P2P Kredite und die Moral bleibt auf der Stecke – mir doch egal!?

Das Thema Moral beschäftigt mich doch immer wieder. Ich kann und will mir es hier auch nicht so einfach machen und das lapidar wegschieben, sondern mich damit heute konkret auseinandersetzen. Dazu habe ich mir Hilfe von Markus geholt. Zuerst einmal  sein Beitrag dazu – mein Beitrag findet ihr dann ganz weit unten…

Markus Dod bloggt von seinen Erfahrungen mit P2P-Krediten, ETFs und anderen Anlageformen auf Blogging About The World. Es ist sein Anliegen anderen zu ermöglichen ihre Finanzen eigenständig zu verwalten. Dazu vermittelt er Grundlagen und Grundwissen zu diesem Thema. Das Motto dabei bleibt: „Easy Finances“ oder auf gut deutsch: „Finanzen, ganz einfach“.

Der Beitrag von  Markus

P2P-Kredite erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Trotz der großen Risiken, können dort beachtliche Renditen erzielt werden, die in Zeiten von Niedrigzinsen sehr verführerisch erscheinen. Allerdings stellt sich bei Zinsen jenseits von 8% p.a. schon die Frage nach Moral und ob wir hier schon von Wucher reden. Die 8-16% die beim Anleger ankommen sind bei weitem nicht die Zinsen, die der Kreditnehmer zahlen muss. In diesem Artikel möchte ich deshalb einmal die moralische Komponente beim Invest in p2p-Kredite betrachten.

Das Wesen der Zinsen

Schon vor der Erfindung des Geldes gab es Zinsen. Ein Bauer hatte nicht genug Saatgut zum aussähen? Er lieh sich das Saatgut von seinem Nachbarn und gab ihm nach der Ernte das geliehene Getreide plus einen kleinen Aufschlag, den Zins, zurück. Zinsen hatten in diesem Kontext somit zwei Funktionen: Zum einen waren sie Motivation für den Verleiher seine Güter, hier Getreide, jemanden anderen zu überlassen und zum anderen war die Höhe der Zinsen abhängig vom Risiko und der Notdürftigkeit des Kreditnehmers. Sicherlich spielte auch immer die verwandtschaftliche Nähe zwischen Verleiher und Kreditnehmer eine gewisse Rolle.

Mächtige hingegen nutzen den Zins auch gerne um sich zu bereichern und ihre Untertanen in einer Abhängigkeit zu halten, z.B. indem sie die Höhe des Pachtzinses für die überlassenen Ländereien in die Höhe trieben. Auf der anderen Seite hat der Zins auch den Effekt, dass sich der Kreditnehmer gut überlegt, ob er sich wirklich das Haus am Strand leisten kann.

Das Schulden-System

Heute haben wir weltweit ein Geldsystem, welches auf Schulden und den damit verbundenen Zinsen beruht. Wir leihen Banken unser Geld und bekommen dafür (vielleicht) Zinsen. Die Banken wiederum verleihen unser Geld weiter und kassieren ihrerseits wiederum Zinsen, mit denen sie unsere Zinsen bezahlen. Der Zins richtet sich hierbei nach verschiedenen Kriterien: Die Höhe des Risikos, die Verfügbarkeit von Geld (Stichwort Wettbewerb) und die Verwendung des Kredits.

Da wir in so einem System leben, sind für die meisten Menschen Schulden auch kein Problem. Auch haben MediaMarkt und Co. mit ihren Null-Prozent-Finanzierungen dazu beigetragen, dass Kredite etwas normales geworden sind. Ich würde an dieser Stelle aber zwei Arten von Krediten unterscheiden: Zum einen Kredite, die für eine Investition nötig sind, wie beim Bauern im Eingangsbeispiel. Er hat mit dem geliehenen Saatgut sein Feld bestellt und damit eine Investition mit einer Gewinnaussicht getätigt. Er kann mit den Erträgen seiner Investition den Kredit und die Zinsen bezahlen. Auf der anderen Seite stehen die Konsumschulden, welche durch eine vom Grund des Kredits unabhängigen Geldquelle finanziert werden müssen. Klassische Beispiele sind hier der Autokredit oder der Kredit für den neuen Fernseher.

In Deutschland gelten 6,9 Millionen Menschen als überschuldet, was einer Quote von 10%

Bild von wei zhu auf Pixabay

entspricht. Bei den 30-39-jährigen beträgt die Quote sogar fast 20 Prozent. Überschuldung ist in Deutschland also ein massives Problem, welches viele Ursachen hat: Gescheiterte Selbstständigkeit, Konsumverhalten, Scheidung und Arbeitsplatzverlust sind einige davon. Zusätzlich leben wir in einer Gesellschaft, die sich sehr über Konsum und Besitz definiert, was dazu führt, dass eine Veränderung der Lebensumstände nicht unbedingt eine Änderung der Konsumgewohnheiten zur Folge hat. Da diese Personen keine Kredit von einer Bank mehr bekommen, führt ihr Weg zum Beispiel zu p2p-Kredit-Anbietern.

Die Phänomen ist nicht neu. Schon 1963 berichtete der Spiegel über Kredite mit Wucherzinsen, die unbedarften Bürgern zur Befriedigung ihres Konsums gewährt wurden. Die dort genannten Slogans unterscheiden sich kaum von den heute verwendeten. Oftmals waren damals diese Kredite ein weiterer Schritt hin zu Insolvenz.

Wer sind die Kreditnehmer bei p2p-Krediten?

  • “Kreditnehmer aus Aachen will sich Wunsch erfüllen” – 5950€, 12,99%, 60 Monate Laufzeit
  • “Möbel/Unzug für Kreditnehmer” – 8400€, 16,8%, 60 Monate Laufzeit
  • “Wunscherfüllung für Kreditnehmer” – 8700€, 12,99%, 60 Monate Laufzeit

Bild von Linus Schütz auf Pixabay

Dies sind nur drei Beispiele von einer großen deutschen Plattform wie Auxmoney.

Stöbert man weiter die Kreditanfragen durch, stellt man schnell fest, dass es hauptsächlich um Konsumkredite geht. Oftmals sogar um einen Aufstockungskredit “für mehr finanzielle Freiheiten”.

Die Kreditnehmer sind offensichtlich Personen, die schon mindestens einen Kredit laufen haben oder Geld für Konsum benötigen (oder beides). Was auch auffällt ist, dass die Zinsen oberhalb der Dispozinsen der meisten deutschen Banken liegen.

Ein wenig anders sieht die Situation im Ausland aus. Dort ist der Zugang zu Kapital über Banken meist deutlich schwieriger wie in Deutschland. Dies haben sich Unternehmen zu nutze gemacht, die Wucherzinsen für Kredite verlangen. So zum Beispiel ein Kreditangebot von Alfa Kredyt in Polen: 2500 Zloty, 1410% Zinsen p.a., 30 Tage Laufzeit (Rückzahlungsbetrag: 3125 Zloty). Aber auch in Ländern mit einem guten Bankensystem gibt es solche Angebote. Z.B. von Peachy in Großbritannien: 500 Pfund, 30 Tage Laufzeit, 856% Zinsen p.a. (Rückzahlungsbetrag 620 Pfund). Diese Liste könnte man beliebig fortsetzen. p2p-Anleger können in diese Kredite z.B. auf Mintos investieren und erhalten im Durchschnitt 8-12% Zinsen p.a..

Die Kreditnehmer von solchen Krediten müssen recht verzweifelt sein oder können so wenig mit Geld umgehen, dass sie der Verlockung des schnellen Geldes nicht widerstehen können. Der Weg führt mit diesen Wucherzinsen direkt in die Überschuldung.

Sind p2p-Kredite moralisch verwerflich?

Wenn man die Höhe der Zinsen für den Kreditnehmer sieht, kann man sicherlich von Wucher reden. Selbst wenn das Risiko bei dieser Gruppe von Kreditnehmern sehr groß ist, wird ihre Situation ausgenutzt und sie geraden in eine Schuldenspirale. Anders sieht die Situation bei Geschäftskrediten oder Krediten zur Rechnungsfinanzierung aus. Hier wird das Geld nicht einfach für den Konsum ausgegeben, sondern es werden Investitionen damit getätigt und damit potentiell zukünftig Gewinn erwirtschaftet. Ich würde somit im Fall der Geschäftskredite die Frage in der Überschrift mit einem klaren “Nein” beantworten.

Wir könnten also die Frage der Überschrift auch abändern und fragen: Sind p2p-Kredite zur Finanzierung von Konsumgütern moralisch verwerflich?

Eine neoliberale Sichtweise

“Jeder ist für sein Leben und seinen Entscheidungen selbst verantwortlich. Wenn also jemand einen Fernseher oder das neue iPhone mittels einem Kredit finanzieren möchte, dann ist dies seine Sache. Wenn er die Party am Wochenende nur mittels eines kurzfristigen 900%-Kredites finanzieren kann, dann ist dies auch seine Entscheidung. Jeder hat das Recht seinen Weg selbst zu wählen – auch wenn er in den Abgrund führt.

Auch muss man sagen, dass eh die meisten Geldanlagen intransparent sind. Weder bei ETFs noch bei der klassischen Bankeinlage hat man wirklich Kontrolle darüber, wo das eigene Geld investiert wird.”

Natürlich betont diese Sicht sehr stark die Freiheit des Einzelnen und die Autonomie bei seinen Entscheidungen. Aber ist das so schlecht? Die andere Seite hält dagegen:

Die andere Seite

“Gerade weil einige Geldanlagen intransparent sind, sollte man bei p2p-Krediten die Chance nutzen und genau prüfen, wen man für was finanziert – soweit dies möglich ist. Unsere Gesellschaft funktioniert eben nur dann, wenn wir alle ein gewissen Maß an gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnis aufbringen. Selbst wenn der Kreditnehmer von kurzfristigen Krediten selbst an seiner finanziellen Situation schuld sein sollte, ist dies kein Freifahrtschein seine Situation auszunutzen und ihn noch schneller in sein Verderben zu treiben. Die Freiheit sollte da eingeschränkt werden, durch Gesetze oder die Gesellschaft, wo sie den Einzelnen schadet.

Mit dem Leid und der Armut von anderen Geld zu verdienen, war noch nie gut und ist durch nichts zu rechtfertigen.”

Was bleibt?

Soweit die Sichtweisen der beiden Extremen.

Die Aufteilung in diese Sichtweisen spiegelt sich auch in den Ergebnissen der p2p-Investorenumfrage 2018 von p2p-game.com wieder (hier gehts zur aktuellen Umfrage). 39% der Umfrageteilnehmer wollen mit ihrem Invest dem Kreditnehmer nicht Schaden, 43% würden auch dann investieren, wenn ihr Invest negative Auswirkungen hätte. Durch die Community geht also ein Riss, was die Beurteilung angeht. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass die Kreditnehmer so weit weg sind? Sie verschwinden hinter dem Autoinvest und sind nur noch Zahlen in der Übersicht der Investitionen.
Ist es vielleicht dadurch zu einfach die Auswirkungen der eigenen Entscheidung zu ignorieren oder sich schön zu reden? Würde man bei der eigenen Sichtweise bleiben, wenn es ein Familienmitglied oder den Nachbarn betreffen würde?

Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto mehr ist in mir das Bewusstsein gereift, dass beim Geldanlegen allgemein und bei p2p-Krediten im Besonderen, moralische Aspekte einen hohen Stellenwert spielen sollten – selbst wenn darunter die Rendite leidet. Ich bin mir aber natürlich auch bewusst, dass das Ideal einer 100%-igen moralisch einwandfreien Geldanlage nicht erreichbar sein wird. Beim ETF habe ich keine wirkliche Kontrolle und selbst wenn ich bei p2p-Krediten nur in Geschäftskredite investiere, weiß ich nicht welche Firmen dahinter stehen und was die mit meinem Geld machen. Eine Geldanlage, die auch nach moralischen Werten ausgerichtet ist, kann aber helfen die Welt etwas besser zu machen.

Letztlich muss jeder selbst die moralische Grenze für sein Invest festlegen. Dabei sollte aber das Streben nach Reichtum und Rendite nicht die maßgebliche Richtschnur sein. Mir ist es wichtiger ruhig und mit reinem Gewissen schlafen zu können, als noch ein paar Prozent heraus geholt zu haben. Dies bedeutet bei p2p-Krediten für mich, dass ich so weit es mir möglich ist, auf Konsumkredite verzichte. Auch investiere ich nicht auf Plattformen, die fast ausschließlich auf Konsumkredite setzen.

Soweit Markus

Meine Gedanken dazu

Auch mich beschäftigt das Thema immer und nicht erst seit nachhaltiges, ethisch korrektes Investieren und die “fairen” Ethik ETFs in aller Munde sind, daher auch ein paar Gedanken von mir insbesondere zu den Konsumentenkrediten 

moralischer Aspekt

Ich sehe das Thema Konsumentenkredite auch als schwierig an und finde das man es sich als Investor zu einfach macht, wenn man sich auf die Position “Jeder ist Alt genug und weiß was er tut” zurückzieht. Wenn es danach geht, könnte man auch z.B: Jegliche Drogen (oder nehmt meinetwegen das Glücksspiel) völlig unreguliert freigeben weiß doch jeder was er tut…
Das dies nicht funktioniert müsste den meisten einleuchten.
Auch das die  Schuldenspirale existiert und es durchaus einige gibt die in diese geraten lässt, sich nicht leugnen. Genug Gründe für mich, Konsumentenkredite gegenüber kritisch eingestellt zu sein. Natürlich gibt es da ja auch die Schuldner, die darauf angewiesen sind und ganz “normal” damit umgehen (komisch ich war auf so einen Kredit nie angewiesen zum einen vermutlich privilegiert und zum anderen gabs dann halt keine neuen Fernseher, Auto – selbst den Dispo habe ich nur aus Versehen ab und an erwischt etc.).

Nur ich kann das bei den Plattformen nicht unterscheiden ob dies so ist oder nicht. Und das die Anbahner dies ordentlich machen – das glaubt ja hier nicht wirklich jemand.

wirtschaftlicher Aspekt

Dazu kommen noch zwei weitere wirtschaftliche Überlegungen die mich gegenüber Konsumentenkredite einnehmen.

Zum einen die  regulatorischen Änderungen die jederzeit kommen können und dann ein Kreditmodell (gerade die klassischen Buyback Kredite die fast immer Konsumentenkredite sind) in der bisherigen Form zerbröseln lassen (wobei ich das völlig in Ordnung finden das die Zinsen jetzt auf magere 36% gedeckelt werden). Oder aber die Entschuldung wird beschleunigt und eine Privatinsolvenz ist deutlich früher ausgestanden – das wars dann mit langjährigem abstottern und der schöne recovery prozess bei Bondora und Co ist dann auch “kaputt.

Zum anderen die Anfälligkeit des Gesamtsystems. Wer mal ein wenig tiefer bei Bondora oder vor allem auch schön zu sehen bei Neofinance schaut, die wievielte Refinanzierung-runde schon läuft kann schon ins Grübeln kommen wie lange das System als ganzes noch trägt.

Meine Konsequenz?

Für mich zusammengenommen genug Gründe um mein Engagement im Konsumentenbereich nicht weiter auszubauen und mich mehr in der Business und Immobilienecke zu tummeln. Auch wenn es da natürlich auch genug fragwürdige Projekte (ich sage nur Pelze bei Crowdestor) gibt. Aber das ist ein Thema für einen weiteren kontorversen Beitrag.
Meinem schlechten Gewissen ist ist damit noch nicht ganz geholfen – das darf sich gerne ab und an melden und mich auch an die Schattenseiten beim investieren erinnern!

Und wie steht ihr zu dem Thema, lieber nicht darüber nachdenken?

5 Gedanken zu „P2P Kredite und die Moral bleibt auf der Stecke – mir doch egal!?

  1. Philipp

    Schön geschriebener Artikel, der auch versucht sich dem Thema von mehreren Seiten zu nähern. Auch für mich habe ich die Konsequenz gezogen mehr in Richtung Geschäfts- bzw. Immobilienkredite zu gehen. Wenn auch aus anderem Grund, der aber indirekt mit der Moralfrage verbunden ist.
    Peachy ist auch so ein Kandidat, den ich mittlerweile ausgeschlossen habe. Allerdings akzeptiere ich Payday loans aus Ländern, bei denen die Menschen schlechten Zugang zu den Banken haben.

      1. Philipp

        Naja ganz einfach. Bei den Consumer Loans kann es natürlich sein, dass nichts dahinter steckt, keine Sicherheit außer vll einer zu Anfangs gute Bonität. Sollte dennoch so etwas vorhanden sein, würde ich eher in diese “besicherten” Kredite investieren. Da kann dann auch auf Kreditnehmerseite weniger passieren, als wenn garnichts vorhanden ist. So mache ich das z. B. bei NeoFinance. Leider erlaubt aber nicht jede Plattform eine solche Einstellung.

  2. Timo

    Die Moral ist die eine Seite, der “Hebel” doch eine zweite. Um mal den Bereich zu wechseln, wenn heute alle Menschen in Deutschland aufhören Fleisch zu essen, wäre vermutlich ziemlich schnell mit deutscher Massentierhaltung Schluss. Hier kann “der Verbraucher” (als Kollektiv, nur bedingt jeder einzelne) durchaus über Moral etwas bewirken.

    Aber ist das auch bei Konsumkrediten so? Wenn heute alle Investoren ihr Geld aus P2P abziehen, was passiert dann? Die Marktplätze wie Mintos verlieren ihre Daseinsberechtigung und gehen Pleite, ok. Aber die Darlehnsanbahner? Das grundsätzliche Geschäft Geld gegen Zinsen funktioniert doch weiterhin. Klar, fehlt denen jetzt der Fremdkapitalhebel von uns Investoren und es wird sicherlich massiv zu konsolidierungen kommen. Aber der Markt mit Konsumkrediten wird nicht austrocknen, nur weil es kein P2P mehr gibt.
    Oder anders herum, Konsumkredite sind doch älter als der P2P Markt.

    Was mich interessieren würde, wie hat sich das Aufkommen von P2P auf die Zinslandschaft ausgewirkt? Ist das Kreditvolumen deutlich gestiegen? Ist der durchschnittliche Zins für Konsumkredite vielleicht sogar gesunken? Ich finde, das sind wichtige Punkte bevor man die große Moralkeule schwingt.

    Und nicht zuletzt finde ich das höchst scheinheilig, wenn ETF Anleger mit Moral kommen, weil jemand an den Zinsen partizipiert, die ein Konsumschuldner für den neuen Fernseher auf Pump zahlen muss…
    (Stichwort Umsatz und Aktienkursentwicklung)

    PS: Ich finde 0%-Finanzierungen bei größeren Anschaffungen super! Natürlich nur, wenn ich das Geld hätte um das auch so zu bezahlen. Man plant einfach 70% seines Konsumbudgets der nächsten Monate für die Abzahlung ein und fertig. Wo ist der Unterschied, ob ich die nächsten x Monate spare um mir Y zu kaufen, oder ich erhalte Y jetzt und tilge die nächsten x Monate.

    1. p2pAdmin Beitragsautor

      Hallo Timo
      Danke für deinen wirklich ausführlichen Kommentar!
      Ich liebe Vergleiche den mit der Tierhaltung find ich super.
      Grundsätzlich ist so ein Thema nie schwarz weis und ich vermute wie du das der Markt nicht austrocknen wird. Es gibt ja auch durchaus genug Beispiele für “gute” Konsumkredite.
      Schwieriger sehe ich einfach die extrem hohen Zinsen die bei manchen Anbahnern eingetrieben werden (weit über 100% und auch 1000% sind keine Seltenheit) und die Abhängigkeit in die manche Leute (nicht nur wegen den Zinsen) dann durch die Kredite kommen.
      Dein Argument das die Zinsen gefallen sind kann sogar greifen ich meine in Spanien ist das so auch Bondora passiert 😉 – allerdings so richtig gefallen sind die Zinsen in anderen Ländern dann erst nachdem es staatliche Regulierungen gab die die Zinsen auf (konkrete Zahl weiß ich nicht – war mein ich verlinkt) unter 100% gedeckelt wurden.
      Mir geht es vor allem darum das ich bei Konsumentenkredite sehr schwer bis gar nicht die Extreme (hohe Verschuldung und Refinanzierung / “Wucher” Zinsen) nicht ausschließen kann und daher mein Einsatz runter fahre. Bei Finbee z.B. habe ich im AUtoinvest die Verschuldungsrate auch sehr weit abgesenkt (unter 20% was ich selbst noch als viel empfinde)….
      Wie gesagt ging mir auch nicht um Konsum im allgemeinen eher die negativen Auswüchse daher ist das mit dem ETF schon soweit okay (nimmst einen ESG wirds noch ein wenig “sauberer” 😉
      Grüße
      Thomas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.