Cashback zieht immer: Warum wir beide wieder bei Revest eingestiegen sind

Die Sommerpause ist vorbei, und Lars und ich melden uns ohne Gast und ohne 10in10 zurück. Dafür mit einigen Fragen im Gepäck:
Warum hat uns Revest beide schon wieder mit Cashback zurückgeholt?
Ventus abschreiben oder lieber abwarten, bis das Voting durch ist?
Juckt das BaFin-Thema überhaupt noch jemanden?
Warum bekommen wir bei Finbee und Lande gerade kaum noch Geld unter?
Und warum streikt die Kreditkarte ausgerechnet an der Aldi-Kasse?
Diesmal ist das Vorgespräch zum Hauptgespräch geworden. Rund 66 Minuten plaudern Lars Wrobbel und ich über unsere Portfolios nach dem Urlaub, allen voran über das Revest Cashback, das uns beide wieder zur Plattform zurückgelockt hat. Dazu kommen die Nachwehen der BaFin-Geschichte, das P2P Sommerloch bei den echten Marktplätzen und neue Plattformen, die leider fast alle unreguliert starten. Abseits von P2P geht es um Flugmeilen, eine gesperrte Kreditkarte und das Altersvorsorgedepot.
In den Shownotes finden sich die wichtigsten Themen, Zahlen und alle Links zu den von uns besprochenen Plattformen.
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Viel Spaß mit der Folge und den Shownotes:
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Worum geht es heute im P2P-Kredite Cafe?
Zurück aus der Sommerpause: Fjord, Danzig und Piroggen
Lars war sechs Wochen in Norwegen, direkt am Fjord, und hat dabei festgestellt, dass die Wikinger einen heute noch ausrauben, zumindest an der Supermarktkasse. 200 bis 250 Euro für einen Einkauf sind dort keine Seltenheit, und gefühlt jedes dritte Auto ist ein Tesla. Ich war dagegen wieder in Polen unterwegs. Danzig war brechend voll, dafür wird man in den Milchbars für rund fünf Euro mit Piroggen satt.
Lars als bekennender Teigtaschen-Fan ist jedenfalls angefixt.
Unsere P2P-Kredite News
Mit P2P haben wir uns im Urlaub beide eher wenig beschäftigt. Viel passiert ist über den Sommer ohnehin ja eigentlich nicht. Und trotzdem gabs dann doch da das eine oder andere. So wurden wir beide schwach, weil:
Cashback zieht immer: Warum wir beide wieder bei Revest eingestiegen sind
Wie so oft hat uns Cashback schwach werden lassen, und zwar beide bei Revest. Ich hatte die erste Aktion mit 5.000 Euro mitgenommen, ordentlich Bonus abgegriffen und war danach komplett raus. Mit der nächsten Cashback-Aktion hat mich Revest jetzt wieder zurückgeholt, mit rund 2.000 Euro. Davon stecken 1.000 Euro in den zweijährigen Projekten, um mir die hohen Zinsen länger zu sichern. Dass das volles Risiko ist, ist mir bewusst. Aber Ölpreis hoch, was soll in Kasachstan schon schiefgehen 😉 In meinem Rendite-Ranking steht Revest dank Cashback aktuell ganz oben, was sich über die Laufzeit natürlich wieder abschwächt.
Lars war ebenfalls komplett raus und hat nun 10.000 Euro nachgelegt, allerdings nur auf drei Monate bis Dezember. Hochgerechnet auf die Jahresrendite war das für ihn der Sweetspot. Am Anfang war er bei Revest skeptisch, mittlerweile findet er das Unternehmen dahinter ganz okay – was auch immer das bedeutet.
Ihre Zahlen fand ich ebenfalls in Ordnung. Spannend für meine Zweijahresprojekte: Der angekündigte Zweitmarkt ist laut Lars inzwischen gestartet. Findet sich ein Käufer, komme ich im Zweifel also früher raus. Lars ist da optimistisch, weil die Zinsen langfristig eher sinken dürften. Mehr zur Plattform gibt es in meinen Revest Erfahrungen.
Ventus Energy: Abschreiben oder abwarten?
Überrascht hat mich, dass Lars bei Ventus Energy jetzt doch schon mit dem Abschreiben angefangen hat. Die Position macht bei ihm rund 13 % seines P2P-Portfolios aus und klar sie wirft nichts mehr ab. Er schreibt bewusst moderat über fünf Jahre ab, weil er selbst im Insolvenzfall nicht mit einem Totalverlust rechnet. Die Zinsen bis August hat er nachgebucht, denn sein Claim gegenüber Ventus steht im Restrukturierungsverfahren inzwischen fest, und so passt Portfolio Performance wieder zu dem, was er dort sieht.
Bei mir sind die Zinsen seit dem ersten Tag der Probleme in Portfolio Performance eingefroren. Mit der Abschreibung fange ich vermutlich im nächsten Quartal an, dann kann man sich später eher freuen als ärgern.
Zum Zeitplan: Die Claims werden bis zum 14. September eingesammelt, danach folgt das Voting, und bis zum 19. Oktober muss das Ergebnis samt Plan beim Gericht liegen. Wie lange der Plan laufen wird, wissen wir nicht. Lars rechnet wegen der auf zwei Jahre gestreckten BaFin-Forderung mit höchstens fünf Jahren. Im Gläubigerkomitee sitzen wir beide bewusst nicht und kennen den Plan daher genauso wenig wie ihr.
Die Stimmung in der Community hat sich immerhin beruhigt, das Hauen und Stechen der ersten Tage ist vorbei. Weniger entspannt ist es für diejenigen, die Lars geschrieben haben, weil sie auf Kredit oder mit großen Teilen ihrer Ersparnisse investiert sind. Für die ist das Thema so schnell nicht vorbei.
Alle Hintergründe zum Verfahren gibt es in unserer Folge Unser größtes P2P-Drama? Ventus Energy im Sanierungsverfahren und in meinen Ventus Energy Erfahrungen.
Juckt das BaFin-Thema noch jemanden?
Mein Eindruck: Für viele ist das BaFin-Thema schon wieder durch, auch auf Plattformseite. Die Resonanz auf meinen BaFin-Check der P2P-Plattformen war überschaubar. PeerBerry hat sich zu Recht beschwert, weil ich ihr allgemeines Statement anfangs zu scharf mit null Punkten gewertet hatte. Im Artikel ist das korrigiert, im Video natürlich nicht. Monefit hat bis heute nicht geantwortet.
Den Anlegern scheint das egal zu sein. Das Geld fließt dort trotzdem weiter fleißig hin.
Dass im Hintergrund dennoch einiges passiert, zeigt ein Fund von Lars bei Bondora: Unter dem Registrierungsfeld steht jetzt, dass Go & Grow in Deutschland keinen Erwerb individueller Kreditforderungen öffentlich anbietet. Man sichert sich also doch ab, oder versucht es zumindest.
Ein echtes Rechtsgutachten hat meines Wissens nur Devon eingeholt, und zwar bei KPMG. Damit hat sich Devon beim BaFin-Thema aus meiner Sicht klar Platz 1 gesichert. Daher mache ich mir dort akut keine BaFin Sorgen mehr und habe zwischenzeitlich sogar ein Projekt aufgestockt.
Lars hat die Verträge von Devon und Asterra Estate von Claude vergleichen lassen. Sein Ergebnis: Was im KPMG-Gutachten zu den Verträgen steht, müsste weitgehend auch für Asterra gelten. Seine Investitionssperre hat er deshalb bei beiden aufgehoben.
Kommunikativ macht Devon allerdings den deutlich besseren Job. Mehr zu Devon gibt es im 10in10 mit dem Devon COO.
Neue Plattformen, alte Probleme: 7Harvests und Digilo
Über den Sommer haben sich viele Plattformen über sinkendes Funding beschwert, im August hat es sich teilweise wieder erholt. Gleichzeitig stehen einige neue Anbieter in den Startlöchern, und alles, was Lars dabei gesehen hat, ist unreguliert. Etwa 7Harvests, eine Schweizer Plattform, die in Lars‘ Las-Vegas-Portfolio das Voting gewonnen hat. Das Geld fließt in Immobilienprojekte in Spanien, verzinst mit 16 % auf 360 Tage, dazu gab es 21 Euro Bonus ab 500 Euro Investment. Lars‘ Zwischenfazit: schön verzinst, aber von der Plattform hört man gar nichts. Ob das gut geht, zeigt sich spätestens nach dem ersten Jahr.
Wie schwer der Start selbst mit Regulierung ist, zeigt Digilo. Die Plattform ist ECSP-lizenziert und bietet 12 % Zinsen. Trotzdem wurden Projekte rückabgewickelt, weil sie nicht voll wurden, eines davon auch bei mir. Lars stört sich vor allem am Auftritt mit KI-generierten Bildern. Mein Punkt: Wer in die Projektunterlagen schaut, findet dort ordentliche Gutachten eines vernünftigen Gutachters. Nur muss man dafür eben das PDF öffnen und sich durchscrollen. Wer macht das schon?
Wie ich Digilo insgesamt einschätze, steht in meinen Digilo Erfahrungen.
Das P2P Sommerloch: Finbee, Neo Finance, Lande und Savy
Richtig zu spüren ist das Sommerloch bei den echten P2P-Marktplätzen. Bei Finbee musste ich schon deutlich Geld abziehen, weil ich mit meinen Zinserwartungen nichts mehr unterbekommen habe, obwohl ich sie bereits gesenkt hatte. Bei Neo Finance sieht es ähnlich aus, wenn auch nicht ganz so drastisch. Rendite unter 10 % will ich bei solchen Plattformen eigentlich nicht haben. Auch bei Lars liegt im Las-Vegas-Portfolio auf Finbee einiges an Geld herum.
Bei Lande gab es Ende Juli noch eine regelrechte Schwemme gut verzinster Kredite, danach war Schluss. Aktuell liegen die Zinsen wieder um 11 %, nur selten ist ein Zwölfer dabei. Das ist saisonal: Die Ernte kommt, die Landwirte brauchen weniger Kredit. Mir würde gefallen, wenn Lande das Risiko stärker über die Zinsen abbildet, etwa Landkredite bei 11 % und die übrigen bis 14 %.
Ein Lichtblick ist Savy. Bei mir sind es knapp 2.000 Euro in über 140 Krediten. 140 laufen pünktlich, drei sind spät und einer ist ausgefallen, natürlich ein handverlesener Business-Kredit. Mein Durchschnittszins liegt bei gut 12 %, der XIRR knapp darüber. Lars kommt auf einen XIRR von 13,67 % bei 13,12 % Durchschnittszins. Was uns beide nervt: Savy bietet keinen Kontoauszug zum Download. Für die Monatsabrechnung muss Lars sich die Zahlen mühsam aus dem Dashboard zusammensuchen. Und ich muss mich noch um die Ansässigkeitsbescheinigung kümmern.
Kulanz und stille Korrekturen: Loanch und Hive5
Bei Loanch bin ich nur mit einem verschmerzbaren Betrag dabei, so richtig warm werde ich mit der Plattform nicht. Lars hat dagegen eine gute Erfahrung gemacht: Wegen eines eigenen Fehlers bei der Cashback-Aktion hätte er für seine 20.000 Euro statt 800 nur 720 Euro bekommen. Loanch hat ihm die Differenz trotzdem aus Kulanz gutgeschrieben. Dazu gibt es ein echtes Ticketsystem mit Ticketnummer, was man bei vielen Plattformen vergeblich sucht.
Eine eher interessante Erfahrung habe ich mit Hive5 gemacht. Eine Auszahlung von knapp 40 Euro kam doppelt bei mir an. Abziehen vom Konto ginge nicht, hieß es, und die Rücküberweisung habe ich vor dem Urlaub schlicht vergessen. Beim Monatsabgleich Ende August dann die Überraschung: Hive5 hatte die 40 Euro doch stillschweigend abgezogen, ohne dass das in irgendeinem Statement auftaucht.
Monefit, Indemo und AxiaFunder
Lars hat ein neues Monefit-Konto für sein Business eröffnet und dort 30.000 Euro als Geld-rein-raus-Konto geparkt. 1.000 Euro sind sofort verfügbar, beim Rest braucht es etwas Geduld. Aus seiner Sicht hat sich Monefit echt gemausert und ist inzwischen der nennenswerteste Konkurrent von Bondora, neuerdings auch mit eigener App.
Bei Indemo kam bei mir zuletzt eine Rückzahlung mit „nur“ 14 % p.a. rein. Mal sehen, ob das ein Trend ist oder ein Ausreißer. Lars‘ Gesamtrendite liegt mit 6,07 % mittlerweile unter Bondora-Niveau und ist das Schlusslicht seiner aktiven Plattformen. Das Gegenstück ist AxiaFunder, die britische Plattform für Prozessfinanzierung: Dieses Jahr kommen viele Fälle parallel zurück, was Lars eine Jahresrendite von 24 % beschert und die Gesamtrendite von gut 2 % auf 7,44 % hebt (in Pfund, umgerechnet in Euro). Bei solchen Plattformen weiß man eben erst am Ende, was es wirklich gebracht hat. Ein Stück weit Kaffeesatzlesen also.
EstateGuru, Profitus und Inrento
Bei EstateGuru hatte ich zum ersten Mal einen Monat ganz ohne Zinsen oder Rückzahlungen. Da ich trotzdem weit im Plus bin, kann ich mich nicht beklagen, und Lars hat diesen Monat die 100 % Return on Investment überschritten. Wie wenig Sicherheiten im Ernstfall wert sein können, zeigt allerdings eine Auktion mit rund 90 % Verlust. Man hat dort seinerzeit 9 bis 10 % Zinsen akzeptiert, in der Erwartung von „Betongold“. Dass es anders geht, zeigt für Lars Inrento, das seit Jahren ohne Ausfälle auskommt.
Bei Profitus stehen bei mir rund 240 Euro Einnahmen, nur ein Kredit über 100 Euro hängt noch. Deshalb überlege ich, dort von Neuem anzufangen. Lars ist mit einem kleinen Betrag dabei und hält Profitus nach Größe für den schärfsten EstateGuru-Konkurrenten. Die Weste ist nicht mehr ganz blütenweiß. Beim Eintreiben waren sie bisher aber recht erfolgreich, vor allem im direkten Vergleich.
Bei Inrento baue ich weiter auf. Etwas skeptisch machen mich allerdings die Spezialimmobilien der Expansion, etwa umgebaute Hotels in ehemaligen Skigebieten in Polen, die ein gutes Stück weg sind von den klassischen Mietwohnungen. Lars nimmt dort aus Diversifikationsgründen alles mit, ich picke lieber die klassischen baltischen Projekte heraus. Beim Hotel in Danzig bin ich nach meinem Besuch vor Ort aber doch auch eingestiegen.
Mein Video: Dividenden-ETF gegen P2P-Kredite
Im Urlaub bin ich über die neue Podcast-Folge von Afranga gestolpert, Titel: „Warum dich P2P-Kredite nicht reich machen“. Hängen geblieben ist bei mir vor allem ein Gedanke: Zinsen sind eine Verpflichtung, Dividenden nicht. Daraus ist ein eigenes Video und Blogbeitrag zum Vergleich Dividenden-ETF gegen P2P-Kredite entstanden. Wer fair vergleichen will,und nicht Äpfeln und Birnen mertk schnell: Aktien gegen Kredite passt nicht. Daher habe ich zusätzlich einen Junk-Bond-ETF danebengestellt. Lars hält dagegen, dass manche Unternehmen seit 50 oder 60 Jahren zuverlässig Dividenden zahlen. Eine P2P-Plattform mit so einem Track Record muss man erst mal finden. Das Video gibt es auf meinem YouTube-Kanal, mehr zur Plattform in meinen Afranga Erfahrungen.
Die in der Episode erwähnten Plattformen
Trotz Sommerloch kamen wir an einigen Plattformen nicht vorbei, wie du dir denken kannst.
- Ventus Energy (Meine Erfahrungen)
Im Restrukturierungsverfahren; Lars schreibt über fünf Jahre ab, bei mir sind die Zinsen eingefroren, das Voting läuft bis Mitte Oktober. - Devon (Meine Erfahrungen)
Einzige Plattform mit Rechtsgutachten (KPMG) zum BaFin-Thema; für mich dort aktuell Platz 1, ich habe ein Projekt aufgestockt. - Asterra Estate (Meine Erfahrungen)
Unser Sponsor; Lars hat nach dem Vertragsvergleich mit Devon seine Investitionssperre aufgehoben. - PeerBerry (Meine Erfahrungen)
Allgemeines Statement statt Einzelantworten im BaFin-Check; meine zu scharfe Wertung ist im Artikel korrigiert. - Monefit (Meine Erfahrungen)
Keine Antwort im BaFin-Check; Lars parkt 30.000 Euro auf einem Business-Konto, neue App. - Bondora (Meine Erfahrungen)
Neuer Hinweis bei der Go-&-Grow-Registrierung für deutsche Anleger; Maßstab für Monefit und Indemo. - 7Harvests
Neue Schweizer Plattform mit spanischen Immobilienprojekten, 16 % auf 360 Tage, unreguliert; Lars ist über sein Las-Vegas-Portfolio dabei. - Digilo (Meine Erfahrungen)
ECSP-lizenziert, 12 % Zinsen, Gutachten in den Projektunterlagen; Funding ist noch zäh. Mit Digilo arbeite ich zusammen und bin selbst investiert. - Savy (Meine Erfahrungen)
Über 140 Kredite, gut 12 % im Schnitt, bei Lars 13,67 % XIRR; leider kein Kontoauszug zum Download. - Finbee (Meine Erfahrungen)
Sommerloch: Ich musste Geld abziehen, weil kaum noch Kredite zu meinen Zinsvorgaben kamen. - Neo Finance (Meine Erfahrungen)
Ähnliches Bild wie bei Finbee, nur etwas weniger drastisch. - Lande (Meine Erfahrungen)
Nach der Kreditschwemme Ende Juli wieder um 11 %, saisonbedingt durch die Ernte. - Afranga (Meine Erfahrungen)
Die Afranga-Podcastfolge hat mein Video Dividenden-ETF gegen P2P-Kredite angestoßen. - Revest (Meine Erfahrungen)
Per Cashback zurückgelockt: ich mit 1.000 Euro auf zwei Jahre, Lars mit 10.000 Euro auf drei Monate; neuer Zweitmarkt. - Loanch (Meine Erfahrungen)
Kulanz beim Cashback für Lars, Support mit echtem Ticketsystem. - Hive5
Doppelte Auszahlung bei mir, stillschweigend wieder verrechnet. - Indemo (Meine Erfahrungen)
Letzte Rückzahlung bei mir mit 14 % p.a., Lars‘ Gesamtrendite bei 6,07 %. - AxiaFunder
Britische Prozessfinanzierung; bei Lars dieses Jahr 24 %, weil viele Fälle gleichzeitig zurückkommen. - EstateGuru (Meine Erfahrungen)
Mein erster Monat ganz ohne Zinsen, eine Auktion mit rund 90 % Verlust. - Profitus (Meine Erfahrungen)
Bisher fast alles zurückgezahlt, ich überlege einen Neustart. - Inrento (Meine Erfahrungen)
Seit Jahren ohne Ausfall, 0,03 % verspätet; mehr Spezialimmobilien durch die Expansion.
Mehr Details gibt es natürlich wie immer nur im Podcast…
Abseits von P2P: Meilen, Kreditkarten und Altersvorsorge
Meilen, Bahnbonus und mein Curve-Debakel
Lars‘ Meilenprojekt läuft weiter: Rund 150.000 Meilen hat er inzwischen gesammelt, bei 30.000 bis 40.000 im Monat. Eingelöst hat er noch nichts, zu viert sind Prämienflüge eben nicht leicht zu bekommen. Seine Warnung: nichts extra kaufen, nur weil es Punkte gibt. Ich habe dagegen meine Bahnbonuspunkte fast verfallen lassen und kurz vor knapp in Gutscheine fürs Bordbistro getauscht. Drei Kaffee sind besser als nichts.
Weniger lustig war mein Curve-Debakel. Die Karte funktionierte plötzlich nicht mehr, ohne Begründung, und das natürlich an der Aldi-Kasse, mit wissendem Blick der Kassiererin in Richtung meiner Frau.
Seit rund sechseinhalb Wochen bekomme ich vom Support nur die Antwort, man kümmere sich. Eine Eskalationsmail ist nun raus, mal sehen, ob das hilft. Das kostenpflichtige Abo habe ich gekündigt, und plötzlich merkt man, wo die Karte überall hinterlegt ist, bis zum Spotify-Account des Sohnes.
Gerettet hat mich in Polen dann die norwegische Kreditkarte. Danke für den Tipp, Lars. Die Trade Republic Karte funktioniert zwar fast überall gebührenfrei, eine Autovermietung im Hinterhof wollte aber keine Debitkarte akzeptieren.
Zocken statt Investieren
Dann hat Lars mich überrascht. Eigentlich wollte er nur testen, ob Kreditkarten-Einzahlungen bei einem Broker mit Sitz in Belize Meilen bringen. Tun sie. Mit dem Geld auf dem Konto hat er anschließend einen Copy-Trading-Bot ausprobiert, mit 7.000 Euro. Nach rund 24 Stunden standen davon noch 6.800 Euro frei zur Verfügung.
Das Prinzip, so wie wir es verstanden haben: Ein Algorithmus handelt Gold-CFDs mit 1:1000 Hebel. Verluste werden nicht realisiert, stattdessen eröffnet der Bot weitere Positionen in dieselbe Richtung, bis der Kurs zurückkommt. Das geht fast immer gut und lange gut. Wenn nicht, ist alles weg. Lars erinnert das an seine alte Sportwetten-Strategie, die auch meistens funktioniert hat, bis zu dem einen Tag, an dem alles kaputtgeht. Dazu verdienen Broker und Vermittler an jedem einzelnen Trade, Vermittler mit 20 bis 30 % Provision, ohne selbst investieren zu müssen. Keine Downside, nur Upside.
Für mich ist das kein Investieren, sondern Zocken. CFD-Anbieter müssen selbst angeben, wie viele ihrer Kunden Geld verlieren. Die Werte, die ich gefunden habe, lagen zwischen 70 und über 80 %.
Das Altersvorsorgedepot: Endlich mal gute Nachrichten
Zum Schluss wollten wir positiv den Podcast beenden, denn die Stimmung ist gerade vielerorts ohnehin zu negativ. Ab dem 1. Januar 2027 startet das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot als Nachfolger der Riester-Rente, als eigenes, getrenntes Depot. Wer 1.800 Euro im Jahr einzahlt, also 150 Euro im Monat, bekommt die volle Grundzulage von 540 Euro, dazu kommen Kinderzulagen. Vorgesehen sind vor allem ETFs und Fonds, Hebelprodukte bleiben außen vor. Unseren „Lieblings-Hebel-ETF“ wird es dort also nicht geben 😉
Als eines der ersten Angebote nennt Lars das Altersvorsorgedepot von Scalable Capital mit sehr niedrigen Kosten, auf der Seite gibt es auch einen Rechner für die eigene Sparrate. Er wird die Förderung auf jeden Fall mitnehmen, alles andere wäre Geld, das auf der Straße liegen bleibt.
Wer noch kein Konto bei Scalable hat, kann gerne meinen Link nutzen. Ich bespare bisher über die vermögenswirksamen Leistungen einen World-ETF bei Finvesto und schaue mir das Altersvorsorgedepot an, sobald die ersten Angebote zertifiziert sind.
Fazit und Ausblick
Für uns beide war es ein unauffälliger Sommer, und das ist bei P2P ja durchaus eine gute Nachricht. Das Bild prägen gerade drei Dinge: Cashback als verlässlicher Lockstoff, wie bei uns beiden das Revest Cashback, das P2P Sommerloch bei den echten Marktplätzen und neue Plattformen, die fast alle ohne Regulierung starten. Das BaFin-Thema haben viele Anleger schon wieder abgehakt. Bei den Plattformen passiert im Hintergrund allerdings mehr, als man auf den ersten Blick sieht.
Worauf wir in den nächsten Wochen schauen:
- Den neuen Revest-Zweitmarkt und ob sich dort tatsächlich Käufer finden.
- Das Ventus-Voting und den Restrukturierungsplan, der bis zum 19. Oktober beim Gericht liegen muss. Danach wissen wir, wie lange die Rückzahlung dauern soll.
- Ob Finbee, Neo Finance und Lande nach der Erntezeit wieder mehr Kredite liefern.
Wie sieht es bei euch aus: Hat euch das Cashback bei Revest auch wieder zurückgeholt, und bekommt ihr euer Geld auf den Marktplätzen noch unter?
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Ansonsten gilt:
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Ich besitze keine Erlaubnis als Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO und bin nicht von der BaFin zugelassen. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung dar.
Auf fast allen Plattformen, über die ich berichte, bin ich selbst investiert. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Investitionen in P2P-Kredite und vergleichbare Vermögensanlagen sind mit Risiken bis hin zum Totalausfall verbunden. Renditen in der Vergangenheit sind keine Garantie für die zukünftige Entwicklung. Jede Anlageentscheidung triffst du eigenverantwortlich.
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