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P2P Portfolio 2021 – Meine Rendite, Cashflow und Anlagestrategie

Es wird Zeit euch endlich wieder einen detaillierten Einblick in die Zusammensetzung meines P2P Portfolios zu geben. Bevor wir uns die 30 Plattformen einzeln anschauen möchte ich euch einen Einblick in meine P2P Rendite der letzten vier Jahre geben. Und euch auch meine konkrete P2P Kredite Anlagestrategie vorstellen.

Meiner Anlagestrategie bin ich die meiste Zeit über relativ treu geblieben. Was sich, wie man an der Rendite als auch am Cashflow sieht, ausgezahlt hat. Von daher starten wir einfach mit dieser und in die konkreten Plattformen schauen wir im nächsten Teil der mehrteiligen Serie dann rein.

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Meine Depot Erfahrungen: Für jedes Bedürfnis eins Comdirect, Trade Republic und Captrader

Eine Frage, die im Podcast und in den Kommentaren immer wieder auftaucht: Wo liegt mein Geld eigentlich, wenn es gerade nicht in P2P-Krediten steckt? Hier ist die ehrliche Antwort. Der ruhigere, langweiligere Teil meines Vermögens läuft klassisch über ETFs, Aktien, Anleihen und ein paar Income-Spezialitäten. Verteilt habe ich das auf fünf Depots, und jedes davon macht bei mir einen anderen Job.

Schauen wir uns die fünf einzeln an, mit dem Stand von heute, Juni 2026. Konditionen ändern sich schnell, gerade bei den Zinsen, deshalb steht die jeweils aktuelle Zahl dabei.

Die fünf Depots auf einen Blick

DepotTypWofür ich es nutzeSteuereinfach
comdirectDirektbank (Vollbank)Hausbank, Girokonto, breite AuswahlJa
Trade RepublicNeobrokergünstige Käufe, ETF-Sparpläne, Cash parkenJa
Scalable CapitalNeobrokerETF-Sparpläne inkl. EUWAX Gold, Trading-FlatrateJa
CapTraderIBKR-BrokerUS-Werte, Optionen, Futures direkt an der BörseNein
tastytradeUS-BrokerUS-Income-Werte, CEFs, OptionenNein

Comdirect, meine Hausbank

Anbieter und Sitzcomdirect, Marke der Commerzbank AG (Deutschland)
Reguliert durchBaFin und Bundesbank
Einlagensicherunggesetzlich 100.000 € plus freiwilliger Fonds des Bankenverbands
Depotführung3 Jahre frei, danach 1,95 €/Monat (entfällt mit Sparplan, 2 Trades je Quartal oder Girokonto)
Orderkostenab 4,90 € plus 0,25 % (min. 9,90 €, max. 59,90 €); Neukunden 3,90 € bis 30.06.2026
Sparplänerund 550 ETFs kostenlos (über 2.000 sparplanfähig)
Cash-Verzinsungüber separates Tagesgeld PLUS (Aktionszins), Verrechnungskonto unverzinst
Steuereinfachja, Abgeltungssteuer automatisch, US-Quellensteuer per QI-Status auf 15 %

Die comdirect ist eine Direktbank der Commerzbank-Gruppe und damit eine deutsche Vollbank. Heißt: Depotführung, Order, Steuer und Quellensteuer laufen aus einer Hand. Die Abgeltungssteuer wird automatisch abgeführt, die US-Quellensteuer per Qualified-Intermediary-Status auf 15 % reduziert. Das Depot ist die ersten drei Jahre kostenlos, danach kostet es 1,95 € im Monat, fällt aber weg, sobald ein Sparplan läuft oder zwei Trades pro Quartal zusammenkommen. Eine Order kostet ab 4,90 € plus 0,25 % vom Volumen, für Neukunden aktuell 3,90 € (Aktion bis 30.06.2026).

Comdirect Depot Erfahrungen
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Für mich ist die comdirect inzwischen vor allem die Hausbank. Für ETF-Sparpläne nutze ich sie kaum noch, die Neobroker sind da handlicher und in den meisten Fällen günstiger. Als Girokonto bin ich dafür weiterhin sehr zufrieden, gerade die Überweisungen zu den P2P-Plattformen laufen in der Regel geschmeidig. Und das Steuerliche macht sich von selbst, die PDFs importiere ich sauber in mein Reporting mit Portfolio Performance.

Trade Republic, das günstige Handy-Depot

Anbieter und SitzTrade Republic Bank GmbH (Deutschland)
Reguliert durchBaFin und EZB, Vollbanklizenz seit Ende 2023
Einlagensicherunggesetzlich 100.000 € je Partnerbank; höhere Beträge im Geldmarktfonds (Sondervermögen)
Depotführung0 €
Orderkosten1 € Fremdkostenpauschale je Order
Sparplänerund 2.900 ETFs, alle kostenlos; auch Aktien und Krypto
Cash-Verzinsung2,25 % p.a. (Stand Juni 2026, EZB-gekoppelt, ohne Obergrenze)
Steuereinfachja

Trade Republic ist seit Ende 2023 eine BaFin-lizenzierte Vollbank, beaufsichtigt von BaFin und EZB, deutsches Recht und Einlagensicherung also inklusive. Depot und Konto sind kostenlos, jede Order kostet pauschal 1 €, alle Sparpläne auf ETFs, Aktien und Krypto laufen gebührenfrei. Aufs nicht investierte Guthaben gibt es aktuell 2,25 % p.a. (Stand Juni 2026), der Satz folgt dem EZB-Leitzins in beide Richtungen. Zum 1. Juli 2026 greift das EU-weite Verbot von Payment for Order Flow, dafür hat Trade Republic bereits ein eigenes Handelssystem aufgebaut.

Traderepublic Erfahrungen
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Bei mir ist Trade Republic das Depot für den schnellen, günstigen Kauf, und einige ETF-Sparpläne laufen ebenfalls hier. Anfangs war ich skeptisch, weil es lange nur die App gab. Inzwischen gibt es auch die Web-Version, und für einen Euro je Order ist das schwer zu schlagen.

Scalable Capital, mein ETF-Sparplan-Depot

Anbieter und SitzScalable Capital, Wertpapierinstitut (München)
Reguliert durchBaFin, eigene Banklizenz seit 2025
Einlagensicherunggesetzlich 100.000 €; mit PRIME+ bis 5 × 100.000 € über mehrere Banken
DepotführungFREE 0 €/Monat, PRIME+ 4,99 €/Monat
OrderkostenFREE 0,99 €; PRIME+ Flatrate ab 250 € Ordervolumen kostenlos
Sparpläneüber 2.900 ETFs kostenlos, auch Aktien, Krypto und EUWAX Gold
Cash-Verzinsung2,50 % p.a. auf separatem Tagesgeldkonto mit eigener IBAN
Steuereinfachja

Scalable Capital aus München ist seit 2025 ein eigenes Wertpapierinstitut mit Banklizenz, die Depots laufen direkt dort. Es gibt zwei Modelle: den FREE Broker für 0 € im Monat (0,99 € je Order) und PRIME+ für 4,99 € im Monat mit Trading-Flatrate ab 250 € Ordervolumen. Über 2.900 ETF-Sparpläne sind kostenlos. Seit dem Frühjahr 2026 liegen die Guthabenzinsen auf einem eigenen Tagesgeldkonto mit eigener IBAN, aktuell 2,50 % p.a. variabel. Das alte Verrechnungskonto wird seit dem 1. April 2026 nicht mehr verzinst.

Scalabel Erfahrungen
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Scalable ist mein Haupt-Sparplan-Depot, hier läuft der Großteil meiner ETF-Sparpläne. Praktisch: sogar EUWAX Gold lässt sich per Sparplan besparen, das nutze ich tatsächlich. Wichtig für Bestandskunden: das Tagesgeldkonto muss man einmal aktiv freischalten, sonst liegt das Cash seit April zinslos herum.

CapTrader, mein Spezialitäten-Depot für US-Werte

Anbieter und SitzCapTrader GmbH, Düsseldorf (Introducing Broker für Interactive Brokers)
Reguliert durchBaFin; Verwahrung über Interactive Brokers
Anlegerschutzdeutsche Anlegerentschädigung 90 % / max. 20.000 €, über IBKR zusätzliche US- und UK-Mechanismen
Depotführung0 €, Mindesteinlage 2.000 €
OrderkostenUS-Aktien ab 2 USD, deutsche Aktien und ETFs ab 2 €
Märkteüber 150 Börsenplätze in mehr als 30 Ländern, US-Direktzugang, Optionen, Futures
Sparplänenur über Partner ebase
Steuereinfachnein, Anlage KAP selbst, dafür Jahresreport

CapTrader aus Düsseldorf ist ein BaFin-regulierter Introducing Broker für Interactive Brokers, die Verwahrung läuft über IBKR. Damit kommt man direkt an über 150 Börsenplätze in mehr als 30 Ländern, US-Aktien ab 2 US-Dollar je Order, dazu Optionen, Futures und Fremdwährungskonten. Das Depot ist kostenlos, die Mindesteinlage liegt bei 2.000 €. Ein Haken: CapTrader ist nicht steuereinfach, die Anlage KAP macht man selbst, dafür gibt es einen Jahresreport.

captrader Erfahrungen
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Mein Take dazu: CapTrader ist mein Spezialitäten-Depot. Sobald ich außerhalb der deutschen Börse handeln will, kanadische oder amerikanische Werte, Optionen, da wird es bei den klassischen Depotbanken teuer und umständlich. Dass ich die Steuer selbst machen muss, sehe ich eigentlich gelassen, abgerechnet wird erst am Jahresende, solange arbeitet die volle Dividende weiter.

tastytrade, mein US-Income-Depot

Anbieter und Sitztastytrade, Inc., Chicago, USA (IG Group)
Reguliert durchSEC, FINRA, NFA
AnlegerschutzSIPC bis 500.000 USD (davon 250.000 USD Cash), keine deutsche Einlagensicherung
Kontoin USD, keine Mindesteinlage (Margin ab 2.000 USD)
OrderkostenUS-Aktien und ETFs 0 USD, Optionen 1 USD je Kontrakt (Schließen frei)
HandelbarUS-Aktien, ETFs, CEFs, Optionen, Futures, Krypto, nicht PRIIPs-beschränkt
Auszahlunginternationale Wire 45 USD (Wise oder Revolut als günstigerer Umweg)
Steuereinfachnein, Anlage KAP selbst, W-8BEN für 15 % Quellensteuer

tastytrade ist ein US-Broker aus Chicago, reguliert von SEC und FINRA, mit SIPC-Schutz bis 500.000 US-Dollar. US-Aktien und ETFs handelt man dort ohne Ordergebühr, Optionen kosten 1 US-Dollar je Kontrakt. Der eigentliche Grund für mich: tastytrade unterliegt nicht der europäischen PRIIPs-Pflicht, deshalb komme ich hier an US-Income-Werte und Closed-End-Funds, die bei deutschen Brokern gesperrt sind.

Tastytrade Erfahrungen
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Was zu beachten ist: tastytrade ist ein US-Broker und nicht steuereinfach, die Anlage KAP läuft komplett selbst, das Konto in US-Dollar. Eine Auslandsüberweisung zurück kostet 45 US-Dollar (Wise oder Revolut sind der günstigere Umweg), und per AGB stimmt man der Wertpapierleihe zu.

So mache ich das: für den US-Income-Teil nutze ich tastytrade direkt. Wer den gleichen Zugang lieber mit einem deutschen Ansprechpartner und steuerlich etwas mehr Komfort sucht, landet schnell bei CapTrader über Interactive Brokers.

Income-Werte: CEFs und BDCs 2026

Ein Teil meines Depots zielt nicht auf Kurszuwachs, sondern auf laufende Ausschüttungen. Zwei Werkzeuge spielen dabei eine Rolle. Closed-End-Funds (CEFs) sind börsengehandelte Fonds mit fester Anteilszahl, die oft monatlich ausschütten. Wie das im Detail funktioniert, mit Aufschlag, Abschlag und Leverage, habe ich in zwei Grundlagen-Artikeln aufgeschrieben: Closed-End-Funds Grundlagen und die Stärken: NAV und Leverage. BDCs (Business Development Companies) sind dagegen US-Einzelaktien, die Mittelstandsfinanzierung bündeln, dazu habe ich einen eigenen Beitrag über BDCs als Hochdividenden-Nische.

Stand 2026, was sich geändert hat: US-CEFs lassen sich bei deutschen und EU-Brokern für Privatanleger praktisch nicht mehr kaufen. Ihnen fehlt das PRIIPs-Basisinformationsblatt (KID), und ohne KID darf kein EU-Broker sie an Privatkunden verkaufen. Zwei Wege bleiben: ein US-Broker wie tastytrade, oder die Einstufung als professioneller Kunde bei CapTrader bzw. Interactive Brokers. BDCs sind als US-Einzelaktien nicht betroffen und bleiben breit handelbar, auch bei der comdirect, mit 15 % US-Quellensteuer (per W-8BEN-Formular und Anrechnung).

Ein Detail noch: Werte, deren direkter Kauf gesperrt ist, lassen sich oft über Optionen andienen. Man verkauft einen Put, und bei Ausübung werden die Anteile ins Depot gebucht, der Kaufknopf bleibt gesperrt, der Umweg über die Option nicht. Das klappt aber nur dort, wo es überhaupt liquide Optionen auf den Wert gibt.

Bei mir läuft der US-Income-Teil deshalb über tastytrade, weil ich dort ohne Profi-Status an die CEFs komme. Riesig ist der Block nicht, eher ein bewusster Baustein für laufenden Cashflow neben den P2P-Zinsen. Konkret liegen bei mir dort diese Income-Bausteine, vom ruhigen Anker bis zum spekulativeren Rand:

  • JAAA, Janus Henderson AAA CLO ETF (AAA-CLO-Tranchen)
  • JBBB, Janus Henderson B-BBB CLO ETF (CLO-Mezzanine)
  • CLOZ, Eldridge BBB-B CLO ETF, früher Panagram (CLO-Mezzanine)
  • EIC, Eagle Point Income Company (CLO-Income-CEF, Junior-Tranchen)
  • SPMC, Sound Point Meridian Capital (CLO-Equity-CEF)
  • PBDC, Putnam BDC Income ETF (gebündelte BDCs)
  • RVT, Royce Value Trust (Small-Cap-Value-CEF)
  • MINT, PIMCO Enhanced Short Maturity Active ETF (kurzlaufender Anleihen-ETF als Liquiditätsanker)

Fazit und weitere Broker

Mein Fazit: ein Depot für alles gibt es bei mir nicht, und das ist Absicht. comdirect für den bequemen Steuerkomfort und das Girokonto, Trade Republic und Scalable für günstige Käufe und Sparpläne, CapTrader und tastytrade für die Spezialitäten. Macht aus der Depotsuche trotzdem kein Drama, wechseln kann man innerhalb Deutschlands fast immer kostenlos. Wer einfach mal vergleichen will, findet im Depot-Vergleichsrechner eine schnelle Übersicht.

Wie handhabt ihr das, ein Depot für alles oder mehrere mit klaren Aufgaben? Und nutzt jemand von euch CEFs oder BDCs für den Cashflow, oder ist euch der Aufwand mit dem US-Broker zu viel?

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Mein Investment Testament – P2P auflösen + Depots konsolidieren = ein ETF fertig

Mein Investment Testament & Anlage Vermächtnis

Ein überfälliger Beitrag auch, wenn keiner gerne darüber nachdenkt oder schreibt.
Was soll mit meinem Sammelsurium an Depots, Wertpapieren, P2P Konten passieren, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, das selbst zu verwalten. Dabei rede ich nicht von einem temporären Ausfall meinerseits, meine Anlagen sind alle so ausgelegt das es keine Termingeschäfte sind ich spekuliere nirgends auf einen Verfallstag hin, daher geht es nur um den langfristigen Fall und natürlich um den definitiv irgendwann eintretenden Todesfall.

Das so etwas schneller als gedacht gehen kann, hat mir die „normale“ Schweine Grippe vor zwei Jahren mit Krankenhausaufenthalt und „Komplikationen“ gezeigt, da musste nicht erst Corona, um die Ecke kommen, um mir das vor Augen zu führen. Daher habe ich mir jetzt endlich die Zeit genommen, dies alles mal zu verschriftlichen – mein Investment Testament.

Im Gegensatz zu deutschen Banken ist bei meinen Investitionen im Ausland nicht davon auszugehen, dass diese ein Ableben mitbekommen und proaktiv werden. Sprich da muss sich schon ein Erbe rühren, damit etwas passiert und Geld fließt.

Neben dem Punkt, wie man an die eigentlichen Anlagen kommt, möchte ich auch festhalten, wie es damit idealerweise weiter gehen soll. Schließlich soll das Thema Geld anlegen, nicht auch noch zu einer eventuell weiteren Belastung für meine Erben werden. Ich weiß auch das dies so pflegeleicht wie nur möglich sein muss damit z.B. meine Frau das überhaupt umsetzen möchte (auch wenn es meine Leser vielleicht verwundert, es gibt durchaus Menschen, denen das Thema Geld das Gegenteil von wichtig ist. 😉 ) Weiterlesen

P2P Kredite Rendite alle Plattformen

P2P Kredite Rendite im Ranking – Juni 2026

Das aktuelle P2P Kredite Rendite Ranking meines 179.000 Euro P2P Kredite Portfolios vom Juni 2026 für euch. Auf Basis des internen Zinsfußes:

Das angezeigte Rendite Ranking berechne ich immer auf Basis der in Portfolio Performance ermittelten IZF/XIRR Daten (Wie erfasse ich meine P2P Kredite Portfolio Daten konkret).

Der interne Zinsfuß IZF oder auch XIRR (eigentlich IRR, das X kommt von Excel 😉 ) genannt ist besser geeignet, um auch erst kurz laufende Investitionen mit Zu- und Abflüssen vergleichen zu können. Ich nehme als Zeitraum ein Jahr (bzw. seit Start der Investition, wenn dies kürzer als ein Jahr ist). Dadurch den kürzeren Zeitraum kann man auch besser die Entwicklung einer Plattform erkennen, als wenn man die gesamte Laufzeit betrachtet – was ich in meinen Portfolioreviews gerne mache.

Wichtig zum 1-Jahres-IZF: Weil ich bewusst nur die letzten zwölf Monate betrachte, zeigt dieser Wert sehr gut die aktuelle Entwicklung und kurzfristige Schwankungen einer Plattform – er ist aber nicht die Gesamtrendite über die komplette Haltedauer. Ein negativer 1-Jahres-IZF bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass ich mit der Plattform insgesamt Geld verloren habe: Über die gesamte Laufzeit kann die Position weiterhin im Plus liegen, während die letzten zwölf Monate – etwa durch Abschreibungen, Rückstellungen oder ausgesetzte Zahlungen – vorübergehend negativ ausfallen. Die echte Gesamtrendite über alle Jahre findet ihr in meinen Portfolio Reports.

Wichtig, als alleinige Entscheidung für eine Anlage bei einem P2P Anbieter reicht das Rendite-Ranking nicht, dazu bedarf es noch weitaus mehr Kriterien! Weitere Anhaltspunkte können dir mein P2P Kredite Rating 2026 bieten.

Legende: Plattformen mit 0% oder dem Vermerk „neu“ sind gerade noch im Aufbau und zudem zu neu für einen sinnvollen Wert. Plattformen ohne Prozentwert sind auf meiner Watchlist und potenzielle Kandidaten für eine Neuanlage. Negative Werte bedeuten einen negativen 1-Jahres-IZF (siehe Hinweis oben) – kein zwingender Gesamtverlust.

Aufgepasst – dunkelrote Plattform-Renditen sind durch Cashback entstanden, die Rendite wird sich in der Regel über die Laufzeit teils deutlich abschwächen! Selbst wenn die Berechnung nicht auf ein Jahr laufen würde, sorgt Cashback, das ja vor dem Ende der Laufzeit in der Regel nahezu sofort ausgezahlt wird, für einen vorzeitigen Renditeschub und ist keine sich in Zukunft so fortsetzende Größe!

Damit ihr besser einschätzen könnt, wie die Rendite in Relation zum Risiko steht, habe ich im Rating auch die Gewichtung der Plattformen in meines P2P Anteils im Depot grob abgebildet:

    • Plattformen über 5% sind ein L denen vertraue ich am meisten Geld an
    • Plattformen zwischen 5% -2% sind damit ein M durchaus mit signifikantem Einsatz
    • Plattformen zwischen <2% dagegen sind ein S mit mehr oder weniger Einsatz
Juni 2026 P2P Rendite Ranking
  1. MyPeak 78,8%* (S)
  2. Revest 43,6%* (S)
  3. FF Forest 26,6%* (S)
  4. Triple Dragon 26,2%* (M)
  5. Asterra Realestate 25,4%* (S)
  6. Devon 24,4%* (M)
  7. Stock.estate 22,9%* (S)
  8. Nectaro 19,3%* (L)
  9. Hive5 19,0%* (S)
  10. Esketit 18,8%* (S)
  11. Lendermarket 18,7%* (S)
  12. Loanch 16,3%* (S)
  13. Omaraha 16,1%* (S)
  14. Debitum Investments 13,9% (S)
  15. PeerBerry 13,7%* (S)
  16. Neo Finance 13,6%* (L)
  17. FinBee 13,4%* (L)
  18. Afranga 13,2%* (M)
  19. Swaper 13,1%* (S)
  20. Viainvest 12,4%* (L)
  21. Mintos 12,0%* (L)
  22. Modena 11,9%* (L)
  23. Income 11,5% (S)
  24. Profitus 11,4%* (S)
  25. Twino 10,9% (S)
  26. Inrento 10,1%* (M)
  27. Fintown 9,9%* (S)
  28. LANDE 9,0%* (M)
  29. Bondster 9,0%* (S)
  30. Monefit Smartsaver 7,3%* (S)
  31. Bondora G&G 7,1%* (L)
  32. Indemo 6,6%* (M)
  33. InSoil 2,1%* (S)
  34. EstateGuru -0,9%* (S)
  35. Linked Finance -4,6%* (S)
  36. Capitalia -neu-* (S)
Legende und aufgepasst – dunkelrote Plattform-Renditen sind durch Cashback entstanden, die Rendite wird sich in der Regel über die Laufzeit teils deutlich abschwächen! (So wird es berechnet.)
In meiner konkreten P2P Kredite Anlage Strategie, gehe ich noch detaillierter auf die Kategorisierung ein. Die klassische Rendite-Ermittlung auf Jahresbasis (TTQW) dagegen bedarf, sinnvollerweise, zum einen eine Laufzeit von mindestens einem Jahr und zeigt zum anderen aber auch nicht so gut sich verändernde Renditeschwankungen auf wie der IZF/XIRR.
Den TTQW von meinen P2P Kredite Anlagen im Vergleich findet ihr in den Portfolio Reports.
Wie rechnet man eine jährliche Rendite aus?
Die Rendite errechnet sich, indem man den erhaltenen Gewinn durch das ursprünglich eingesetzte Kapital dividiert. Wenn man das Ergebnis dann mal 100 rechnet, damit erhält man die prozentuale Rendite. Wer die jährliche Rendite berechnen möchten, muss dies durch die Anzahl der Jahre teilen. Die Formel lautet somit „Gewinn : Kapital : Jahre * 100“. Die einfache Rechnung berücksichtigt jedoch keine Ab- und Zuflüße (wie z.b. Zinseszinss oder Geldentnahmen). Dafür gibt es den sogenannten IZF/IRR (interner Zinsfuß/internal rate of return)
Was bedeutet der interne Zinsfuß (IZF/IRR)?
Der interne Zinsfuß (IZF) bzw. internal rate of return (IRR) steht vereinfacht gesagt für die durchschnittliche mittlere Jahresrendite einer Kapitalanlage. Bei seiner Ermittlung werden Kapital Zu- und Abflüsse berücksichtigt. Also die Verzinsung, die auf das in einem Investitionsprojekt oder in einer Finanzierungsmaßnahme gebundene Kapital erzielt wird. Der interne Zinsfuß schafft damit Transparenz über die Rendite von Investitionsprojekten und sorgt für Vergleichbarkeit.
Ich betrachte den IZF bewusst auf 12 Monate: So sehe ich Schwankungen und die aktuelle Entwicklung einer Plattform deutlich früher als über die Gesamtlaufzeit. Der Preis dafür: Ein einzelnes schwaches Jahr kann den Wert ins Minus ziehen, obwohl die Plattform über die komplette Haltedauer noch im Plus liegt.
Details zur allgemeinen Berechnungsmethode

Weiterführende Details zu den Berechnungsmethoden bietet das Portfolio Performance Forum.

Mein P2P Kredite Rendite und die Portfolio-Verteilung

Zur Veranschaulichung noch wie ihr die Gewichtung durch S/M/L und die P2P Kredite Rendite einordnen könnt: Hier mein Portfolio Stand Juni 2026 über 179.000 Euro sind in P2P Kredite investiert. Die P2P Gesamtrendite liegt aktuell bei rund 13% auf Sicht von zwölf Monaten.

P2P Kredite Juni 2026 Verteilung
Mein >179.000 Euro P2P Kredite Portfolio

In P2P Kredite investieren kann eine lohnende Investition sein und hat sich für mich bewährt.
Ich bin sehr zufrieden mit einer Rendite seit 2017 von 10,1 % pro Jahr nach allen Abschreibungen, aber vor Steuern!

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Benford-Analyse für P2P-Kredite: Wie du Anomalien in Loan Books selbst erkennst

Sieben Jahre ist Marcs Benford-Analyse jetzt alt. Damals hatten drei seiner vier untersuchten Plattformen rote Flaggen: Fastinvest, Eurocent als Mintos-Kreditgeber und Grupeer. Heute wissen wir: Fastinvest hat im April 2020 die Auszahlungen eingestellt, Grupeer im März 2020, Eurocent war schon 2017 zahlungsunfähig. Marcs Mathematik hatte ein gutes Stück vorhergesehen, was später eintrat.

Grund genug, das Werkzeug nicht in der Schublade verstauben zu lassen, sondern es als das zu sortieren, was es ist: ein Frühwarn-Indikator mit dokumentierten Erfolgen und dokumentierten Grenzen. In diesem Beitrag schaue ich mir das Benford-Gesetz aus heutiger Sicht an, ordne Marcs Originalbefunde mit dem Rückspiegel aus 2026 ein, zeige welche Plattformen heute überhaupt noch öffentlich genug sind für eine eigene Analyse und welche Werkzeuge wir Anleger dafür nutzen können. Ganz ohne Code, aber mit Verweisen für die, die tiefer einsteigen wollen.

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P2P Portfolio aufbauen – Tools, Strategie & Methodik im Werkzeugkasten

Der P2P Werkzeugkasten richtet sich an alle, die ihr P2P-Portfolio aktiv aufbauen und pflegen wollen — mit Methoden, Tools und Strategien zum Vertiefen. Wer ganz am Anfang steht, fängt besser bei den P2P-Grundlagen an. Hier findet ihr alles in vier Blöcken: Strategie & Konzepte, Plattformen bewerten & auswählen, Portfolio führen & auswerten sowie Aktuelles & Schnäppchen.

Alle Artikel im P2P Werkzeugkasten

Strategie & Konzepte

Plattformen bewerten & auswählen

  • Mein P2P Plattform Rating – Mein laufend gepflegtes Ranking aller Plattformen, in die ich selbst investiert bin, mit konkreten Punktzahlen (75–92/100) und meinen aktuellen Top-Empfehlungen. Der schnelle Weg, wenn ihr eine fertige Einschätzung sucht.
  • P2P Plattform Auswahl mit Excel-Matrix – Ömers methodisches Werkzeug zur eigenen Bewertung von 75 P2P-Plattformen: Kriterien definieren, Gewichtung verteilen, eigenes Ranking bauen. Inklusive Google-Sheet zum Download – komplementär zum Rating.
  • Benford-Analyse für P2P-Kredite – Mit einem mathematischen Modell, das auch das Finanzamt nutzt, Anomalien in P2P-Loan-Books erkennen. Mit historischen Treffern (Fastinvest, Grupeer, Eurocent) und den Grenzen der Methode.
  • Bewertungskriterien statt Diversifikation – Ein Gastbeitrag, der aufzeigt, dass eine fundamentale Analyse bei der Plattformauswahl einer blinden Diversifikation vorzuziehen ist.

Portfolio führen & auswerten

  • P2P-Kredite Rechner – Mein interaktiver Rechner für Einmalanlage und Sparplan in einem, mit Cashback, Steuer, Inflation und Ausfallrate. Er stellt euch vier Renditen nebeneinander – vom optimistischen Fall bis zur realen Kaufkraft – und berechnet die Effektivrendite über denselben internen Zinsfuß (XIRR) wie mein Rendite-Ranking.
  • Auswertung mit Portfolio Performance – Wie trackt und monitort ihr euer P2P-Portfolio (und nicht nur das) mit der kostenlosen Software Portfolio Performance? Welche Features bietet sie? Wieso ist das Tool für mich die eierlegende Wollmilchsau und mache ich einen Bogen um Excel?
  • Mein IZF Rendite Ranking – Wie kommt die Tabelle mit den Prozentwerten, die die Rendite der einzelnen Plattformen widerspiegelt, zustande, und wie erstelle ich diese?
  • Mein Investment-Testament – Wie soll es mit meinem Portfolio und meinen Investments nach meinem Tod weitergehen? Mein finanzielles Vermächtnis.

Aktuelles & Schnäppchen

  • Die P2P Kredite Plattform News – Die neuesten Nachrichten von den wichtigsten P2P-Kredite-Plattformen auf einen Blick, stündlich aktualisiert und zusammengefasst, damit ihr auf dem Laufenden bleibt, was in der P2P-Welt passiert.
  • P2P Kredite Plattformen Bonusaktionen – Schnäppchenjäger aufgepasst: Cashback-Aktionen, Eröffnungsprämien oder Gewinnspiele. Wer noch mehr aus seinem P2P-Investment herausholen möchte, schaut hier vorbei.

Fehlt euch ein wichtiges Thema im P2P Werkzeugkasten? Dann meldet euch einfach bei mir!