immobilien, Landwirtschaft, Geschäftskredite, reagieren auf völlig unterschiedliche wirtschaftliche Faktoren. Und genau diese Mischung macht dein Portfolio robust. Oder wie ich eingangs sagte: wetterfest.

Welche Kreditarten gibt es bei P2P Krediten?

Bisher kennen wir vor allem Konsumentenkredite. Die machen auch bei mir immer noch einen großen Teil des Portfolios aus. Aber daneben gibt es noch einiges mehr. Und jede Kreditart hat ihr eigenes Risikoprofil, ihre eigene Besicherung und ihre eigenen Treiber. Schauen wir uns die wichtigsten an:

KreditartBesicherungTypische ZinsenRisikoprofilBeispiel
KonsumentenkrediteMeist unbesichert (Buyback möglich)6–16 %Mittel bis hochMintos, Twino, Nectaro
Immobilien (Mietobjekte)Erstrangige Hypothek8–10 %Niedrig bis mittelInRento
Immobilien (Entwicklung)Hypothek, aber Baurisiko9–14 %Mittel bis hochEstateguru, Profitus
LandwirtschaftskrediteAckerland, Maschinen, Ernte9–12 %MittelLande
GeschäftskrediteVariabel (Mezzanin bis besichert)10–18 %Mittel bis hochAfranga, Finbee
AutokrediteFahrzeug als Sicherheit10–14 %MittelAfranga (im Aufbau)

Immobilienkredite bieten durch die erstrangige Hypothek einen ganz anderen Schutz als unbesicherte Konsumentenkredite. Wenn der Kreditnehmer nicht zahlt, kann die Immobilie verwertet werden. Aber Immobilie ist nicht gleich Immobilie. Bei einem Mietobjekt fließen laufende Mieteinnahmen — das ist vergleichsweise sicher und planbar. Bei einem Entwicklungsprojekt (also Neubau oder Sanierung) wartest du stattdessen darauf, dass alles fertig gebaut und dann verkauft wird. Deutlich mehr Risiko, wie auch die Erfahrungen bei Estateguru gezeigt haben, wo mittlerweile über 40 % der aktiven Kredite Zahlungsverzögerungen aufweisen.

Landwirtschaftskredite klingen auf den ersten Blick ungewöhnlich. Aber mal ehrlich: Das ist eine der ältesten Kreditformen der Welt. Als Sicherheit dient Ackerland, schwere Maschinen oder sogar die Ernte selbst. Und das Spannende: Diese Kredite laufen ziemlich unkorreliert zu den Schwankungen am Aktienmarkt. Landwirte werden wir auch in Zukunft brauchen – sofern die Roboter nicht die Macht übernehmen. Für die Streuung deines Portfolios ein echter Pluspunkt.

Geschäftskredite können besichert sein oder als Mezzanin-Finanzierung laufen. Mezzanin heißt: Du stehst in der Rangfolge hinter der Bank, aber vor dem Eigenkapital. Höheres Risiko, aber eben auch höhere Zinsen. Die schauen wir uns im nächsten Teil noch genauer an.

Und dann gibt es noch Autokredite – eigentlich eine Untergruppe der Konsumentenkredite, aber eben besichert durch das Fahrzeug. Auch ein Baustein, auch wenn die Fahrzeugwerte schnell sinken.

P2P Kredite diversifizieren Grundlagen, Afranga, FinBee, InRento, LANDE, Nectaro anlegen 02 kreditarten uebersicht
Die Kreditarten in der Übersciht

Du siehst: Die P2P-Welt ist breiter, als viele denken. Und genau das nutzen wir jetzt aus.

Mein Konzept: gewichtete Diversifikation statt Schrotflinte

Jetzt kommt der entscheidende Punkt, den ich gerne früher schon so gemacht hätte: Ich verteile mein Geld nicht gleichmäßig auf alle Plattformen. Mein Ansatz ist eine gewichtete Diversifikation nach Qualität und Vertrauen.

Mein Prinzip: Plattformen und Kreditgeber, die ich als solider einschätze — reguliert, profitabel, bewährte Historie — bekommen mehr Kapital. Die dürfen auch mal fünfstellig werden. Neuere oder riskantere Plattformen starte ich mit 500 oder 1.000 Euro. Erst wenn sie sich über Monate oder sogar Jahre bewähren, stocke ich auf.

Mehr Vertrauen = mehr Geld. Weniger Track-Record = weniger Geld.

Klingt simpel, war aber ein Lernprozess für mich. Früher habe ich eher gleichverteilt – wie mit einer Schrotflinte. Überall ein wenig rein und hoffen, dass es in Summe dann schon passt. Das hat mich einige Male Geld gekostet, weil ich Plattformen zu früh zu viel Vertrauen (und Kapital) geschenkt habe. Erst mit der Zeit habe ich angefangen, Qualität deutlich stärker zu gewichten. Und die ist wichtig: Qualität und Rendite müssen zusammenpassen. Eine Plattform, die 16 % Zinsen verspricht, aber kein sauberes Reporting liefert, ist keine Chance – sondern ein Warnsignal.

In der Praxis sieht meine Gewichtung der fünf neuen Plattformen aus diesem Artikel so aus:

PlattformMein InvestmentRendite (IZF)GewichtungBegründung
Nectaro14.500 €19 % (inkl. Cashback)HochDYNINNO-Gruppe, IBF-reguliert, attraktive Zinsen
Finbee11.000 €11,7 %HochSeit 2017, dreifach reguliert, höchstes Skin-in-the-Game
InRento8.500 €8,5 %HochNull Ausfälle, erstrangige Hypotheken, ECSP
Afranga5.000 €12,5 %MittelECSP-reguliert, Marktplatz noch im Aufbau
Lande4.000 €9,3 %MittelECSP, besichert, aber Nischenmarkt

Wie du siehst: InRento hat trotz „nur“ 8,5 % Rendite eine höhere Gewichtung als Afranga mit 12,5 %. Warum? Weil null Ausfälle und erstrangige Hypotheken für mich schwerer wiegen als ein paar Prozentpunkte mehr Zins auf einem noch nicht bewährten Marktplatz. Genau das meine ich mit Qualität vor Rendite.

P2P Kredite diversifizieren Grundlagen, Afranga, FinBee, InRento, LANDE, Nectaro anlegen 03 gewichtete diversifikation
Gewichtete Diversifikation meiner P2P Kredite

So, genug Theorie. Kommen wir zu den fünf neuen Plattformen für unsere Füllung.


Nectaro: Regulierte Konsumentenkredite aus dem DYNINNO-Konzern

Ich starte mit einer Plattform, die aus einer etablierten Unternehmensgruppe stammt und mir vor allem wegen ihrer Regulierungsstruktur gefällt.

SitzLettland (Riga)
RegulierungIBF-Lizenz (MiFID II), Bank of Latvia
KreditartKonsumentenkredite (Notes)
KreditgeberEcoFinance (DYNINNO-Gruppe)
Zinsen10–14,5 %
BuybackJa
Mindestanlage10 € (manuell) / 50 € (Auto-Invest)
ZweitmarktNein (geplant)
InvestorenschutzBis zu 20.000 € (lettisches Kompensationsschema)
Aktiv seitEnde 2023

Nectaro kommt aus dem Hause DYNINNO. Das ist ein internationaler Konzern mit über 5.000 Mitarbeitern in 50 Ländern – gegründet 2004 in San Francisco. Kein Garagenprojekt. Die Plattform selbst sitzt in Lettland und ist seit Ende 2023 aktiv.

Nectaro ist nicht ECSP-reguliert, aber hält eine IBF-Lizenz (Investment Brokerage Firm) der lettischen Finanzaufsicht unter MiFID II. Das ist ein ganz anderer Ansatz als bei den meisten P2P-Plattformen: Du investierst nicht direkt in einzelne Kreditverträge, sondern in forderungsbesicherte Wertpapiere – sogenannte Notes. Das sind gebündelte Kreditpakete, die als Finanzinstrument strukturiert sind.

Was bringt dir das? Den Investorenschutz des lettischen Kompensationsschemas — bis zu 20.000 Euro (90 % des irreversiblen Verlustes) im Fall einer Plattform-Insolvenz. Das gibt es sonst bei keiner P2P-Plattform. Wohlgemerkt: Das schützt nicht vor Kreditausfällen, sondern vor einem Versagen der Plattform selbst.

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Mein Nectaro Investment

Die Kredite kommen aus dem eigenen Haus: EcoFinance — DYNINNOs Kreditsparte – hat über 230 Millionen Euro an Kreditvolumen finanziert und 1,4 Millionen Kunden bedient. Primär sind es Konsumentenkredite aus Rumänien und Moldau (über CreditPrime und Honey Loan).

Wir diversifizieren mit Nectaro also nicht über die Kreditart, sondern über die Plattformebene. Und weil die Zinsen mit bis zu 14,5 % wirklich interessant sind, wanderte Nectaro früh in mein Portfolio. Es gibt Buyback und der Autoinvest startet ab 50 Euro. Einen Zweitmarkt gibt es bislang nicht – der ist aber geplant.

Meine Einschätzung zu Nectaro

Meine Nectaro Zahlen: Ich bin mit 14.500 Euro investiert. Bisher habe ich gut 2.300 Euro an Zinsen erhalten. Die Rendite liegt bei 19 %. Bevor du jetzt große Augen bekommst: Da steckt ein ordentlicher Cashback-Bonus drin, den es so nicht immer gibt. Die nachhaltige Rendite ohne Bonus liegt eher bei 13 %.

Das Klumpenrisiko liegt klar bei DYNINNO als einziger Kreditgebergruppe. Das musst du im Hinterkopf behalten. Drittkreditgeber sind angekündigt, aber noch nicht live. Außerdem zeigen rund 27 % der Kredite Zahlungsverzögerungen — was bei kurzfristigen Konsumentenkrediten nicht ungewöhnlich ist, aber eben auch kein Grund zur Sorglosigkeit.

  • IBF-reguliert mit bis zu 20.000 € Investorenschutz
  • Große Unternehmensgruppe (DYNINNO) im Hintergrund
  • Attraktive Zinsen bis 14,5 % mit Buyback
  • Auto-Invest ab 50 €
  • Kein Zweitmarkt (bislang)
  • Klumpenrisiko: Nur ein Kreditgeber (EcoFinance/DYNINNO)
  • Drittkreditgeber angekündigt, aber noch nicht live
  • Rund 27 % der Kredite mit Zahlungsverzögerungen

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Einiges mehr zu Nectaro findest du in meinem ausführlichen Nectaro Erfahrungsbericht hier im Blog.


Afranga: Vom Einzelkreditgeber zum ECSP-Marktplatz

Die zweite Plattform kennst du vielleicht schon dem Namen nach. Afranga stammt aus Bulgarien und hat in den letzten zwei Jahren die wohl radikalste Transformation in der europäischen P2P-Szene hingelegt.

SitzBulgarien (Sofia)
RegulierungECSP-Lizenz (Bulgarische Finanzaufsicht)
KreditartKonsumenten-, Geschäfts- und Immobilienkredite
KreditgeberStik Credit, Lendivo, Swiss Funds, Credirect
Zinsen10–16 %
BuybackNein (seit ECSP-Umstellung)
Mindestanlage10 €
ZweitmarktNein (geplant)
Aktiv seit2021 (ECSP seit Ende 2023)

Afranga war ursprünglich die Investmentplattform von Stik Credit – einem einzelnen bulgarischen Kreditgeber mit 18 % Zinsen und Buyback. Genau das Modell, das wir im letzten Teil beim Thema Buyback besprochen haben: Du leihst dem Kreditgeber dein Geld, er arbeitet damit und verspricht dir die Rückzahlung inklusive Zinsen.

Aber Afranga hat sich komplett gewandelt. Seit Ende 2023 sind sie ECSP-reguliert durch die bulgarische Finanzaufsicht. Die alte Stikcredit-Plattform wird abgewickelt und durch ein neues, eigenständiges Unternehmen (Afranga EOOD) ersetzt. Das Buyback ist weg — dafür gibt es jetzt mehrere Kreditgeber: Stik Credit ist noch dabei, aber auch Lendivo (mitgegründet vom Afranga-CEO), Swiss Funds und Credirect.

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Mein Afranga Dashboard

Das Besondere: Neben Konsumentenkrediten bietet Afranga auch Geschäfts- und Immobilienkredite an. Das macht sie zu einer der wenigen ECSP-Plattformen mit echtem Kreditarten-Mix. Afranga ist also ein Marktplatz im Aufbau — mit Potenzial, aber eben auch noch mit Lücken.

Meine Einschätzung zu Afranga

Meine Afranga Zahlen: Knapp 5.000 Euro investiert, rund 200 Euro Zinsen bei 12,5 %. Ich bin hier noch frisch und warte ab, wie sich der Marktplatz entwickelt. Für mich aktuell ein Satellit mit Potenzial — aber noch kein Schwergewicht.

Stik Credit selbst hat 2024 übrigens einen Rekordgewinn von rund 3,5 Millionen Euro eingefahren, bei einer gesunden Eigenkapitalquote von 54 %. Die Substanz hinter dem Hauptkreditgeber stimmt also. Aber: Auto-Invest und Zweitmarkt fehlen aktuell noch. Beides soll kommen. Und die 10 % bulgarische Quellensteuer musst du auch beachten — davon sind bis zu 5 % in Deutschland anrechenbar.

  • ECSP-reguliert mit segregierten Anlegergeldern
  • Mehrere Kreditgeber (echtes Marktplatz-Modell)
  • Kreditarten-Mix: Konsum, Geschäft, Immobilien
  • Stik Credit als profitabler Hauptkreditgeber (3,5 Mio. € Gewinn 2024)
  • Kein Auto-Invest (geplant)
  • Kein Zweitmarkt (geplant)
  • Kein Buyback mehr seit ECSP-Umstellung
  • Plattform noch im Aufbau — Marktplatz muss sich beweisen
  • 10 % bulgarische Quellensteuer

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Mehr Details findest du in meinem Afranga Erfahrungsbericht.


Lande: Besicherte Agrarkredite mit niedrigem LTV

Jetzt wird es spezialisiert. Und hier schlägt mein Diversifikations-Herz höher. Lande ist die einzige Plattform, die sich ausschließlich auf Landwirtschaftskredite konzentriert. Sitz in Lettland, ECSP-reguliert seit Februar 2024, operativ seit 2019 (damals noch unter dem Namen LendSecured).

SitzLettland (Riga)
RegulierungECSP-Lizenz (seit Februar 2024)
KreditartLandwirtschaftskredite (besichert)
SicherheitenAckerland (41 %), Maschinen (32 %), Ernte/Getreide (26 %)
Zinsen9–12 %
BuybackNein
Durchschn. LTV~40 %
Skin in the Game5 % pro Kredit
ZweitmarktJa (seit Juli 2024, ab 2 €)
Aktiv seit2019 (als LendSecured)

Was Lande für mich so spannend macht, ist ein einziges Wort: Besicherung. Jeder einzelne Kredit bei Lande ist durch physische Vermögenswerte abgesichert. Und der durchschnittliche LTV (Loan-to-Value) liegt bei nur rund 40 %. Das heißt: Die Sicherheiten sind zwei- bis dreimal so viel wert wie der Kredit selbst. Ein ordentlicher Puffer.

Wie funktioniert die Besicherung bei Lande?

Die Sicherheiten bei Lande sind ganz unterschiedlich, und das macht die Plattform auch innerhalb des eigenen Angebots schon diversifiziert:

  • Ackerland (41 % des Portfolios): Erstrangige Hypotheken auf landwirtschaftliche Flächen. Bei der Verwertung verkauft Lande das Land laut eigenen Angaben im Schnitt 30 % über dem erwarteten Marktpreis. Die Ausfallrate liegt bei nur 3 %.
  • Maschinen (32 %): Kommerzielle Pfandrechte auf Traktoren, Mähdrescher und andere Landmaschinen. Versichert gegen Unfälle. Ausfallrate: 4 %.
  • Ernte/Getreide (26 %): Dreiseitige Verträge zwischen Landwirt, Getreidekäufer und Plattform. Versichert gegen Naturkatastrophen, aber nicht gegen Fahrlässigkeit des Landwirts. Hier liegt die Ausfallrate mit 11 % deutlich höher.

Wichtig: Lande investiert bei jedem Kredit 5 % eigenes Geld mit. Das ist echtes Skin in the Game — die Plattform hat also ein direktes finanzielles Interesse daran, nur vernünftige Kredite zu vergeben. Bisher ist bei Lande kein Investor-Kapital verloren gegangen. Die Sicherheiten haben die Ausfälle bislang aufgefangen.

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Mein Lande Investment

Dazu kommt: Seit Juli 2024 gibt es einen Zweitmarkt (ab 2 € Minimum) und einen fortgeschrittenen Auto-Invest, mit dem du nach Zinssatz, LTV, Sicherheitenart, Land und Laufzeit filtern kannst. Lande hat 2024 erstmals Profit gemacht (knapp 200.000 Euro bei 1,9 Millionen Euro Umsatz) und wächst langsam, aber gesund.

Meine Einschätzung zu Lande

Meine Lande Zahlen: 4.000 Euro investiert, 900 Euro Zinsen, Rendite 9,3 %. Das ist niedriger als bei Konsumentenkrediten. Aber hier bekommst du echte Besicherung und eine komplett andere Anlageklasse, die kaum mit dem Rest deines Portfolios korreliert. Für mich ein klassischer Diversifikations-Baustein.
  • ECSP-reguliert seit 2024
  • Jeder Kredit besichert mit durchschnittlich 40 % LTV
  • 5 % Skin in the Game
  • Komplett andere Anlageklasse — unkorreliert zu Konsumentenkrediten
  • Bisher kein Investor-Kapitalverlust
  • Zweitmarkt und Auto-Invest verfügbar
  • Erntebesicherte Kredite mit höherer Ausfallrate (11 %)
  • Kein Buyback — bei Ausfall Verwertung der Sicherheit (dauert)
  • Nischenmarkt — Skalierbarkeit begrenzt
  • Rendite unter typischen Konsumentenkrediten

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Ausführlich habe ich Lande in meinem Lande Erfahrungsbericht vorgestellt — inklusive CEO-Interview.


InRento: Mietimmobilien mit null Ausfällen

Und wenn wir schon bei besicherten Krediten sind, kommen wir zu meinem Favoriten für Immobilien im P2P-Bereich. InRento kommt aus Litauen, ist ECSP-reguliert und hat bislang null Ausfälle vorzuweisen — das kenne ich so von keiner anderen Immobilien-Plattform.

SitzLitauen (Vilnius)
RegulierungECSP-Lizenz (Bank of Lithuania)
KreditartImmobilienkredite (Schwerpunkt Mietimmobilien)
SicherheitErstrangige Hypothek
Zinsen8–9,5 % (plus Wertsteigerung bei Verkauf)
BuybackNein
Mindestanlage500 € pro Projekt
ZweitmarktJa (2 % Gebühr / 1,5 % VIP ab 50.000 €)
Ausfälle0 (über 193 Projekte, 80+ Mio. € finanziert)
Aktiv seitEnde 2020

Über 193 Projekte, mehr als 80 Millionen Euro finanziert — und null Ausfälle. Wie machen die das?

InRento konzentrierte sich lange fast ausschließlich auf Mietimmobilien — also Objekte, die bereits vermietet sind oder zeitnah vermietet werden. Mittlerweile gibt es auch Entwicklungsprojekte, aber der Kern bleibt der Mietfokus. Das ist ein entscheidender Unterschied zu Plattformen wie Estateguru oder Profitus, die primär Entwicklungskredite vermitteln.

Bei InRento bekommst du monatliche Mietausschüttungen von 8 bis 9,5 % Zinsen. Dazu kommt die Chance auf eine Wertsteigerung beim Verkauf des Objekts am Ende der Laufzeit. Jedes Projekt ist durch eine erstrangige Hypothek abgesichert — also die höchste Priorität in einem Insolvenzfall. InRento wurde von Gustas Germanavičius gegründet, der auch EvoEstate (Europas größten Crowdfunding-Aggregator) mitgegründet hat. Der Mann versteht also Immobilien-Crowdfunding aus verschiedenen Perspektiven.

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Inrento Dashboard

Mittlerweile ist InRento in sechs EU-Ländern aktiv: Litauen, Polen (größter Wachstumsmarkt), Spanien, Irland, Italien und Lettland. Bei einigen Projekten sind die Mieten inflationsindexiert — deine Rendite wächst also mit der Inflation. InRento hat 2025 sogar den LendTech of the Year Award bei den European FinTech Awards gewonnen.

Das Luxusproblem bei InRento

Aber es gibt auch Haken. Und einen davon muss ich besonders hervorheben, weil er dich als Einsteiger frustrieren wird:

InRento ist so beliebt, dass neue Projekte oft in wenigen Minuten komplett ausfinanziert sind. Das zeigt einerseits, wie geschätzt das Angebot ist. Macht es für uns Investoren aber eben auch schwierig, überhaupt einen Happen abzubekommen. Mein Tipp: E-Mail-Benachrichtigungen aktivieren und schnell sein.

Dazu kommt: Das Mindestinvestment liegt bei 500 Euro pro Projekt — deutlich höher als bei den meisten P2P-Plattformen. Es gibt keinen Auto-Invest, du musst dir jedes Projekt selbst aussuchen. Und der Zweitmarkt kostet 2 % Gebühr (1,5 % für VIP-Mitglieder ab 50.000 € investiert). Das ist nicht wenig.

Meine Einschätzung zu InRento

Meine InRento Zahlen: 8.500 Euro investiert, gut 1.100 Euro Zinsen, Rendite 8,5 %. Das klingt auf den ersten Blick bescheiden. Aber bei null Ausfällen und erstrangiger Besicherung ist das für mich eines der besten Risiko-Rendite-Verhältnisse im gesamten P2P-Bereich. InRento ist in meinem Portfolio kein Satellit, sondern ein Anker.

Ein Punkt, den ich fair einordnen muss: InRento ist erst seit 2020 am Markt. Die null Ausfälle klingen erstmal sehr gut, aber die Plattform hat noch keinen vollständigen Immobilienzyklus mit fallenden Preisen durchgemacht. Das muss man bei aller Begeisterung im Hinterkopf behalten.

  • ECSP-reguliert, null Ausfälle über 193+ Projekte
  • Erstrangige Hypothek auf jedes Projekt
  • Monatliche Mietausschüttungen + Wertsteigerung bei Verkauf
  • Sechs EU-Länder, inflationsindexierte Mieten möglich
  • LendTech of the Year 2025
  • Mindestinvestment 500 € pro Projekt
  • Kein Auto-Invest
  • Zweitmarkt mit 2 % Gebühr
  • Projekte in Minuten ausfinanziert — schwer reinzukommen
  • Erst seit 2020 am Markt — noch kein voller Immobilienzyklus durchlaufen

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InRento Erfahrungen findest du ausführlich bei Lars auf passives-einkommen-mit-p2p.de.


Was ist der P2P-Zweitmarkt und warum ist er wichtig?

Bevor wir zur letzten Plattform kommen, müssen wir über ein Thema sprechen, das bei der nächsten Plattform eine zentrale Rolle spielt: Der Zweitmarkt.

Das Prinzip ist simpel: Du kaufst auf dem Zweitmarkt Kredite, die andere Investoren weiterverkaufen. Oder du verkaufst selbst deine Kredite an andere. Das kennen wir so ähnlich von Mintos, wo im zweiten Teil unserer Serie ja der Zweitmarkt schon kurz erwähnt wurde.

Warum ist das so wichtig? Ein Wort: Liquidität. Ohne Zweitmarkt bist du an die Laufzeit des Kredits gebunden. Wenn du dein Geld vorher brauchst — Pech gehabt. Mit Zweitmarkt kannst du jederzeit verkaufen, und jemand anderes übernimmt deinen Kredit. Das macht P2P-Kredite von einer komplett illiquiden Anlage zu einer semi-liquiden.

Richtig spannend wird es, wenn der Zweitmarkt Auf- und Abschläge erlaubt. Du kannst Kredite also nicht nur zum Nennwert weiterverkaufen, sondern auch mit Rabatt (schneller loswerden) oder mit Aufschlag (wenn der Zinssatz attraktiv ist). Und damit kommen sowohl Chancen als auch Risiken.

Chancen und Risiken des Zweitmarkts

Die Chancen:

Wenn ein nervöser Investor schnell an sein Geld will, stellt er seine Kredite mit Abschlag ein — sagen wir 2 % unter Nennwert. Für dich als Käufer ist das eine Renditerakete. Es gab sogar Strategien, bei denen du gezielt Cashback-Kredite kaufst und mit leichtem Abschlag sofort weiterverkaufst. Das funktionierte so lange, bis viele auf diese Idee kamen. Dann wurden die Abschläge immer kleiner und die Marge verschwand. Trotzdem: In Phasen mit erhöhter Nervosität (Corona, Ukraine-Krieg) entstehen immer wieder Gelegenheiten.

Risiko 1 — Informationsasymmetrie: Der Verkäufer weiß oft mehr über den Kredit als du. Wenn dir jemand ein vermeintliches Schnäppchen anbietet, ist der Kredit vielleicht schon krank. Der Verkäufer hat vielleicht schon eine Zahlungsverzögerung gesehen, die du noch nicht siehst.

Risiko 2 — Die Aufpreis-Falle: Du kaufst einen Kredit mit Aufpreis, weil der Zinssatz so attraktiv aussieht. Dann greift Buyback und der Kredit wird zum Nennwert zurückgekauft. Wenn du bei Mintos investierst, kennst du das. Dein Aufpreis? Weg. Verlust realisiert.

Der Zweitmarkt ist also ein mächtiges Werkzeug. Aber eines, bei dem du mit Vorsicht agieren solltest. Vor allem als Einsteiger würde ich den Zweitmarkt zunächst nur zum Verkaufen nutzen (um Liquidität zu schaffen) und das aktive Kaufen von Schnäppchen erst mit mehr Erfahrung angehen.

P2P Kredite diversifizieren Grundlagen, Afranga, FinBee, InRento, LANDE, Nectaro anlegen 06 zweitmarkt mechanik
So funktioniert der Zweitmarkt

Gebühren-Vergleich: Nicht jeder Zweitmarkt ist gleich

Nicht jeder Zweitmarkt ist gleich. Manche Plattformen erheben Gebühren, andere nicht. Das frisst an deiner Rendite, besonders wenn du häufig handelst. Hier der Überblick über alle Plattformen aus unserer Serie:

PlattformZweitmarktGebührenAuf-/Abschläge
FinbeeJaKeineJa
SwaperJaKeineJa
TwinoJaKeineNur Abschlag
MintosJa0,85 % (Verkäufer)Ja
LandeJaJaJa
InRentoJa2 % (1,5 % VIP)Ja

Finbee sticht hier positiv heraus: Funktionierender Zweitmarkt mit Auf- und Abschlägen — und null Gebühren. Und damit sind wir bei unserer letzten Plattform für heute.


Finbee: Echtes P2P ohne Buyback

Und damit kommen wir zur fünften und letzten Plattform. Und die ist anders als alles, was wir bisher besprochen haben. Finbee ist echtes P2P.

SitzLitauen (Vilnius)
RegulierungDreifach: Konsumkredit + ECSP + E-Geld-Institut
KreditartKonsumenten- und Geschäftskredite (echtes P2P)
BuybackNein — direktes Kreditnehmer-Risiko
ZinsenA: 8–12 % / B: 12–16 % / C: 16–22 % / D: 22 %+
Skin in the Game12 % pro Konsumentenkredit
ZweitmarktJa (ohne Gebühren, mit Auf-/Abschlägen)
Quellensteuer15 % (reduzierbar auf 10 % mit DAS-1)
Recovery-Rate~80 % der Ausfälle über die Jahre
Aktiv seit2015

Was heißt „echtes P2P“? Bei Twino oder Mintos leihst du dein Geld einem Kreditgeber, der es weitervergibt. Bei Finbee leihst du direkt dem Kreditnehmer. Einer echten Person in Litauen. Es gibt kein Buyback. Kein Sicherheitsnetz von einem Kreditgeber. Wenn der Kreditnehmer nicht zahlt, musst du auf die Eintreibung warten.

Das ist die härteste Form von P2P-Investment. Aber auch die ehrlichste. Du siehst genau, wo dein Geld hingeht. Und du trägst das Risiko direkt — nicht über den Umweg eines Kreditgebers, der vielleicht selbst einmal Probleme bekommt.

Finbee ist in Litauen dreifach reguliert: Als Konsumkreditgeber, als ECSP-Plattform für Geschäftskredite und als E-Geld-Institut. Das kenne ich so von keiner anderen Plattform. Die dreifache Regulierung bedeutet, dass Finbee nicht nur von einer, sondern von mehreren Aufsichtsbehörden geprüft wird. Institutionelle Investoren wie der deutsche Fondsmanager nordIX und Pollen Street Capital (35 Mio. € Commitment für Geschäftskredite) investieren ebenfalls über Finbee — das ist für mich ein gutes Zeichen.

P2P Kredite diversifizieren Grundlagen, Afranga, FinBee, InRento, LANDE, Nectaro anlegen finbee dashboard
Finbee Dashboard

Die Plattform investiert bei jedem Konsumentenkredit 12 % eigenes Kapital mit. Das ist der höchste Skin-in-the-Game-Anteil, den ich bei einer P2P-Plattform kenne. Zum Vergleich: Lande liegt bei 5 %, die meisten anderen Plattformen bei 0 %.

Die Zinsen sind nach Risikoklasse gestaffelt: A-Kredite bringen 8 bis 12 %, B-Kredite 12 bis 16 %, C-Kredite bis zu 22 %. Und ja, D-Kredite gehen noch höher. Aber die braucht kein Einsteiger.

Was viele nicht wissen: Die Ausfallraten steigen natürlich mit der Risikoklasse. Bei A-Krediten liegen sie bei nur rund 0,8 %, bei B-Krediten bei 3,8 %, C-Kredite kommen auf 7,8 % und D-Kredite auf knapp 16 %. Die höheren Zinsen kompensieren das — aber nur bei ausreichender Streuung über viele Einzelkredite.

Was passiert bei einem Ausfall? Finbee treibt ein. Vor Gericht, wenn nötig. In Litauen gibt es keine Verjährungsfrist auf Schulden – das hilft massiv bei der Eintreibung. Historisch wurden rund 80 % der ausgefallenen Beträge über die Jahre wiedergeholt. Das dauert allerdings – teilweise Jahre. Du brauchst also Geduld.

Und hier wird der Zweitmarkt relevant: Finbee hat einen voll funktionsfähigen Zweitmarkt. Ohne Gebühren. Mit Auf- und Abschlägen. Du kannst also Positionen auch wieder loswerden, wenn du musst – oder gezielt Kredite mit Abschlag kaufen.

Meine Einschätzung zu Finbee

Meine Finbee Zahlen: 11.000 Euro investiert, über 3.300 Euro an Zinsen, 11,7 % Rendite p. a. — und das seit 2017. Ich ziehe Monat für Monat 100 Euro ab. Ja, es gibt auch mal Ausfälle. Aber über die Jahre hat sich das in der Rendite bisher gut nivelliert. Finbee ist nichts für den Anfang. Aber wenn du Erfahrung hast und die Kontrolle willst, ist es eine der spannendsten Plattformen überhaupt.

Steuer-Hinweis: Finbee behält 15 % Quellensteuer in Litauen ein. Die kannst du mit einem DAS-1-Formular auf 10 % reduzieren. Die gezahlte Steuer rechnest du in Deutschland voll auf deine Kapitalertragsteuer an. Das ist also kein Nachteil, nur ein zusätzlicher Verwaltungsschritt.

  • Dreifach reguliert — so bei keiner anderen Plattform
  • 12 % Skin in the Game (höchster Wert aller Plattformen)
  • Zweitmarkt ohne Gebühren, mit Auf-/Abschlägen
  • Transparentes echtes P2P — du siehst jeden Kreditnehmer
  • Keine Verjährungsfrist in Litauen, ~80 % Recovery-Rate
  • Seit 2017 in meinem Portfolio, Plattform profitabel seit 2018
  • Institutionelle Investoren (nordIX, Pollen Street Capital)
  • Kein Buyback — Ausfälle treffen dich direkt
  • Nur litauische Kreditnehmer (Länderkonzentration)
  • 15 % Quellensteuer (reduzierbar auf 10 %)
  • Plattform nur auf Englisch verfügbar
  • Nichts für Einsteiger — erfordert Erfahrung und Geduld

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Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht findest du hier: Finbee Erfahrungen — bis zu 16 % Rendite mit echtem P2P?


Die Füllung steht: Alle 8 Plattformen im Überblick

Fassen wir zusammen, was wir jetzt in unserer P2P-Torte haben – von Keksboden bis Füllung:

SchichtPlattformKreditartRegulierungZinsenRolle
KeksbodenBondoraPool (Go&Grow)Kreditgeber-Lizenz6 %Cash-Reserve
BiskuitTwinoKonsumentenkrediteReguliert (Lettland)12 %Core
MintosMulti-Asset-MarktplatzECSP (Lettland)8–12 %Core
FüllungNectaroKonsumenten (Notes)IBF (Lettland)10–14,5 %Core
AfrangaKonsum + Geschäft + ImmoECSP (Bulgarien)10–16 %Core
LandeLandwirtschaft (besichert)ECSP (Lettland)9–12 %Core
InRentoMietimmobilien (besichert)ECSP (Litauen)8–9,5 %Core
FinbeeEchtes P2P (Konsum + Geschäft)3-fach (Litauen)8–22 %Core
P2P Kredite diversifizieren
Die P2P Kredite Torte fasst fertig

Das ist ein Core-Portfolio über verschiedene Kreditarten. Verschiedene Kreditarten, verschiedene Länder, verschiedene Risikoklassen. Und verschiedene Regulierungsrahmen. Damit sollten wir schon ziemlich nah an die 10 % pro Jahr kommen.


Dein P2P-Rendite-Rechner: Gewichtung selbst ausprobieren

Theorie ist das eine – aber was kommt am Ende wirklich raus? Damit du nicht nur meiner Gewichtung vertrauen musst, sondern selbst ausprobieren kannst, wie sich verschiedene Gewichtungen auf deine Portfolio-Rendite auswirken, habe ich dir einen interaktiven Rendite-Rechner gebaut.

Die Idee: Du gibst dein Gesamtbudget ein, passt die Gewichtung jeder Plattform an und siehst sofort, wie sich Rendite und Zinserträge verändern. Willst du Mintos stärker gewichten? Lande rausnehmen? Bondora auf null setzen? Probier es aus.

Mit meiner aktuellen Gewichtung (Mintos 2×, Finbee und InRento je 1×, Lande 0,7×, Rest 0,5×) ergibt sich bei 10.000 Euro Einsatz folgendes Bild:

PlattformGewichtungRendite (IZF)AnteilBetragZinsen / Jahr
Mintos2,0×12,2 %29,9 %2.985 €364 €
Finbee1,0×12,9 %14,9 %1.493 €193 €
InRento1,0×9,8 %14,9 %1.493 €146 €
Lande0,7×8,6 %10,4 %1.045 €90 €
Nectaro0,5×13,0 %7,5 %746 €97 €
Afranga0,5×13,4 %7,5 %746 €100 €
Twino0,5×11,6 %7,5 %746 €87 €
Bondora0,5×6,0 %7,5 %746 €45 €
Gewichtete Portfolio-Rendite10.000 €~1.121 €

Ergebnis mit meiner Gewichtung: Bei 10.000 € Einsatz ergibt sich eine gewichtete Rendite von rund ~11 % p.a. — das sind gut 1.121 € Zinsen im ersten Jahr, oder knapp 93 € pro Monat. Und das ganz ohne die Rendite-Booster aus Teil 4.

Natürlich sind das Momentaufnahmen auf Basis der aktuellen IZF-Werte (Stand: März 2026). Renditen können sich jederzeit ändern. Nectaro ist hier konservativ mit 13 % statt der aktuellen 19,8 % angesetzt – der Cashback-Bonus ist eben nicht nachhaltig.

Zum Selbst-Rechnen: Ich habe den Rechner als Google Sheet für dich vorbereitet. Du kannst dort Gewichtungen, Renditen und deinen Gesamtbetrag frei anpassen — die Ergebnisse berechnen sich automatisch. Kopiere dir das Sheet einfach in dein eigenes Google Drive.

Zum Rendite-Rechner (Google Sheet)

Wichtiger Hinweis: Der Rechner stellt keine Anlageberatung dar. Historische Renditen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Mehr zu den Risiken findest du in meinen P2P Grundlagen.


P2P Kredite diversifizieren: Fazit und Ausblick

Mit acht Plattformen über vier verschiedene Kreditarten haben wir jetzt ein echtes diversifiziertes Core-Portfolio aufgebaut. Wer seine P2P Kredite diversifizieren will, braucht mehr als zehn Plattformen mit dem gleichen Kredittyp, er braucht verschiedene Anlageklassen. Die Mischung aus Konsumentenkrediten (Bondora, Twino, Mintos, Nectaro), Immobilien (InRento), Landwirtschaft (Lande), Geschäftskrediten (Afranga) und echtem P2P (Finbee) liefert genau die Streuung, die ein wetterfestes P2P-Portfolio braucht.

Damit sollten wir schon ziemlich nah an die 10 % pro Jahr kommen. Beim nächsten Mal kommt die Sahnehaube und die Kirschen: Dort schauen wir uns die Plattformen an, die mehr Rendite liefern, zu entsprechend höherem Risiko. Damit machen wir die 10 % dann hoffentlich endgültig klar.

Wie diversifizierst du dein P2P-Portfolio? Gleichverteilt oder gewichtet? Schreib es in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Strategien.

📂 In dieser Serie erschienen:

*Affiliate-Links: Wenn du dich über diese Links anmeldest, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten — im Gegenteil, oft gibt es über diese Links sogar einen Bonus.

Haftungsausschluss & Interessenkonflikt
Dieser Artikel ist ein Werbebeitrag. Ich erhalte eine Provision, wenn du dich über die enthaltenen Affiliate-Links registrierst und investierst. Dennoch investiere ich mein eigenes Kapital und habe selbst „Skin-in-the-game".

Ich besitze keine Erlaubnis als Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO und bin nicht von der BaFin zugelassen. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung dar.

Auf fast allen Plattformen, über die ich berichte, bin ich selbst investiert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Investitionen in P2P-Kredite und vergleichbare Vermögensanlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalausfall verbunden. Renditen in der Vergangenheit sind keine Garantie für die zukünftige Entwicklung. Jede Anlageentscheidung triffst du eigenverantwortlich.

Spring Accelerate bei Nectaro – bis zu 4% Cashback + 500 € Bonus
Nach der Winterpause zieht Nectaro wieder an: Vom 7. bis 17. April 2026 belohnt die Spring‑Accelerate‑Aktion alle Investoren, die ihr Portfolio aktiv ausbauen. Je nach Portfolio‑Wachstum gibt es 1% bis 4% Cashback auf den Zuwachs. Ab 50.000 € Wachstum kommt zusätzlich ein 500 € Accelerator‑Bonus obendrauf (Cashback‑Cap: 1.000 € + Bonus).

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Du kennst die regulierte P2P‑Kreditplattform noch nicht? Dann lies meine Nectaro Erfahrungen.

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